S wie zu spät


Die S-Bahn ist so unpünktlich wie noch nie. In der Hauptverkehrszeit fahren nur 3 von 4 Zügen pünktlich (das heißt, sie fahren mit Verspätungen von weniger als 3 Minuten). Die meisten Verspätungen, nämlich 92,5%, sind bis 6 Minuten.

Die erfreuliche Nachricht ist aber auch, dass noch nie so viele Fahrgäste wie zur Zeit mit der S-Bahn, nämlich 4,2% oder 13.000 mehr am Tag oder insgesamt 390.000 Fahrgäste am Tag fuhren, trotz der massiven Verspätungen.

Der Regionalverbund VRS, der die Züge bei der Regionalverkehrstochter der Bahn bestellt, hat eigentlich bisher Strafzahlungen vereinbart, wenn Züge unpünktlich sind. Wegen S21 sind diese zur Zeit ausgesetzt.

Deswegen ist die Forderung des VRS zur Zahlung von 1 Mio. Euro wahrscheinlich nur sinnbildlich zu verstehen. Denn ohne Vertragsgrundlage wird die Bahn nicht zahlen müssen.

Prekär ist, dass S21 jetzt genau den von den Parkschützern vorgesagten Staubsaugereffekt ausübt und Investitionen in den Regionalverkehr verhindert. Obwohl der Regionalverkehr eigentlich wie eine Lizenz zum Gelddrucken ist (siehe Kommentar unten), denn die Einnahmen, die durch die Bestellungen der Regionalverbände und der Länder entstehen fließen sicher und sind planbar (solange die Verträge Gültigkeit haben). Die Einnahmen aus dem Fernverkehr sind dagegen weniger stetig.

Der Artikel in der StZ und der Kommentar zur S-Bahn.

Die Seite zum S-Bahn-Chaos.

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