Kuhn und der Bürger


Interview zu der Gemeinderatswahl

OB Kuhn spricht unter anderem auch Feinstaub an, zieht hier aber die falschen Schlüsse. Wieso an viel befahrenen Straßen zuerst die Heizungen saniert werden sollen bleibt offen. Die Erkenntnis, dass Reduzierung des Verkehrs

enorm

viel bringt ist da, aber er zieht die Konsequenz aus dieser Erkenntnis nicht.

Dann beruft er sich im Verkehr unter anderem auch wieder auf seine 20% weniger, die aber inzwischen zu einem 20% weniger Verkehr mit konventionell angetriebenen Fahrzeugen geschrumpft sind. Elektrofahrzeuge haben auch Bremsen und Reifen und da der emitierte Feinstaub eines Fahrzeuges zu etwa 2/3 auf Reifenabrieb und aufgewirbeltem Bodenstaub besteht kommt er mit Elektrofahrzeugen definitiv nicht von den hohen Feinstaubwerten herunter. Nur echte Reduzierung des Verkehrs kann hier helfen.

30

Paris verhängt Fahrverbote.

Ein Fahrverbot kann man nur machen, wenn gar nichts anderes mehr hilft.

Sicher, solang man immer irgendwas macht, und sei es Kleber auf die Straße zu spritzen, solang muss man keine Fahrverbote verhängen. Und der Bürger ist dann in der Pflicht zu beweisen, dass der Kleber nicht hilft. Solange man irgendwas macht wird es auch keine Strafzahlungen an die EU geben.

Auch beim Thema S-Bahn und Stadtbahn liegen die richtigen Erkenntnisse vor. Aber auch hier wird nur an kleinen Schrauben gedreht anstatt das Übel an der Wurzel zu packen. Viele Probleme wie S21, das Milaneo, das Gerber, die Feinstaubproblematik und so weiter hat er von seinen Vorgängern geerbt und muss sie jetzt ausbaden. Ihn dafür zu schelten ist falsch. Aber die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen, in Sachen S21 kann ich nichts mehr machen, die Bevölkerung wollte das so, also wird jetzt die Stadtbahn unterbrochen, ist auch nicht richtig. Sich auf Volksabstimmung, beschlossene Verträge und die ominöse Projektförderpflicht zu berufen ist ein aus der Verantwortung gegenüber unserer Welt stehlen. Die Konsequenzen kennt er, sie sind nicht da, aber er kann ja nichts dafür. So einfach ist das aber eben nicht. Wenn man etwas erreichen will, dann muss man auch zupacken und ungeliebte Entscheidungen treffen. Entscheidungen tun immer irgendjemand weh.

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Eine Antwort zu “Kuhn und der Bürger

  1. Pingback: Urbanität geht nicht, wenn zuwenig Rücksicht genommen wird | Neckartor Bürgerinitiative

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