Gemeindefest der Friedenskirche #2


Die evangelische Friedenskirche am Friedensplatz hat heute ihr Gemeindefest gefeiert und wir von der BI Neckartor haben auf Bitten der Umweltgruppe der Friedensgemeinde den Schaukasten neu gestaltet. Hier das Ergebnis

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Die Informationen im Einzelnen:

Ursachen:

Hier eine Übersicht der Straßen in Stuttgart aus dem Jahr 2010, die mehr als 35 PM10-Überschreitungstage im Jahr haben, also ebenso wie das Neckartor ein hohes Feinstaubaufkommen haben. Und an vielen dieser Straßen wohnen und arbeiten Menschen (Quelle dieser Grafik: Stadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie aus einem Vortrag, gehalten von Dr. Reuter am 24.10.2011 im Bezirksbeirat Mitte. Grafik wurde von uns ergänzt mit den markanten Straßen).

29Eine für das Jahr 2015 aktualisierte Grafik findet sich hier.

Auswahl_013Fazit dieser Grafik: Neckartor ist überall an viel befahrenen Straßen. Aber es wird nur am Neckartor gemessen, deswegen hat diese Kreuzung traurige Berühmheit erlangt.

Woher kommt dieser Feinstaub? Am Neckartor im wesentlichen vom Verkehr: 37% sind Aufwirbelungen und Abrieb der Reifen und der Bremsen, 24% Abgase aus Diesel- und Benzinfahrzeugen und zu 4% von sonstigen Quellen. 2% entfallen auf Industrie und Gewerbe (am Neckartor sind kaum Firmen angesiedelt) und5% entfallen auf Hauskamine und Heizungen. 29% macht der Hintergrund aus, das sind vor allem natürliche Quellen aus aufgewirbeltem Sand und pflanzliche Pollen.

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Wirkung:

Allein in Deutschland sterben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich 75000 Menschen frühzeitig an den Folgen der Feinstaubbelastung. Der Feinstaub befindet sich in unserer Atemluft und dringt daher tief in unsere Lungen ein. Herz- Kreislauferkrankungen und Herzinfarkt sind die Folgen. Astmatiker leiden an stärkeren Symptomen.

Fazit: Weniger Luftverschmutzung und weniger Lärm = Mehr Lebensqualität

Wirksame Gegenmaßnahmen:

  • Einhaltung der Eu-Grenzwerte durch Umweltzonen, Durchfahrverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen (die Reduzierung auf 40 km/h auf der Hohenheimer Straße scheint Wirkung zu zeigen, die Belastung an Stickoxiden ist zurückgegangen, zumindest zeigen das die Messwerte. Dieses Jahr bis Mitte Juni 7 Überschreitungen über 200 µg, 2012 196 Überschreitungen).
  • ÖPNV zur unschlagbaren Mobilitäts-Alternative ausbauen – sie ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart nach dem zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.
  • Rückbau von Straßen zu Gunsten von Fahrrad- und Fußgängerverkehr.
  • Erhalt uns Ausbau von Frischluftschneisen, Parks und Grünflächen
  • Verzicht auf den Bau des Rosensteintunnels, denn diese Maßnahme führt zu 20.000 Autos mehr pro Tag am Neckartor!
  • Vermeidung unnötiger Transporte

Leider ist bisher wenig bis garnichts zu erkennen, diese Maßnahmen umzusetzen. Stattdessen werden große Einkaufszentren gebaut, die nur noch mehr Verkehr anziehen, es werden wenig sinnvolle Umbauten an den bestehenden Straßenbahn und S-Bahnnetzen getätigt, das Geld fehlt für sinnvolle Maßnahmen.

Diese Informationen können Sie zusammengefasst hier unter dem Titel Feinstaub herunterladen und weiterverteilen.

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