Schlagwort-Archive: 30 km/h

Wie gravierend ist das Stickoxid-Problem?


Die deutsche Umwelthilfe hat im Stuttgarter Talkessel Messungen gemacht, um damit ihre Klage gegen die Stadt Stuttgart zu untermauern. Sie hat am Hauptbahnhof, an der Römer-Schule, am Stöckach vor dem Zeppelingymnasium, vor dem Kindergarten der Lukasgemeinde in der Schwarenbergstraße und vor dem Katharinenhospital gemessen. Dabei sind vor allem die Busse der SSB (bis zu 1200 Mikrogramm bei einem älteren Modell) auffällig gewesen und Personen-KFZ der neueren Baureihen bekannter Hersteller (der Artikel nennt Opel mit bis zu 400 Mikrogramm in Fahrt, 1000 Mikrogramm beim Anfahren).

Die Wirkung von Stickoxiden ist hier beschrieben. Weiterlesen

Mehr Platz bedeutet normal viel Platz


30km/h innerorts


Antrag 49/2015 der Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS zum Thema 30km/h innerorts:

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat im Juli 2014 auf der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats gesagt: „Wir brauchen gute Mobilität in der Stadt, aus wirtschaftlichen und auch aus vielen anderen Gründen. Deswegen müssen wir Staus, Stress, Überfüllung der Stadt verhindern. Wir müssen also neue Mobilität durchsetzen mit viel öffentlichem Verkehr. Und wir haben uns daran gemacht in den letzten fünf Jahren, dies einzuleiten. Das ist eine Aufgabe, an der wir nicht vorbeikommen, sie gemeinsam zu lösen. Ich will darauf aufmerksam machen, dass damit verbunden ist auch die Bekämpfung des Feinstaubs. Es geht nicht, dass wir in bestimmten Vierteln der Stadt, entlang bestimmter Straßen der Stadt so hohe Feinstaubwerte haben, dass die Grenzwerte überschritten sind und Gesundheitsgefährdung in diesen Gegenden entsteht. Deswegen ist die Aufgabenstellung dieses Gemeinderats in den nächsten fünf Jahren, geeignete Maßnahmen nicht nur zu erörtern, sondern auch zu beschließen und umzusetzen, die Feinstaubbelastung zu reduzieren.“ Weiterlesen

Die vernünftigen Stuttgarter Autofahrer


Das ist jetzt rein subjektiv und nicht durch Messungen belegt. Bestätigungen anderer Anwohner gibt es aber viele!

Stuttgarter Autofahrer scheinen außerdem an Nackensteife, Farbblindheit und an einschlafendem Gasfuß zu leiden. Weiterlesen

Noch 10 Wochen für 30Km/h


Tempo-30 greift um sich! Immer mehr Städte richten flächendeckende Tempo-30-Zonen ein. Eisleben hat jetzt Tempo 30 in der Innenstadt, Winterberg bekommt es in der Kernstadt,  Türkheim wohl auch, und Immendingen-Hintschingen, Kandel, Würzburg, Hofgeismar, Paris auf 1/3 des Straßennetzes, London auf den Nebenstraßen innerhalb des Autobahnrings, …

Trotz dieser Erfolgsmeldungen bleibt nur noch wenig Zeit, die europäische Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative für 30km/h endet bald.

Hier können Sie direkt unterschreiben oder drucken Sie die Listen aus und sammeln Sie selbst bei den Nachbarn

Weitere Infos: http://www.tempo-30-in-unseren-staedten.de/

Hier erklärt Gisela Splett aus dem Verkehrsministerium BW, warum die Umsetzung von flächendeckenden Tempo-30-Zonen (inkl. der Durchgangsstraßen) trotzdem noch schwierig genug ist. In Wohngebieten sind demnach Geschwindigkeitsbeschränkungen einfach umzusetzen. Das regeln die Kommunen mit den Verkehrsbehörden selbst, ohne Beteiligung des Verkehrsministeriums. Auf Durchgangsstraßen können Geschwindigkeitsbeschränkungen dagegen nur schwer umgesetzt werden, es müssen besondere Voraussetzungen erfüllt werden, wenn besipielsweise Gefahrensituationen drohen oder der Lärmschutz beeinträchtigt ist.

Ich muss hier nur eben was…!


Dies ist die Fortsetzung von unserem
Artikel „Ich war nur mal eben kurz…!“.

Zugegeben, der Lieferverkehr hat es nicht leicht. Von Autofahrern (die sich das Motto des Artikels Artikel „Ich war nur mal eben kurz…!“ sehr zu Herzen genommen haben) zugeparkte Ladezonen, zugeparkte Einfahrten von Geschäften und auch sonst keine Möglichkeit in zweiten Reihe zu halten. Aber das berechtigt nicht dazu den Gehweg/ Radweg zuzuparken!

Hier einige Beispiele.
Untertürkheim:
foto-0183.jpg Ein LKW parkt in der Einfahrt und steht mit der Kante hintere Stoßstange auf der Kante des Bürgersteigs. Fussgänger müssen hier auf die Fahrbahn bzw. den Fahrradschutzstreifen treten um den LKW zu umrunden. Der zweite wartende Fahrer dahinter steht halb auf dem Bürgersteig und voll auf dem Fahrradschutzstreifen. Der dritte wartende LKW steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ebenfalls halb auf dem Gehweg und halb auf der Fahrbahn. Der Markt, vor dem diese LKW warten hat übrigens auf der anderen Seite einen großen LKW-Parkplatz für drei oder vier LKW, der zu dem Zeitpunkt der Aufnahmen leer war!

