Symbolische Hausbesetzung


Wir berichteten bereits Anfang 2014 über den Leerstand in der Haussmannstraße, das ehemaligen Haus des paritätischen Wohlfahrtsverbandes steht immer noch und ist bis jetzt nicht abgerissen worden.

Das ist auf der einen Seite natürlich gut, da so Dreck, Staub und Lärm der Baustelle, die eine Belästigung für die Nachbarschaft darstellen würden, bisher nicht aufgetreten sind. Andererseits zeigt es, wie hier mit Immobilien spekuliert wird. Egal ob sich der Investor das Projekt plötzlich nicht mehr leisten kann oder will und bis jetzt keinen Nachfolger gefunden hat oder ob der Investor einfach den günstigsten Zeitpunkt abwartet um sein Immobilienprojekt auf den Markt zu werfen, auf die Baugenehmigung wartet oder was auch immer – diese Immobilie stellt einen Wert dar und diesen Wert versucht man heraus zu kitzeln. Anstatt das bestehende Haus zu sanieren und nach kurzer Umbauphase dem Markt wieder zuzuführen wird es abgerissen und neu aufgebaut. Da es auf gleicher Straße in unmittelbarer Nähe bereits ähnliche Projekte gab, ist davon auszugehen, dass hier Wohnraum in mittlerer oder sogar höherer Preisklasse geschaffen werden wird.

Um auf diesen Leerstand – immerhin bereits über 20 Monate – aufmerksam zu machen, hat es deshalb eine symbolische Hausbesetzung gegeben.

Bei CAMS21 gibt es ein Video und einen Bericht dazu, direkt zum Video von EastEndPeterP hier, weiteres Video von Martin Storz mit einem Kommentar von Stadtrat Tom Adler hier, TV-Bericht vom SWR hier und Artikel vom Stuttgarter Tagblatt, veröffentlicht auf Facebook.

Antwort eines/r Mitarbeiter/in der Stadtverwaltung auf Anfrage eines/r Bürger/in:

Hallo Frau …, die Stadt teilt die Ansicht von Stadtrat Adler [Anmerkung BI Neckartor: Siehe oben im Video von Martin Storz] nicht. Das Gebäude in der Hausmannstraße war ein Büro. In Büros kann und darf man nicht wohnen. Jetzt hat es eine Wohnungsbaugesellschaft gekauft, die Wohnungen erstellen möchte und gerade im Verfahren der Baugenehmigung ist. Es ist definitiv kein Spekulationsobjekt. – Team Fritz Kuhn

(Quelle ist nicht gesichert, wurde auf Facebook veröffentlicht)

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Eine Antwort zu “Symbolische Hausbesetzung

  1. Kommentar von Britta, der uns erreicht hat:
    Die Stadt hat eine Pressemitteilung zum Vorwurf der Bietigheimer Wohnbau veröffentlicht, sie hätte den Bau verzögert:

    http://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/578147?

    Wahrscheinlich die absurdeste Pressemitteilung seit Fritz Kuhn bekannt gegeben hat, dass in dem Investoren-Tatort alles frei erfunden war…

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