Ein Radwegkonzept, dass nicht funktioniert


Die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg wollen den Radverkehr stärken. Das funktioniert aber nicht immer auf Anhieb. So wie beispielsweise im Schloßgarten. Für viel Geld hat man bereits vor einigen Jahren an den Einfahrten zum unteren Schloßgarten Grünbrücke, Kreuzung Salucci-Allee und Mendelsohn-Bartholdy-Allee Fahrbahnmarkierungen aufgemalt, die jetzt vor kurzem noch einmal nachgemalt wurden. Auf dem nachfolgenden Bild von der Grünbrücke sieht man im Vordergrund die neue, im Hintergrund die alte Markierung.

dsc01209Die Radfahrer sollen die Mendelsohn-Bartholdy-Allee benutzen, die Fußgänger den Weg entlang des sanierten Abenteuerspielplatzes beim Spielehaus.

Auf dem gesamten Stück von der Grünbrücke bis zum Schwanenplatz sind immer wieder Markierungen auf dem Weg, die die jeweiligen Parteien daran erinnern sollen, auf welchem Weg sie sich befinden bzw. wo der richtige Weg entlang läuft.

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Aus der Gegenrichtung werden die Radfahrer aus dem Rosensteinpark an der Kreuzung Salucci-Allee und Mendelsohn-Bartholdy-Allee auf die Mendelsohn-Bartholdy-Allee abgeleitet und beim See/ Grillplatz hat man sogar eine neue Wegeverbindung gebaut und damit wertvollen Boden für immer zerstört und verdichtet. Mit dieser Verbindung sollen die Radfahrer, die von Bad-Cannstatt oder vom Villa-Berg-Park kommend in den Schloßgarten einfahren auf die Mendelsohn-Bartholdy-Allee geleitet werden. dsc01204

dsc01201Dieser neue Weg kreuzt den bestehenden Fußweg, der zur Mendelsohn-Bartholdy-Allee führt

An der Ableitung auf diesen neuen Weg zeigt sich sogar etwas kurioses: die Schilder passen nicht zu den Fahrbahnmarkierungen.

dsc01205Liegt es daran, dass immer noch so viele Radfahrer den eigentlich den Fußgängern vorbehaltenen Weg entlang am Spielehaus benutzen?

dsc01197 dsc01196Wenn man sich die Mendelsohn-Bartholdy-Allee anguckt, dann muss man feststellen, dass auch andersherum viele Fußgänger und vor allem Jogger die Allee benutzen, obwohl das eigentlich der Radweg ist.

dsc01208 dsc01202Wieso hier so eine Vermischung stattfindet, kann nicht festgestellt werden. Es liegt auch nicht daran, dass die Bilder sonntags bei schönem Wetter aufgenommen wurden. Morgens in der Woche ist die Situation ähnlich, da benützen viele Jogger die Allee und Radfahrer den Weg am Spielehaus. Und auch sonst ist diese Vermischung alltäglich. Vielleicht liegt es daran, dass auch Fußgänger im Schatten der Platanen in der Mendelsohn-Bartholdy-Allee gehen wollen oder Radfahrer die Verbindung nach Stuttgart-Ost über den Heinrich-Baumann-Steg benutzen wollen. Auf jeden Fall muss man feststellen, dass das Wegekonzept überhaupt nicht funktioniert, und das liegt vielleicht daran, dass dieses Konzept am Schreibtisch geplant wurde. Wir haben ja zwei Wege durch den Park, da kann man ja Radfahrer und Fußgänger ganz leicht von einander trennen.

Auch auf der anderen Seite im mittleren Schloßgarten kann man diese Situation feststellen. Fußgänger und Radfahrer müssen die Brücke gemeinsam nutzen, danach werden sie wieder getrennt.

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Hier die Markierung für die Radfahrer, die von der Wolframstraße kommend in den Schloßgarten einfahren.

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Weiter unten an der Haltestelle Neckartor überschneiden sich wieder die Wege zwischen Fußgänger und Radfahrer. Die Radfahrer sollten eigentlich den neuen Weg zwischen Lusthausruine und dem neuen Innenministerium benutzen, aber dieser Weg ist seit neuestem asphaltiert und sowohl für Fußgänger als auch Radfahrer freigegeben. Das liegt wahrscheinlich an dem neuen Wegekonzept durch die S21-Baustelle mittlerer Schloßgarten. Von der Haltestelle Staatsgalerie kommend werden die Fußgänger umgeleitet und gelangen erst auf Höhe des Wullestegs in den Schloßgarten. Der weitere Umweg, den Weg vor der Lusthausruine zu benutzen wäre ihnen wohl nicht vermittelbar gewesen, also wurde auch der Weg zwischen Lusthausruine und Innenministerium (die alte Ulmenallee) für Fußgänger freigegeben. Daraus resultiert diese komische Fahrbahnmarkierung:

dsc01213Und an der Haltestelle Staatsgalerie zeigt sich eine ganz besonders komische Beschilderung.

dsc01217Das rechte Schild am Tor wurde mit rotem Band zugeklebt. Das Linke ist noch gültig, widerspricht also dem rechten Schild. Und das ganz linke Schild, dass in Richtung Haltestelle Neckartor zeigt, steht wahrscheinlich falsch herum. Denn nach rechts geht es zum Hauptbahnhof, aber nicht zum Neckartor.

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