Feinstaubalarm 2


Diese PM wurde an die StZ, die StN und die Cannstatter Zeitung verschickt.

Pressemitteilung zum Thema Feinstaub
Nachdem für den Samstag, 23. Januar der „Feinstaubalarm“ aufgehoben wurde und die Feinstaubbelastungen am Neckartor über das Wochenende unter den Grenzwert gefallen sind, lag der Tagesmittelwert am Montag, 25. Januar, mit 68 μg/m PM10 schon wieder über dem Grenzwert von 50 μg/m PM10, ohne dass zuvor ein „Feinstaubalarm“ ausgelöst wurde. Die meteorologischen Bedingungen waren viel zu unsicher, den „Feinstaubalarm“ bereits am Freitag aufzuheben, zumal die Feinstaubbelastung noch weit in den Samstag hinein hoch war und erst durch aufkommenden Wind und leichten Regen im Laufe des Samstags sank. Es ist uns völlig unverständlich, wie man einen Alarm aufheben kann, ohne sicher zu sein, dass die Messwerte weiter unter den Grenzwert bleiben. Dies konnte man erst am Sonntag sicher beurteilen, weil der Feinstaubgrenzwert auf dem Tagesmittelwert beruht. Zu diesem Zeitpunkt war aber bereits meteorologisch absehbar, dass die Gefahr weiterer Grenzwertüberschreitungen mindestens bis heute besteht.

Zusätzlich wird für heute, Dienstag, gemeldet, dass die Stickoxidbelastung im Kurzzeitwert in der Hohenheimer Straße mit 208 μg/m über dem Grenzwert von 200 μg/m liegt. Dies war während der gesamten Zeit des Alarms nicht der Fall.

Wie die unterzeichnenden Umweltverbände schon im Vorfeld ausgeführt haben, zeigt sich, dass sowohl die Methode zur Auslösung des Feinstaubalarms, nämlich alleine auf meteorologische Kriterien zu setzen, als auch die Aufforderung, freiwillig das Auto stehen zu lassen, nicht geeignet
sind, die Grenzwerte bei der Feinstaubbelastung einzuhalten. Nach wie vor werden auch die Grenzwerte bei den Stickoxidbelastungen an vielen Straßenabschnitten überschritten und die Zielwerte zur Minderung von Kfz-Verkehr (minus 20 %) und Minderung der CO2-Belastung verfehlt.
Fazit der Umweltverbände: Das Konzept zur Luftreinhaltung der Landesregierung und der Stadt Stuttgart ist schon vor Ende des ersten Monats im Jahr 2016 grandios gescheitert.

Die Umweltverbände fordern jetzt ein schnelles und konsequentes Handeln von Stadt und Land, um die Kfz-Verkehrsbelastung in der Stadt dauerhaft und deutlich zu senken, insbesondere:

  • Tagesaktuelle Messungen der Luftbelastung an allen wichtigen Messstellen und Veröffentlichung der Werte
  • Verbindliche Fahrverbote bei Überschreitung der Grenzwerte
  • Zufahrtsbeschränkungen über die IVLZ [Anmerkung: Integrierte Verkehrsleitzentrale] in die Stuttgarter Innenstadt
  • Rückbau der Fahrbahnen an den Hauptverkehrsstraßen zugunsten von Fahrspuren für neu eingesetzte Schnellbusse aus dem Umland
  • Keine neuen Zufahrtsstraßen nach Stuttgart und kein Ausbau der B 27, der A 8, der B 10 und der A 81
  • Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bei Bahn und Bussen anstatt Rückbau, Vernachlässigung und Behinderung durch Stuttgart 21

Siehe dazu auch weitergehende Informationen:

Unsere Forderungen vom 29.12.2014
Die Rede von Matthias von Herrmann auf der 304. Montagsdemo zum Thema Kollaps des S-Bahn und Stadtbahnverkehrs unter den Baumaßnahmen für S21 und die Rede von Christoph Ozasek auf der 301. Montagsdemo zum Thema Verkehrskonzept für die Region.

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Eine Antwort zu “Feinstaubalarm 2

  1. Pingback: Die Werte gehen rauf und runter | Neckartor Bürgerinitiative

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