Schlagwort-Archive: Ausstieg

geologische Risiken ausgeräumt?


Ursprünglich war das Rohrnetz zum Grundwassermanagement so geplant, dass über drei Stränge blauer Rohre im Kernerviertel Grundwasser in Brunnen gegeben wird um so den fehlenden Gegendruck durch das entnommene Wasser im Schloßpark auszugleichen. Weiterlesen

Advertisements

Stuttgart 21, SSB und Stadtverwaltung verschärfen das Stuttgarter Feinstaubproblem


Die in einem Talkessel gelegene Kernstadt von Stuttgart hat das größte Feinstaubproblem unter allen deutschen und möglicherweise auch europäischen Städten. Das Projekt Stuttgart 21 verschärft dieses Problem weiter. Auch die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und die Stuttgarter Stadtverwaltung schrauben durch falsche Weichenstellungen und ungeschicktes Agieren weiter an der Feinstaubproblematik.

Ein Beispiel unter vielen ist der ab Mai 2016 geltende neue Fahrplan bei der Stuttgarter Stadtbahn. Die SSB nennt diesen neuen Fahrplan, der als Folge der Stuttgart 21-Bauarbeiten massive Beeinträchtigungen im Stadtbahnverkehr der ersten Stammstrecke mit sich bringt, werbewirksam „Netz 2016“. Zu diesem Thema kommen wir gleich noch.

Sehen wir uns zunächst jedoch mal den Stadtbahnverkehr im Verlauf der ersten Stadtbahn-Stammstrecke Stöckach-Staatsgalerie an. Seit jeher wird diese Stammstrecke von fünf Stadtbahnlinien befahren (U1, U2, U4, U9, U14), jeweils im 10 Minuten-Takt. Es fährt dort somit durchschnittlich alle zwei Minuten ein Zug pro Fahrtrichtung. Während der Berufsverkehrszeiten sind diese Züge ziemlich voll. Man könnte sogar sagen, dass kaum ein zusätzlicher Fahrgast aufgenommen werden kann.
Weiterlesen auf S21-Irrtum.

Überraschung


Die Infooffensive macht erneut mit einem neuen Flugblatt auf die insgesamt fast vierjährige Unterbrechung zweier wichtiger Stadtbahnverbindungen im Stuttgarter Talkessel aufmerksam.

Weiterlesen

Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro | schaeferweltweit.de


Mindestens 9,8 Milliarden Euro würde das Projekt „Stuttgart 21“ kosten, wenn es – frühestens im Jahre 2024 – einmal fertig wäre. Dies sagt der renommierte Verkehrsberater Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten voraus. Zusätzliche Risiken und weitere Verzögerungen könnten diese Summe allerdings noch erhöhen.

Bereits im Jahre 2008 hatte die Vieregg-Rößler GmbH im Auftrag des BUND Baden-Württemberg und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat der Stadt Stuttgart für S 21 ein Kostenvolumen von mindestens 6,8 Milliarden Euro prognostiziert. Ihre damals von Bahn und Politik vehement bestrittenen Zahlen haben sich inzwischen voll bestätigt.

Weil die Bahn ihre ursprünglichen Bau- und Zeitpläne – etwa beim Grundwassermanagement, beim Brandschutz und beim Filderabschnitt – wegen gravierender Mängel korrigieren musste, haben das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Schutzgemeinschaft Filder die Vieregg-Rößler GmbH im November 2015 mit einer erneuten Kostenprognose beauftragt. Deren Ergebnis wurde nun während einer Pressekonferenz am 16. Dezember in Berlin vorgestellt.

Demnach wird die Mitte der Bauzeit voraussichtlich erst zum Ende des Jahres 2018 und nicht – wie noch vor sieben Jahren ermittelt – schon im laufenden Jahr 2015 erreicht. Um mehr als 900 Millionen Euro teurer wird dem Gutachten zufolge allein das Bauwerk des Tiefbahnhofs. Hinzu kämen spürbar steigende Kosten auf den Fildern, vor allem für den Brandschutz im Flughafenbahnhof und für dessen Anbindung an die Neubaustrecke Ulm-Stuttgart. Zusätzliche Kosten verursache auch das „Dritte Gleis“, also der um einen eingleisigen Bahnhof für die Gäubahn erweiterte Filderabschnitt.

via Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro | schaeferweltweit.de.

Siehe auch StZ

Wie war das noch mit dem Gullideckel?


„Man muss schon seinen Kopf in den Gully stecken, um von den Stuttgart 21-Bauarbeiten etwas mitzubekommen“. Hartmut Mehdorn im Jahr 2008, damals Bahn-Chef, in einem StZ-Interview.

„Von den meisten Tunnelbaumaßnahmen werden die Anlieger wenig belästigt.”
Aus der Broschüre „Das Projekt Stuttgart 21“ herausgegeben von der Deutschen Bahn, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Regionalverband aus dem Jahr 2006. Weiterlesen

Der Erhalt der Trauerweide wurde überhaupt niemals geprüft


Es geht der Bahn gar nicht darum, hier einen Baum zu fällen. Es ist ein Zeichen an uns und die Aktionäre der Bahn, sprich die Politik (da die Bahn im Staatsbesitz ist).
Der Abriss des Nordflügels, der Abriss des Südflügels, die Fällung der Bäume für das GWM, die Zerstörung vom H7, die blauen Rohre, all das waren Geschehnisse, die zu dem damaligen Zeitpunkt (noch) nicht notwendig waren.
Beispiel Rohre: Die blauen Rohre mussten verlegt werden um die Baustelle (=das Herrschaftsgebiet der Bahn) abzustecken. Die Rohre wurden danach monatelang nicht benutzt. Teilweise wird jetzt immer noch an den Rohren herumgebastelt, Sensoren werden eingebaut, Steuerkabel verlegt etc. Weiterlesen

Feinstaubwerte weiter hoch aufgrund von Baustellen


Die Feinstaubwerte gehen landesweit zurück, so das LUBW. Nur nicht in Stuttgart. Die erhöhten Anteile an Calcium, Magnesium und Aluminium deuten auf Baustellen-Staub hin. Das berichten die Badische Zeitung und andere Medien.

Dies widerspricht der Aussage, dass S21 vor allem unterirdisch gebaut wird.

von den 64 Überschreitungstagen in 2014 seien 14 Tage auf Baustellenstaub zurückzuführen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dass die Baustellen gut 25% zum gesamten Feinstaub-Aufkommen beitragen ist schon schlimm genug. Dass dann aber nicht dort angesetzt wird sondern beim Bürger, der seine Heizung sanieren und nur noch Elektro-Taxi fahren soll, ist schon starker Tobak.

Dass wir mit einem Ausstieg aus S21 sofort diese Menge an Feinstaub einsparen können, ist allerdings falsch. Aufgrund der Masse an bisher bewegter Erde und bisher zerstörter Infrastruktur würde uns S21 auch nach einem Ausstieg noch mehrere Jahre lang beschäftigen – von der dann ungeklärten Übernahme der Wiederaufbaukosten mal ganz abgesehen.

Trotzdem ist der Ausstieg weiterhin eine Option, die im Spiel bleibt. Denn abgesehen von etwa 7 Km Tunneln ist kaum etwas gebaut worden.