Der Erhalt der Trauerweide wurde überhaupt niemals geprüft


Es geht der Bahn gar nicht darum, hier einen Baum zu fällen. Es ist ein Zeichen an uns und die Aktionäre der Bahn, sprich die Politik (da die Bahn im Staatsbesitz ist).
Der Abriss des Nordflügels, der Abriss des Südflügels, die Fällung der Bäume für das GWM, die Zerstörung vom H7, die blauen Rohre, all das waren Geschehnisse, die zu dem damaligen Zeitpunkt (noch) nicht notwendig waren.
Beispiel Rohre: Die blauen Rohre mussten verlegt werden um die Baustelle (=das Herrschaftsgebiet der Bahn) abzustecken. Die Rohre wurden danach monatelang nicht benutzt. Teilweise wird jetzt immer noch an den Rohren herumgebastelt, Sensoren werden eingebaut, Steuerkabel verlegt etc.

Hölscher hat sich auch nie wirklich Mühe gegeben, die Rohre zügig zu verlegen. Man hat vielmehr herumgetrödelt und mal hier, mal da gearbeitet.
Nach den zwei Brandanschlägen auf die Rohre und nachdem der LKW in der Jägerstraße die Brücke umgefahren hat war man schnell und hat alles pikobello repariert. Aber sonst ist der Aufbau der Anlage eher schleppend voran gekommen.

Der Erhalt der Trauerweide wurde niemals geprüft. Sie stand immer zur Disposition, da das Fällen planfestgestellt ist.

Das erkennt man schon an der Wortwahl: „….Zum einen hätte die Gründung des Krans….“ wäre die Entscheidung nicht schon lange „gefällt“ gewesen, müßte folgendes zu schreiben sein „…..Zum einen würde die Gründung des Krans…“ (Danke an Hustabonbon für diesen Hinweis auf die Bedeutung bzw. den Unterschied der kleinen Wörtchen „hätte“ und „würde“!

Die Position des Kranes kann also nicht entscheidend sein, denn die Ausleger können mit Meterstücken verlängert werden und als Gegengewicht für den längeren Hebelarm legt man einfach einen Betonklotz mehr auf den Fuß des Krans. Auch der Aufbau großer Stelzen aus Doppel-T-Trägern ist möglich um den Kran über den Baum zu stellen. Die Position kann also nicht entscheidend sein. Der Baum könnte durchaus erhalten werden. Und selbst wenn die Position tatsächlich entscheidend sein sollte, große Bauelemente können durch die kleine Zufahrtstraße und über den provisorischen Bahnübergang an der Kremser Straße eh nicht angeliefert werden. Das wird eher von der anderen Seite geschehen, über Tunnel- und Siemensstraße.

Es geht hier stattdessen um ein Zeichen. Das Projekt geht voran, das Projekt kann nicht aufgehalten werden, das Projekt hat keine Probleme, zumindest nicht solche, die sich nicht lösen lassen. Das geht an die Aktionäre und an uns.

Aber auch für uns ist dieser Baum natürlich ein Symbol. Ein Symbol des Widerstands, ein Symbol für alle anderen gefällten Bäume. Deshalb gilt es ihn zu erhalten.

Und das gilt es darzustellen. Das Fällen dieses Baums ist eine Machtdemonstration. Die Bahn kann das und sie macht das, das ist die Aussage.

Weitergehende Infos:
Schäferweltweit

BAA
Parkschützerforum

Aktualisierung 5.12.2015: Da der Baum am Donnerstag morgen gefällt wurde, bleibt nun die Frage, wie es weiter geht. Feuerbach rechnet mit massiven Einschnitten am Bahnhof. Die Sperrung der Hauptpassage unter dem Bahnhof hindurch ist bereits vor einem Jahr erfolgt. Es sollen aber umfangreiche Bauarbeiten am Wendekreis (Bushaltestelle und Taxistand) erfolgen, dazu müssen diese beiden verlegt, auch der Wendekreis wird verlegt. Mit weiteren Baumfällungen (Mitte Fahrbahn und seitlich am Bahndamm) muss also gerechnet werden.

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Eine Antwort zu “Der Erhalt der Trauerweide wurde überhaupt niemals geprüft

  1. Pingback: Radfahrer im Baustellenhorror | Neckartor Bürgerinitiative

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