Schlagwort-Archive: Aktionsbündnis

Ahnungslos


Die letzte Tariferhöhung und Fahrplanwechsel im VVS sind nur wenige Wochen her, aber wussten Sie, dass es in Kürze einen weiteren Fahrplanwechsel geben wird? Nein? Fragen Sie doch mal morgen im Bus oder in der Bahn Ihren Sitznachbarn oder Ihre Sitznachbarin, ob sie weiß, dass die U1, U2 und U4 ab Mai nicht mehr den gewohnten Linienweg fahren werden.

Sie werden erstaunt sein, wie wenig die Fahrgäste der SSB über diese Änderung wissen. Die SSB bzw. der VVS gehen nämlich nicht gerade offensiv mit diesen Änderung an die Fahrgäste heran. In den Bahnen und an den Haltestellen wird man nach diesen Informationen vergeblich suchen. Auf der Internet-Seite des VVS und der SSB findet man sie dann zwar, aber Aushänge in den Bahnen, an den Stationen oder gar Personal, dass über diese Änderung informiert, findet man nicht. Vielleicht ist der Grund, dass man diese Änderung nicht allzu sehr an die große Glocke hängen will. Ist sie doch in S21 bedingt. Der Nesenbachdüker muss in – entgegen der ersten Planung – offener Bauweise verlegt werden und die Anschlusstunnel zur neuen Haltestelle Staatsgalerie werden gebaut. Dazu werden die Stadtbahntunnel zwischen Neckartor und Charlottenplatz bzw. zwischen Neckartor und Hauptbahnhof für 18 bzw. 24 Monate unterbrochen.

Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen ist eine Petition gestartet worden auf die wir hier aufmerksam machen wollen.

Neue Kampagne, vorherige Kampagne, Petition.

Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro | schaeferweltweit.de


Mindestens 9,8 Milliarden Euro würde das Projekt „Stuttgart 21“ kosten, wenn es – frühestens im Jahre 2024 – einmal fertig wäre. Dies sagt der renommierte Verkehrsberater Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten voraus. Zusätzliche Risiken und weitere Verzögerungen könnten diese Summe allerdings noch erhöhen.

Bereits im Jahre 2008 hatte die Vieregg-Rößler GmbH im Auftrag des BUND Baden-Württemberg und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat der Stadt Stuttgart für S 21 ein Kostenvolumen von mindestens 6,8 Milliarden Euro prognostiziert. Ihre damals von Bahn und Politik vehement bestrittenen Zahlen haben sich inzwischen voll bestätigt.

Weil die Bahn ihre ursprünglichen Bau- und Zeitpläne – etwa beim Grundwassermanagement, beim Brandschutz und beim Filderabschnitt – wegen gravierender Mängel korrigieren musste, haben das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Schutzgemeinschaft Filder die Vieregg-Rößler GmbH im November 2015 mit einer erneuten Kostenprognose beauftragt. Deren Ergebnis wurde nun während einer Pressekonferenz am 16. Dezember in Berlin vorgestellt.

Demnach wird die Mitte der Bauzeit voraussichtlich erst zum Ende des Jahres 2018 und nicht – wie noch vor sieben Jahren ermittelt – schon im laufenden Jahr 2015 erreicht. Um mehr als 900 Millionen Euro teurer wird dem Gutachten zufolge allein das Bauwerk des Tiefbahnhofs. Hinzu kämen spürbar steigende Kosten auf den Fildern, vor allem für den Brandschutz im Flughafenbahnhof und für dessen Anbindung an die Neubaustrecke Ulm-Stuttgart. Zusätzliche Kosten verursache auch das „Dritte Gleis“, also der um einen eingleisigen Bahnhof für die Gäubahn erweiterte Filderabschnitt.

via Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro | schaeferweltweit.de.

Siehe auch StZ

aus aktuellem Anlass: Montagsdemo vom Hbf ins Kernerviertel


Aus aktuellem Anlaß wird die nächste Montagsdemo am 20. Januar in das Kernerviertel gehen und dort am Urbansplatz mit einer Kundgebung geben. Das Haus Schützenstraße 4 – von dem aus man auf den Urbansplatz blicken kann – hat sich nach einer neuen Meldung der StN bereits um 9 Millimeter abgesenkt. Bisher war immer nur von 5 Millimetern die Rede gewesen (Artikel vom 16. Dezember 2013 der StN).

„Die Befürchtung der Bewohner des Kernerviertels wird gerade Realität: Schon nach den ersten wenigen Metern Tunnel ist das erste Haus durch die S21-Tunnelarbeiten beschädigt, vermutlich sogar schlimmer als von den langjährigen Kritikern befürchtet“,

sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer.

