Stuttgart ist ein Fahrrad-Desaster!


Gestern wurde auf der Montagsdemo eine Rede zu den verkehrstechnischen Auswirkungen der S21-Baustellen gehalten. Allerdings nicht zu den Auswirkungen auf den Auto-, Bus- oder Stadtbahnverkehr, das hatten wir alles schon. Diesmal ging es um das Fahrrad. Fahrradtechnisch ist S21 ein Desaster.

  1. Der Neckartalradweg wurde und wird weiterhin immer wieder für S21-Baustellen unterbrochen, Umleitungen über Ober- und Untertürkheim sind nicht annähernd so komfortabel zu fahren wie der Neckartalradweg. Dabei wurde der Neckartalradweg gerade erst vom ADFC mit 4 Sternen für vorbildliche Radwege ausgezeichnet.
  2. Der Tallängsweg ist jetzt ebenfalls unterbrochen. Der Steg über die Baugrube wird jetzt von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzt. Als noch keine Baustelle im Park war, verteilten die Fußgänger und Radfahrer sich auf zwei breite Wege und die große Wiese, jetzt muss sich alles auf einem schmalen Steg konzentrieren, Konflikte sind vorprogrammiert.
  3. Die S21-Baustellen und die weiteren Baustellen in der Urbanstraße verhindern derzeit einen Kontakt des Kernerviertels zur Innenstadt. Der Weg über den Steg der Paul-Löbe-Staffel führt derzeit durch Baustellen, wie die Wegeführung nach Eröffnung der Nesenbachdüker-Baustelle am Königin-Katharina-Stift sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Weg über die Schützenstaffel ist so gut wie unterbrochen, da der Gang durch die Haltestelle Staatsgalerie nicht mehr möglich ist. Lediglich der Gang über den Überweg an der Paul-Löbe-Staffel ist noch möglich. Der Weg über das Neckartor ist bedingt schlecht, siehe 2. Ulrichstraße und der Weg in Fortsetzung der Archivstraße sind beide unterbrochen für den Abriss der Tiefgarage der Landesbibliothek. Als einzige Alternative bleiben Eugensstraße und Operntunnel oder Charlottenplatz.
  4. Ähnliches gilt für die Wohngebiete im Kaisemer und Vordernbergstraße. Der Kontakt zur Innenstadt ist gestört durch die Baustellen für S21, für das Milaneo, in der Kriegsbergstraße (inzwischen schon weiter Richtung Herdweg gezogen) und durch die Einschränkungen für Fußgänger auf dem Kulturplatz und in der Klettpassage.
  5. Darüber hinaus wurden auf der Demo (siehe oben) noch die S21-unabhängigen Themen Tübinger Straße und das Stopp-Schild angesprochen
  6. und die Nähterstraße, die eine Alternative zum Neckartalradweg und zur viel befahrenen Ulmer Straße darstellt. Die Nähterstraße wurde erst vor kurzem neu asphaltiert, Streit gibt es aber weiterhin um die Parkplätze in der Nähterstraße. Die Anwohner und die Gartenbesitzer aus der Umgebung beanspruchen diese für sich, die Mitarbeiter der Firmen auf der Ulmerstraße benutzen die Nähterstraße aber seit langem als Parkplatz während der Arbeitszeit. Dementsprechend hoch ist hier auch der Durchgangsverkehr.

Fahrräder sind in Baustellenbereichen überhaupt nicht vorgesehen. Für Fußgänger wird in der Regel noch eine Umleitung eingerichtet, meistens wird dafür eine Fahrspur geopfert. Aber für Radfahrer wird keine Umleitung eingerichtet, sie dürfen sich im Baustellenbereich auf der normalen Fahrspur zwischen den Autos einreihen, auch wenn die Fahrbahn vor der Baustelle eigentlich einen eigenen abgetrennten Fahrradweg oder Fahrradstreifen hatte.

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