Kommentar zur aktuellen Feinstaubdiskussion


Die Feinstaubrüge der EU-Kommission ist raus und verursacht eine hitzige Debatte in den Medien.
Die BI Neckartor hat dazu zusammen mit dem BUND, dem Kreisverband Stuttgart des VCD und dem KUS eine Presseerklärung veröffentlicht. Wir fordern darin gemeinsam die Umsetzung wirksamer Maßnahmen wie die Reduzierung des Verkehrs und werden dabei auch von Experten und Fachleuten unterstützt:

[…] – um auch nur in die Nähe des Grenzwerts zu kommen, müsste laut Experten der Verkehr an dieser neuralgischen Stelle [BI Neckartor: gemeint ist hier das Neckartor] halbiert werden. Quelle

OB Kuhn versucht dagegen die Erwartungen zu dämpfen, das Problem sei nicht von heute auf morgen zu lösen.

In den Kommentaren zu den verknüpften Artikeln (hier Artikel 1, Artikel 2, Artikel 3, Kommentar) der Stuttgarter Medien fordern viele Bürger jetzt neue Straßen (Nord-Ost-Umfahrung ist genannt), den Ausbau der A8 und A81 auf doppelte Breite (heute 6 bis 8 spurig!) und die Untertunnelung der Bundesstraßen im Talkessel inklusive neuer Neckarbrücke.
Dass dabei auch S21 in Frage gestellt wird weil hier Milliarden an Steuergeldern gebunden sind, ist zwar gut. Aber das eine Bauprojekt in Frage zu stellen und mit dem anderen Bauprojekt ersetzen zu wollen, geht an der Sache vorbei und verkennt die Zusammenhänge! Neue Straßen sind kein Allheilmittel gegen Feinstaub!

Im Gegenteil, auch hier werden für fragwürdige Projekte Steuergelder gebunden, die sogar mehr Verkehr und damit mehr Feinstaub erzeugen.

Darüber hinaus geht die Diskussion nicht weit genug und setzt an der falschen Stelle an.

  1. neben Feinstaub sind auch Stickoxide, Kohlenmon- und -dioxid und Lärm ein Problem des Verkehrs.
  2. Neue Straßen zu fordern akzeptiert die derzeitige Situation als gegeben. Dabei sollte man erst einmal darüber nachdenken, was man der Situation ändern kann bevor man diese als unveränderbar akzeptiert.

Weiteres Vorgehen: Die Stadt bzw. das Regierungspräsidium müssen bis Ende Januar auf die Rüge antworten und erklären, welche Maßnahmen sie ergreifen wollen um die Grenzwerte zukünftig zu erfüllen. Diese Antwort gilt es jetzt abzuwarten.

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3 Antworten zu “Kommentar zur aktuellen Feinstaubdiskussion

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