Was hat unsere Luft mit S21 zu tun?


Was hat unsere Luft mit S21 zu tun?

Gute Frage! Da fallen einigen hier sicher als erstes die LKW’s ein, die zur Baustelle fahren werden und von dort wieder weg. Einige davon werden auch über die Willy-Brandt-Straße fahren und damit direkt über das Neckartor. Aber auch andere Stadtviertel werden davon betroffen sein, der Bereich Nord Heilbronner Strasse genauso wie der Süden oder Bad Cannstatt. Auch wenn es ständig versprochen wird, dass Verkehr über extra Straßen abgewickelt wird und dass es zu keinen Staus kommen wird, so werden diese Straßen und die auf ihr fahrenden LKW’s zu einer Dreckschleuder werden.

  • Auf Baustellen geht es immer dreckig zu, es lässt sich also garnicht vermeiden, dass auf diesen Baustraßen Staub und Dreck liegt, der aufgewirbelt werden wird
  • Wenn sowieso Baustellenverkehr über gesonderte Straßen abgewickelt werden wird, dann liegt die Vermutung nahe, dass dort LKW’s fahren werden, die keine Strassenzulassung haben. Auf der Baustelle Bibliothek und Pariser Höfe sind vor etwa einem Jahr, als dort noch große Mengen Erde bewegt wurden, ganze Kolonnen von großen Kippern gefahren, die keine Straßenzulassung haben und mit kräftigen Dieselmaschinen ausgestattet sind, entsprechend viel Ruß, CO2, NOx und andere Schadstoffe pusten diese Maschinen in die Luft nach oben heraus!

Das wurde ja bereits im Parkschützerforum diskutiert. Natürlich produziert auch eine Baustelle selbst Feinstaub. Wenn ein Haus abgerissen wird, wenn der Wind über brach liegende Erd- und Sandhaufen weht oder wenn andere trockene Materialien gemischt werden. Aber eine Baustelle produziert auch CO2 und diverse andere Schadstoffe durch Mischen und Abbinden von Beton zum Beispiel.

Aber was hat S21 noch mit unserer Luft zu tun?

Nehmen wir mal an, dass S21 von heute auf morgen vom Himmel fällt und lassen wir die beim Bau entstandenen Schadstoffe in Luft und Boden mal außer Acht. Auch durch den Betrieb von S21 entstehen viele Schadstoffe.

  • Dass S21 ein Rückschritt in der Infrastruktur ist, haben die Ingenieure 22 auf Bei-Abriss-Aufstand dargelegt. Damit wird das Auto gefördert, was wiederum eine Erhöhung der Luftschadstoffe zur Folge haben wird.
  • Damit S21 funktioniert wird eine große Randbebauung benötigt, die teuer verkauft werden muss. Das wird vor allem durch Büros, Einkaufszentren und Vergnügungsangebote wie Kinos und Bars realisiert werden. Diese Bauwerke ziehen Verkehr an, vor allem aus der näheren Umgebung wie Ludwigsburg, Esslingen, Heilbronn und so weiter. Dieser Verkehr könnte auch über die S-Bahn oder den Regionalverkehr abgewickelt werden. Bei 32 Zügen in der Stunde (siehe oben Bei-Abriss-Aufstand) geht das aber nur noch bedingt.
  • S21 wird durch den im Vergleich zur Bestandsstrecke viel steileren Tunnelaufstieg auf die Alb mehr Energie verbrauchen als die Bestandsstrecke derzeit. Hinzu kommen die ganzen Rolltreppen, die Beleuchtung der zukünftig gedeckelten Bahnhofshalle, Aufzüge und so weiter.
  • Und um dieses ganze Mehr an Verkehr aufnehmen zu können, benötigen wir natürlich den Rosensteintunnel. Dass der Rosensteintunnel aber laut einen Gutachten, dass die Stadt selbst in Auftrag gegeben hat, täglich 20.000 (sie lesen richtig!) Fahrzeuge mehr zum Neckartor schaufelt, dass wird gerne verschwiegen. Und das Neckartor hat derzeit schon ca. 100.000 Fahrzeuge täglich (in der Woche, Samstags und Sonntags weniger).  Das entspricht etwa der Menge Fahrzeuge am Leonberger Dreieck. Somit ist das Neckartor (von der Menge an Fahrzeugen und von der Fahrbahnbreite) vergleichbar mit einer Autobahn. Lediglich die Geschwindigkeit ist langsamer.

Durch das Anpflanzen von 5000 Bäumen kann dieser Zuwachs an Luftschadstoffen nicht wett gemacht werden. Vorallem müssten diese Bäume jetzt gepflanzt werden, damit sie in 10 bis 20 Jahren schon eine ansehnliche Größe erreicht haben und entsprechend viele Luftschadstoffe filtern können. Das Gegenteil ist aber der Fall, es wird abgeholzt und umgenietet.

Kommt alle zu unserer Demo! Denn S21 zu verhindern heißt das Klima zu schonen!

Advertisements

Eine Antwort zu “Was hat unsere Luft mit S21 zu tun?

  1. (von Ingo)
    Natürlich ist „Bäume pflanzen“ keine Lösung des Problems „Luftschadstoffe“. Das wäre ja nur eine „end-of-the-pipe“ – Massnahme. Es geht aber darum, die Produktion von Luftschadstoffen zu verhindern. Also: Autoverkehr einstellen! Und auch, für Stuttgart sehr wichtig: Autoproduktion einstellen!
    Alles andere sind Ausflüchte.
    Wie soll das gehen? Ist das denn realistisch?
    Ich weiss auch nicht, ob das realistisch ist. Wenn, dann jedenfalls äusserst schwierig. Und wie das gehen soll – die Diskussion darüber muss endlich begonnen werden!
    Eines jedenfalls weiss ich sicher: Eine andere Lösung für das Problem der Luftschadstoffe gibt es nicht.
    Beginnen wir mit der Aktion am Neckartor, das Auto zu bekämpfen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s