„Die Bahn gefährdet offensichtlich die Sicherheit der Häuser und Menschen in Stuttgart und die Stadt Stuttgart tut nichts, um ihre Bewohner und deren Zuhause zu schützen. Dies nehmen wir zum Anlass, mit der nächsten Montagsdemo ins Kernerviertel zu ziehen und dort die Kundgebung abzuhalten. Die Montagsdemo ist kein Selbstzweck, sondern legt Montag für Montag den Finger in die S21-Wunde. Baubürgermeister Hahn muss für die Sicherheit der Menschen im Kernerviertel sorgen! Und die Stadt darf sich nicht länger an diesem gefährlichen Unterfangen namens S21 beteiligen, darf dem verantwortungslosen Treiben der Bahn nicht länger als ‚Projektpartner‘ stillschweigend zusehen: Da die Stadt offensichtlich nicht durchsetzen kann, dass die Bahn ihren Pflichten verantwortlich und vertragsgemäß nachkommt, muss sie die bestehenden Kündigungsrechte nutzen und die S21-Verträge kündigen.“

Soweit Matthias von Herrmann.

Die geologischen Verhältnisse im Stuttgarter Talkessel sind sehr kompliziert, das ist seit Langem bekannt, das wurde in vielen Fachartikeln veröffentlicht, in der Schlichtung diskutiert, bei der Montagsdemo oft vorgetragen – nur Stadt und Land haben letztlich doch auf das oft geforderte geotechnische Gutachten für das Kernerviertel verzichtet. Nun wird es ernst, die Voraussagen der Experten treffen ein, sowohl, was die geologischen Probleme beim Nesenbach-Düker angeht, als auch die geologischen Probleme im Kernerviertel.

Quelle: BAA

Siehe auch den Terminhinweis zur Informationsveranstaltung S21: Tunnel unter meinem Haus! Grundbucheintrag? Entschädigung? Haftung? der Grünen und der Netzwerke 21 am 17.01.2014, 19:00 Uhr im großen Sitzungssaal, Rathaus Stuttgart Mitte, Marktplatz 1.

Informationen zur Stuttgarter Geologie erhalten Sie auch auf der Seite Geologie 21.

Pressekonferenz des AB gegen S21 zum Stadtbahn-Chaos


Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Fraktionsgemeinschaft SÖS/LINKE luden am Mittwoch, den 11. Dezember zu einer Pressekonferenz ein.

Themen:

Jetzt auch die SSB?
Nach der Ankündigung von Sperrungen auf zentralen Stadtbahnverbindungen droht auch die SSB in den Strudel der S21-Probleme zu geraten. Informationen von Dipl.-Ing. Hans Heydemann, Ingenieure 22: Stadtbahn-Chaos-111213

Ein Jahr Offenbarungseid der Deutschen Bahn AG
Am 12. 12. 2012 räumte Bahnchef Grube die Sprengung des Kostendeckels ein. Die Betrugs- und Untreuevorwürfe sind weiter nicht aufgeklärt. Das laufende 3. Bürgerbegehren soll Klarheit schaffen. Hierzu:

  • Dr. Eisenhart von Loeper, Rechtsanwalt, Sprecher des Aktionsbündnisses
  • Dieter Reicherter, ehem. Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart
  • Die Eröffnung des Pressegesprächs hält Hannes Rockenbauch, Stadtrat SÖS

Video der Pressekonferenz.

Die Karte mit den beiden Bauabschnitten und den jeweiligen Sperrungen (eigene Bildmontage aus der Präsentation von Hr. Heydemann).

KarteDie wichtigsten Punkte aus der Pressekonferenz:

  • Dauer der Linien-Unterbrechungen sind nicht vorhersehbar, es
    könnte also auch Monate oder gar Jahre dauern!
  • Erhebliche Behinderungen und
    Einschränkungen des Stadtbahn-Betriebes!
  • Längere Fahrzeiten wegen der Umleitung.
  • Ausdünnung des Fahrplanes aller Linien.
  • Wichtige innerstädtische Haltestellen gar nicht
    mehr oder nur durch Umsteigen erreichbar!
  • Große Teile von Stuttgart-West werden von der
    Stadtbahn abgehängt.
  • Hölderlinplatz kann nicht angefahren werden.
  • Wasenlinie U11 kann nicht mehr verkehren.
  • Stadtbahn verliert Attraktivität und Fahrgäste.
  • Erhebliche Einnahme-Verluste für SSB!
  • Verlust-Ausgleich über Fahrpreis-Erhöhungen