Fahrverbote retten Leben– Autoflut stoppen – Jetzt!


Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 sind Gift für Mensch und Umwelt.

Nach einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus dem Jahr 2014, sterben jährlich sieben Millionen Menschen infolge der weltweiten Luftverschmutzung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen
http://www.who.int/phe/health_topics/outdoorair/databases/en/

Das Kraftfahrbundesamt hat über Jahre die Erinnerung „an ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle ignoriert und dadurch die fortgesetzte Vergiftung unserer Innenstädte mit hochgiftigen Dieselabgasen behördlich abgesegnet“ (Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe).

Die Luftverschmutzung in Deutschland liegt im europäischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch deutlich über den WHO-Richtlinien. Dabei ist Stuttgart trauriger Spitzenreiter unter Deutschlands Städten. Die verbindlichen EU-Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen werden in Stuttgart und in der gesamten Region unzulässig oft und massiv
überschritten.

Nach Aussage von Experten (z.B. Dr. Reuter, dem Leiter der Abteilung für Stadtklimatologie beim Stuttgarter Amt für Umweltschutz) ist die Einhaltung der Grenzwerte nur möglich, wenn der Verkehr auf den viel befahrenen Straßen unserer Stadt um die Hälfte reduziert wird. Da helfen weder Feinstaubkleber, Moos-Wand, noch Appelle an freiwillige Verhaltensänderung. Im Überschreitungsfall hilft nur ein Fahrverbot. Das gibt die Gesetzeslage heute schon her (§ 45 Abs. 1 StVO).

Das Rückgrat der Verkehrswende sind der Fußverkehr, das Fahrrad, sind Busse und Bahnen. Der MIV (motorisierte Individualverkehr) hingegen gefährdet unsere Gesundheit und ruiniert die Umwelt. Trotzdem wird dieses nicht wirklich zukunftstaugliche Segment der Fortbewegungsmittel mit Inbrunst gepäppelt. Gleichzeitig wird eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in vielfältiger Weise behindert.

Der VW-Abgasskandal dokumentiert zuallererst eine vorsätzliche, massenhafte Körperverletzung mit Todesfolge. Begangen durch das Topmanagement einer deutschen Vorzeigeindustrie. Gedeckt durch verantwortungslose Spitzenpolitiker unseres Staates.

Der öffentliche Raum braucht Bäume statt Blechlawinen! Keine Autobahnen im Herzen der Stadt!

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative Neckartor auf zu einer Demo mit Kundgebung, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr. Treffpunkt ist der Marienplatz um 13 Uhr. Nach der Kundgebung geht es von dort auf der B 14 über das Verkehrsministerium zum Rathaus. Zu Fuß (kürzere Route) oder mit dem Fahrrad (über Neckartor). Mit Kunst und Musik.

Reden werden:

Jürgen Resch – Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Dr. Angelika Linckh – Ärztin
Peter Pipiorke – Naturfreunde Radgruppe

Flugblatt zum selbst ausdrucken und verteilen: Demoflyer 2015

Aktualisierung 27.10.2015: ACHTUNG! Das Ordnungsamt hat den Marktplatz als Ort der Abschlußkundgebung nicht zugelassen (wg. Aufbau Weihnachtsmarkt). Wir werden jetzt über Pierre-Pfimlin-Platz zum Rotebühlplatz ziehen, auf dem dann die Abschlußkundgebung stattfinden wird. Das Flugblatt wird deswegen noch einmal überarbeitet. Die finale Version wird dann wieder hier eingestellt.

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3 Antworten zu “Fahrverbote retten Leben– Autoflut stoppen – Jetzt!

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