Feinstaub in der U-Bahn


Dass Feinstaub auf vielbefahrenen Kreuzungen und in von Autostraßen dominierten Städten ein Problem ist, ist inzwischen vielen Bundesbürgern bekannt. in Stuttgart wird das Problem noch dadurch verstärkt, dass die geografische Lage im Talkessel den Luftaustausch behindert.

Deshalb weichen viele Bürger, die sich Gedanken über die Luftverschmutzung machen, auf die Straßen- und S-Bahnen aus. Aber dies könnte zu einem noch weitaus größeren Problem werden.

Die griechische Wissenschaftlerin Vasiliki Assimakopoulos von der Universität Athen hat in einer Studie festgestellt, dass die Feinstaubbelastung in den unterirdischen Stationen um das zwei- bis fünffache über den Werten oben auf der Straße liegt. Verursacht werden die Stäube durch den Metallabrieb der Radreifen auf den Schienen und den Bremsen der Züge. Außerdem trägt die oft unzureichende Lüftung in den Stationen und Tunneln dazu bei, dass der Staub nur um so besser verteilt wird. Eigentlich sollte die Lüftung den Dreck absaugen. Auch in den Wagen ist die Belastung hoch, denn durch die Lüftung der Wagen wird die schlechte Luft nach innen gesaugt und im Wagen verteilt. Lediglich Wagen mit moderner Klimaanlage seien weniger belastet. Aber im Prinzip erzeugt jedes Fahrzeug Feinstaub, egal ob alt oder neu.

Zusätzlich kommt hinzu, dass die CO2-Belastung in den Wagen mit der Zahl der Fahrgäste stark ansteigt, was zur Folge hat, dass man schläfrig wird. Das verschwindet aber wieder sobald man aussteigt – im Gegensatz zu dem Feinstaub, der auf Dauer zu einer Gesundheitsgefahr für das Gefäß- und Herz-Kreislaufsystem werden kann.

Darauf weist der Wiener Kurier hin.

Auch die Bild-Redaktion in Stuttgart hat an mehreren Stellen Feinstaub gemessen, unter anderem am Neckartor (146µg / m³) aber auch in den unterirdischen Tunneln der Haltestelle Hauptbahnhof und dort 172 µg pro Kubikmeter Luft gemessen.Das Problem ist auch hierbei, dass nichts unternommen wird um den Feinstaub einzudämmen und dass die unterschiedlichen, beteiligten Stellen sich den schwarzen Peter gegenseitig zuschieben. Dabei gäbe es Techniken, den Feinstaub in den Tunneln einzudämmen. Abluftanlagen mit Filtern, Wassersprühanlagen für Weichen und Schienen, moderne Klimaanlagen und effiziente Belüftung. Aber wie so oft scheitert es an Kompetenzen und vor allem am Geld. Auch der moderne neue Hauptbahnhof wird dieses Problem sogar noch verstärken, denn durch seine Schräglage müssen die bergab-fahrenden Züge besonders stark bremsen und die bergauf-fahrenden Züge stark beschleunigen und Sand streuen, damit die Reifen nicht durchdrehen. Das wird die Staubbelastung im Schräg-Halbtiefbahnhof erheblich steigern und die weiße Wandfarbe sehr schnell in ein schmieriges fleckiges Grau verwandeln wie hier in der Gegenüberstellung von Klaus Gebhard angedeutet.

Eingehauster_Ingenhoven_-_Gegenueberstellung

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