Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden


Wir haben Post bekommen.

Am Mittwoch erreichte uns über unsere Kontakte zum Bezirksbeirat folgende Anwohnerinformation der Bahn, die blauen Rohre betreffend. Diese wurde von der Projektleitung in der Räpplenstraße an das Kommunikationsbüro geschickt und von dort weitergeleitet an Frau Kienzle, unsere Bezirksvorsteherin.

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Wir halten diese Information aus mehreren Gründen für wenig gelungen.

  1. „Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden.“ Mit diesem Spruch eröffnet diese lächerliche Figur Maulwurf die Anwohnermitteilung. Wer das geschrieben hat hat weder von Marketing eine Ahnung noch hat diese Person soziale und methodische Kompetenzen. Wer das liest ist doch direkt negativ eingestellt. Nervensägen muss man abstellen, ruhig stellen. Besser wäre es gewesen, wenn dort „Entschuldigen Sie bitte die Ruhestörungen!“ gestanden wäre. Wir erwarten, dass sich unsere Bezirksbeiräte für eine neutrale und mit sozialmethodischer Kompetenz ausgearbeitete Information einsetzen, die diesem Wort „Information“ wirklich gerecht wird.
  2. Zweitens wurden uns Informationsveranstaltungen versprochen, bevor man in die Stadtviertel geht. Stattdessen werden einige Waschzettel verteilt, auf denen ein Maulwurf dumme Sprüche verbreiten darf.
  3. Wir haben diese Information in Form einer E-Mail erhalten, die Anwohner im grün umrandeten Bereich haben diese Information angeblich ausgedruckt im Briefkasten gefunden. Das Verteilungsgebiet ist aber viel zu klein. 13 Adressen im grün umrandeten Bereich sind zu wenig. Sind die Anwohner in der Schubartstraße nicht betroffen oder die Anwohner in der Kernerstraße oberhalb der Hausnummern 6 und 11?

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Dann erreichte uns gestern am 22. Februar eine neue Mitteilung, wieder per elektronischer Post.

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Wir erwarten, dass es jetzt erstens zu unserer Informationsveranstaltung kommt, auf der kompetente Ansprechpartner kompetente Antworten geben können. Es darf nicht wieder so laufen wie zuletzt mehrfach im Bezirksbeirat, als solche Aussagen kamen wie „Das weiß ich jetzt nicht, das nehme ich mit“ und dann kam nie wieder eine Rückmeldung. Bis heute fehlen die von uns geforderten Gutachten bezüglich der Unbedenklichkeit des Abpumpens von Grundwasser am Ameisenberg.

Die Informationspolitik ist unter aller Sau, eine Verteilung per Flugblatt an unmittelbar Betroffene und eine zufällige Verteilung per Mundpropaganda und über Freunde ist zu wenig.

Auf Druck der Anwohner des Kernerviertels, auf unseren Druck hin und unsere Demo am Kernerplatz wurde das Landesamt für Geologie zur 7.Planänderung angehört. Das Landesamt hat außerdem von der DB ein umfassendes geotechnisches Gutachten einfordert. Wo ist dieses Gutachten? Ist die Unbedenklichkeit sichergestellt?

Siehe http://www.geologie21.de/assets/files/pdf/11%20RP%20Freiburg%20-%20LGRB.pdf und http://www.geologie21.de/archiv-geologie21/stellungnahme-landesamt-geologie-stuttgart-21.html

Soweit ich mich recht erinnere ist die 7. Planänderung bisher immer noch nicht genehmigt. Wieso muss man dann jetzt so massiv und so schnell die Rohre verlegen und Proberammungen machen? Soll die Bahn doch erst einmal ihre Hausaufgaben machen, die Finanzierung klären, die Gutachten beibringen und alle offenen Fragen klären. Frau Kienzle muss sich dafür einsetzen, dass die Anwohner der Wohnviertel nicht unter dieser Machtdemonstration zerrieben werden. Was ist wichtiger, dass gebaut wird (egal ob sich nachher herausstellt, dass alles umsonst war) oder dass wir hier in einem angenehmen Klima leben können?
Bisher sind alle Bauarbeiten in mehr oder weniger unbewohntem Gebiet abgelaufen. Jetzt geht es in die Wohnviertel. Rohre kann man ja noch ertragen, obwohl diese schon ein echter Augenkrampf sind. Aber Proberammungen? Was soll das? Werden morgen die Tunnel gebohrt oder woher kommt diese Eile?

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3 Antworten zu “Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden

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