Für den Erhalt und die Sanierung des Wohngebäudes Klingenstr.101-105


Das ist ein Gastbeitrag der Mieterinitiative Stuttgart-Ost.

Der Bau- und Wohnungsverein will unnötigerweise ein substanziell gutes Wohngebäude in der Klingenstr.101-105 abreißen und durch einen Neubau ersetzen.

So sahen die Häuser in der Klingenstraße um 1900 herum aus.

So sahen die Häuser in der Klingenstraße um 1900 herum aus.

Die beiden blauen Häuser sind bereits saniert.

Die beiden blauen Häuser sind bereits saniert.

Das grüne Haus links ist nicht saniert worden, es ist aber vom gleichen Baujahr wie die blauen Häuser rechts. Das grüne Haus wurde vor wenigen Tagen für eine Rettungsübung der Feuerwehr unter Wasser gesetzt und wird jetzt abgerissen. Die Fenster und die Innenausstattung wurden bereits entfernt.

Das grüne Haus links ist nicht saniert worden, es ist aber vom gleichen Baujahr wie die blauen Häuser rechts. Das grüne Haus wurde vor wenigen Tagen für eine Rettungsübung der Feuerwehr unter Wasser gesetzt und wird jetzt abgerissen. Die Fenster und die Innenausstattung wurden bereits entfernt.

Er begründete das Abrissvorhaben ursprünglich mit schlechter Bausubstanz. Dieses Argument konnten die Mieterinitiativen Stuttgart durch ein in Auftrag gegebenes Gutachten bereits widerlegen. Die anderen Gebäude des Ensembles aus dem gleichen Baujahr wurden vom Bau- und Wohnungsverein bereits vorbildlich saniert.

Das Gutachten zum Gebäude finden Sie unter:

http://www.mieterinitiativen-stuttgart.de/content/G13-004_Bauzustandsbericht_2014-04-06.pdf

Da die Mieterinitiativen in Stuttgart über die gute Bausubstanz aufgeklärt haben, und der Bau- und Wohnungsverein in Erklärungsnot geriet, hat er wohl sein ursprüngliches Konzept einer Bebauung mit Mietwohnungen fallen gelassen. Nun möchte er sich in der Öffentlichkeit mit einem positiven und sozialen Image präsentieren um den Abriss zu legitimieren. Er will am Standort zukünftig ein Wohnheim mit 78 Wohneinheiten errichten und dieses an ein Sozialunternehmen vermieten. Das Sozialunternehmen betreut migrantische Azubis und vermietet die Zimmer an diese.

Die Zimmer werden voraussichtlich zu Tagespauschalen von 20,00-24,00 Euro vermietet.

Ein 20 m² Zimmer würde im Monat (30 Tage) so zwischen 600,00 und 720,00 Euro kosten.

Hier kassiert in erster Linie der Bau- und Wohnungsverein. Durch den größeren Neubau kann er viel mehr Quadratmeter als bisher zu einem weit höheren Preis vermieten. Durch die Vermietung an ein Sozialunternehmen hat er 25 Jahre gesicherte Mieteinnahmen für das komplette Gebäude.

Hinzu kommt, dass die Klingenstraße als Sanierungsgebiet ausgewiesen ist. Das hat zur Konsequenz, dass sich der Bau- und Wohnungsverein die Kosten für den Abriss der gut erhaltenen Wohnungen von staatlicher Seite erstatten lassen kann.

Bei diesem Projekt geht es in erster Linie um wirtschaftliche Interessen!

Bisher sind die Mieten im alten Gebäude sehr günstig. Durch den Abriss geht dieser günstige Wohnraum verloren. So wird eine Gruppe gegen die andere ausgespielt (finanzschwache Menschen gegen migrantische Menschen, die neu in Stuttgart ankommen).

Wie wirkt sich der Neubau auf den Mietspeigel und somit auf uns alle aus?

Ein besonderes Gschmäckle:

Der stellvertretende Bezirksvorsteher von Stuttgart-Ost, Thomas Schneider-Graf (Bezirksbeirat und Sprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen) verteidigt den Abriss der Wohnungen und ist gleichzeitig beauftragter Architekt des Neubaus.

Wir fordern den Erhalt und die Sanierung bzw. Instandhaltung des Gebäudes zu günstigen Mieten.

Für diese Forderung haben wir innerhalb kurzer Zeit über 500 Unterschriften gesammelt.

Mieterinitiativen-Stuttgart

Leerstandsmelder-Stuttgart

Mieter-Treff-Stuttgart

Bezirksbeiratsfraktion SÖS / LINKE / PluS Stuttgart-Ost

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