Rosensteintor:
foto-0176.jpg Dieses Fahrzeug einer Reinigungsfirma stand in den vergangenen Wochen mehrfach auf der Fahrbahn auf dem Ampelüberweg Rosensteintor. Der Fahrer füllte mehrere Minuten lang seinen Wassertank an einem Hydranten der genau auf dem Überweg installiert wurde und bei Nichtbenutzung mit einem ebenerdigen Deckel abgedeckt ist.

Pragsattel:
foto-0174.jpg Baustellenfahrzeug steht außerhalb der Absperrung auf dem Gehweg der an dieser Stelle auch von Radfahrern benutzt werden darf.

Weiteres Beispiel (extern) von der Holz-/ Hauptstätterstraße: Artikel „Wirtschaftsverkehr“. Der erste LKW parkt widrigerweise links auf dem Gehweg oder PKW-Parkplatz, der zweite dahinter lädt auf dem Radweg (mittig im Bild) aus und der dritte fährt gerade aus der Ausfahrt aus, der vierte steht auf dem Gehweg.

Hier werden irgendwelche dubiosen Arbeits- oder Lieferaufträge hergenommen um das Parken/ Halten auf Geh- und Radwegen zu entschuldigen. Zum Verständnis: Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass auf dem Geh- oder Radweg gearbeitet wird, wenn dies offiziell genehmigt wurde und eine entsprechend sichere Umleitung eingerichtet ist. Wenn ein Handwerker eines Telekommunikationsunternehmens an einen Schaltkasten muss oder der lokale Energieversorger an die Gasdruckminderungsanlage heran muss, dann brauchen diese Arbeiter auch Werkzeug. Deshalb ist es verständlich, dass der Wagen in unmittelbarer Nähe geparkt wird. Gleiches gilt für die Reinigungsfirmen, die die Gebäude der Haltestellen des ÖPNV reinigen müssen oder für die Firmen, die Plakatwände neu gestalten. Das Auto in x-hundert Metern abzustellen wäre zwar richtig und vernünftig, aber der Schlauch des Hochdruckreinigers oder das Kabel des Stromerzeugers reicht nicht so weit und außerdem ist Zeit Geld. Das berichtigt aber nicht dazu, den Geh- Radweg zuzuparken oder das Auto auf Grünflächen abzustellen.

Es gibt zuwenig Kurzparkplätze und Ladezonen in der Innenstadt und die wenigen, die es gibt werden kaum überwacht und von normalen PKW-Fahrern als willkommener, kostenloser Parkplatz benutzt. Und das Einrichten einer Umleitung mit Schildern oder nur das Absperren einer Arbeitsstelle kostet wertvolle Zeit und wer hat die heute noch?

Deshalb sollten mehr Kurzzeitparkplätze und Ladezonen in der Innenstadt eingerichtet werden. Weiterhin sollten an Stellen, an denen es oft zu Arbeitseinsätzen kommt (ÖPNV-Haltestellen, Gasdruckminderanlagen, Starkstromumspannanlagen, große Schaltkästen, Hydrantenanlagen, Altglasbehälter, Postfilialen und weiteren Gebäuden) mindestens ein oder je nach Bedarf besser mehrere, für Dienstleistungsfirmen und Handwerker reservierte Bedarfsparkplätze eingerichtet werden. Und diese müssen natürlich auch überwacht werden! Falschparker sind zu sanktionieren.

Sollte dann doch einmal das Parken/ Halten auf Geh- und Radwegen erforderlich sein ist dies beim Ordnungsamt zu beantragen, die Arbeitsstelle inkl. Fahrzeug muss mit mehreren Schildern oder Rot-weißen Hütchen gesichert werden und ist nach Verlassen zu reinigen. Ansonsten ist das Fahrzeug wie jedes andere Fahrzeug auf offiziellen Parkplätzen abzustellen. Zuwiderhandlungen sind zu sanktionieren. Denn es kann nicht sein, dass der Geh-/ Radweg als kostenloser Parkplatz benutzt wird, auch nicht durch Handwerker oder Dienstleister!

Die IHK hat zu diesem Thema ein Konzept entwickelt, dass auch neue Verkehrsformen wie Transport mit Fahrrädern und Elektrofahrzeugen vorsieht. Wir meinen: lobenswert, wenn dies denn auch so umgesetzt wird. Verkehrswirtschaft – Innenstadtlogistik mit Zukunft – Maßnahmen für einen funktionierenden Wirtschaftsverkehr in der Stadt Stuttgart

Europäische Bürgerinitiative „30km/h – macht die Straßen lebenswert!“


Das ist ein guter Tag! Wir, die Partner des EU-weiten Volksbegehrens „30 km/h – macht die Straßen lebenswert!“,  freuen uns über die Unterstützung durch das Europa-Parlament, das heute eine „Resolution zur Straßenverkehrssicherheit“ verabschiedet hat. Darin verlangt es von der EU-Kommission eine Studie über Wohngebiete, die eine flächenhaft Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingeführt haben, und die Wirkungen dieser Tempolimits auf die Reduzierung von Unfällen mit Toten und Schwerverletzten. Ein absolut wichtiger Schritt, mit dem das Parlament dokumentiert, dass es die Untätigkeit der EU-Kommission beendet sehen möchte. Weiterlesen hier.

Hier können Sie direkt unterschreiben oder drucken Sie die Listen aus und sammeln Sie selbst bei den Nachbarn

http://de.30kmh.eu/

Weitere Infos: http://www.tempo-30-in-unseren-staedten.de/