Feuerbach III


Wir berichteten bereits in Teil II und Teil l über die schlechte Radverkehrsinfrastruktur auf der Hauptradroute 6 in Feuerbach. Und in diesem Artikel berichteten wir über die Radwege an der Baustelle Roserareal. Die untere Baustelle (gegenüber der Pöchlarner Straße) ist inzwischen fast vollständig beendet und aufgeräumt. Lediglich an der Ecke Gernotstraße wird noch ein Haus gebaut und dort ist der Gehweg noch gesperrt. Leider ist festzustellen, dass die Baustelle(n) nicht als Gelegenheit genutzt wurden, die schlechte Radwegeinfrastruktur wenigstens ein bisschen zu verbessern. Der Radweg auf der Stuttgarter Straße ist bis zur Ecke Dornbirner Straße stadteinwärts gut ausgebaut als räumlich vom Gehweg und der Fahrbahn getrennter breiter Radweg. Er ist aber leider beidseitig befahrbar, was gerade an der Ausfahrt des Baumarktes (Roser-Areal) immer wieder zu Konflikten führt, da hier die Autofahrer nicht nach Rechts gucken.

Hier endet der Radweg und entweder fährt man jetzt auf der Fahrbahn weiter, was aufgrund des hohen LKW-Aufkommens auf der B295 / Stuttgarter Straße nicht gerade angenehm ist. Oder man fährt rechts auf dem Gehweg weiter (vor Baustellenbeginn stand hier ein Schild, dass den Gehweg für Radfahrer freigegeben hat, dieses wurde entfernt und durch eine Umleitung über die Kremser Straße und den gegenüber liegenden Gehweg ersetzt, vermutlich wird das in den nächsten Tagen wieder so hergestellt, da die Baustelle beendet ist und der Gehweg in der Weiterführung bereits für den Radverkehr wieder freigegeben ist [siehe nächste Bilder]).

Dieser Gehweg ist allerdings eng, das Gebäude rechts beherbergt ein Altenwohnheim und mehrere Ausgänge führen direkt auf den Gehweg. Wie oben auf dem Bild zu sehen ist, hätte man mit wenig Aufwand die Parkplätze und die Litfaßsäule entfernen können, um den bestehenden Radweg weiterzuführen, die Bäume hätten dann die Fußgänger aus dem Wohnheim geschützt. Dies wurde nicht gemacht. Lediglich die letzten drei Parkplätze wurden entfernt um dem Verkehr auf der Stuttgarter Straße den Einblick in die nachfolgende Ein- und Ausfahrt zu ermöglichen.

Ab dieser Ausfahrt ist der Gehweg wieder freigegeben.

Diese Ausfahrt ist – ähnlich wie die Baumarkt-Ausfahrt – wieder sehr weit und breit und bietet damit wieder Konfliktpotential. Gerade wenn der LKW vom Drogeriemarkt aus- oder einfährt und aufgrund von Stau (was hier in Feuerbach oft der Fall ist) stehen bleiben muss, ist der Gehweg blockiert.

Hier stand früher das Kühlhaus Krempel (Bildquelle: Christoph Köster; ein Bild vom intakten Gebäude wurde nicht gefunden ist hier bei Google Street View zu sehen, die deutliche Überbreite der Fahrspuren ist auf diesem Bild sehr gut zu erkennen). Aus dieser Zeit stammt noch die um ca. einen halben Meter nach rechts verschwenkte Bordsteinkante (weiße Linie zur Verdeutlichung hinzugefügt; im Hintergrund kann man die „richtige“ Fahrbahnkante anhand der Autos erkennen).

Wenn die Stadt hier die Gehwegkante wieder in die Flucht gestellt hätte, dann wäre der Gehweg an dieser Stelle ca. 2,50 Meter breit anstatt 2,00 Meter (wir haben nachgemessen). Ob das für einen Geh- und Radweg ausreicht, wissen wir nicht, aber 2,50 Meter wäre bei einem freigegeben Gehweg zumindest besser als 2,00 Meter. Natürlich könnte man auch einen Schutzstreifen auf die Fahrbahn malen, macht aber keinen Sinn, da vorne und hinten der Anschluß fehlt. Und ab der Gernotstraße ist der Gehweg eh wieder freigegeben bis zur Haltestelle Pragsattel hoch (ca. 1 Km lang).

Fazit: OB Kuhn hat versprochen, den Radverkehr zu verbessern. Aber wenn man schon einmal die Gelegenheit hat, irgendwo zu bauen, weil dort eh alles neu gemacht wird, wieso packt man dann nicht gleich auch den Radweg an?

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Eine Antwort zu “Feuerbach III

  1. Hallo !

    Bezüglich fehlender Bilder des Kühlhauses Krempel Feuerbach.
    Nach Krempel benutzte die Firma Ullrich noch einen Teil der Gebäude, siehe:

    https://www.google.de/maps/@48.8119923,9.1688894,3a,75y,139.58h,98.73t/data=!3m6!1e1!3m4!1su0nKwNpWcWvBj0QORxZlYQ!2e0!7i13312!8i6656

    Hier kann man noch gut die alte Bebauung erkennen.

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