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Erneuter Kampf gegen den Nord-Ost-Ring


Vor ziemlich genau 22 Jahren hat sich die Argo Nord- Ost gegründet, mit dem Ziel Freiflächen zwischen dem Langen Feld und dem Schmiedener Feld zu erhalten. Herzlichen Glückwunsch dazu von der BI Neckartor.

Eigentlich ist der Nord-Ost-Ring begraben gewesen, so dachte man. Aber als Maßnahme zur Luftreinhaltung in Stuttgart wird der Nord-Ost-Ring jetzt wieder mit aller Kraft wiederbelebt. Darauf haben Joseph Michl Annemarie Raab auf einer Veranstaltung der Schutzgemeinschaft Krailenshalde, die mit der Arge Nord-Ost zusammen arbeitet, in der Zuffenhausener Zehntscheuer hingewiesen.

Joseph Michl wird zitiert:

der Druck, den die CDU Richtung Realisierung macht, ist ganz erheblich

Damit meint er unter anderem den Plan Vision Stuttgart 2030 der eine ganze Latte an Straßenneubauprojekten enthält.

Zum Verlauf der Umfahrung wird Joseph Michl weiter zitiert:

Das entspricht dem Standard einer Autobahn, auf 70 000 Fahrzeuge pro Tag berechnet.

und

Es geht um den Fernverkehr, um eine kreuzungsfreie Verbindung zwischen A81 und A7 für den Fernverkehr, mit der entsprechenden gesundheitlichen Belastung für die Bevölkerung.

Denn der Verlauf der Umfahrung würde die B27 mit der B14 direkt verbinden, im weiteren Verlauf der angebundenen Bundesstraßen wären die A81, A8 und auch die A7 zu erreichen. Feinstaub-, Stickoxid- und Lärmproblematik für Kornwestheim, Fellbach Öffingen und Schmiden und Waiblingen wären damit vorprogrammiert durch neuen induzierten Verkehr.

Zu neuerlicher Aufregung hat eine Äußerung der Fellbacher Bürgermeisterin Zull geführt, sie hatte gesagt, dass es einen Kabinettsbeschluss im Landtag zur Aufnahme der Planung des Nord-Ost-Rings gibt. Auch auf Nachfrage bestand das Fellbacher Rathaus auf dieser Äußerung, allerdings in abgeschwächter Form. Wahr ist aber, dass es keinen Beschluss zum Nord-Ost-Ring direkt gibt. Es gibt aber einen Beschluss zum Luftreinhalteplan Stuttgarts, der am 6. Mai  vorgestellt werden wird. Darin sind wohl auch solche Straßenbauprojekte wie die Nord-Ost-Umfahrung enthalten. Fellbach ist weiterhin gegen diese Pläne. Bleibt zu hoffen, dass Fellbach standhaft bleibt und nicht mit irgendwelchen Zugeständnissen „gekauft“ wird.

 

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Kommentar zum mittleren Ring


Dieser Kommentar bezieht sich unter anderem auf den vorherigen Beitrag, der von S21-Irrtum kopiert wurde und auf zwei weitere Beiträge vom 07. Jan. 2011 und 07. Dez. 2010 auf dem gleichen Blog S21-Irrtum. In all diesen Beiträgen geht es um den sogenannten Mittleren Ring, ein Straßenbauprojekt, das den Stuttgarter Talkessel vom Durchgangsverkehr entlasten soll. In der derzeitigen Feinstaubdiskussion sind die Pläne für den Mittleren Ring wieder aus den Schubladen gezogen worden, in denen sie seit Jahren verstauben. Weiterlesen

Keinen Plan B


Der Durchstoß der Werderstraße zur B14 Cannstatter Straße wird wahrscheinlich nicht gebaut. Das meldet aktuell die StZ. Die Stadt wollte die Verbindung ohne großes Planungsverfahren für etwa 500.000 Euro bauen und damit – so der Plan – die Anwohner an Neckarstraße und Villastraße entlasten. Die Werderstraße ist eine Entlastungsstrecke für B14 und B27, sie führt über Schwarenbergstraße und Plankstraße zur Geroksruh und dann weiter bis zum Fernsehturm, Degerloch bzw. Sillenbuch und Hohenheim. Dieser Ausbau – übrigens eine der Ausgleichsmaßnahmen, die von der SPD beantragt wurden und nach und nach hätten umgesetzt werden sollten – hätte zwar nur vergleichsweise wenigen Anwohnern genutzt, die beiden Ampelanlagen auf der Neckarstraße und Villastraße halten den Verkehr auf und sorgen damit für mehr Abgase, aber mit identischen Argumenten wurde nur wenige 100 Meter entfernt 2007 das Abbiegen von der Cannstatter Straße in die Heilmannstraße verboten (siehe unser Archiv). Dieser Ausbau der Werder Straße hätte dem Vorgehen, den Verkehr auf den Hauptachsen zu bündeln, widersprochen. Die Werderstraße für den Durchgangsverkehr zu schließen und diesen auf B14 und B27 zu verlegen wäre eine Fortsetzung der bisherigen Bautätigkeiten (Ausbau Friedrichswahl, Pragsattel, Rosenstein- und Leuzetunnel) mit dem Ziel einer Konzentration der Verkehrsströme auf den großen Achsen gewesen.

Das Regierungspräsidium sieht nun aufgrund der Feinstaubproblematik, dass hier ein vollständiges Planungsverfahren notwendig ist. Dadurch würde das kurze Stück Straße erheblich teurer werden. Noch-Baubürgermeister Hahn hat angekündigt, das Projekt könne damit nicht verwirklicht werden.

Was macht man nun mit dem bereits genehmigten Geld?

Die SPD Stuttgart-Ost möchte damit die Kreuzung Brendle (Ulmer und Wangener Straße) umbauen um so den Verkehr zur Gaisburger Brücke durch das Industriegebiet Brendle und nicht durch die Wohngebiete an der Wangener Straße zu leiten. Dieser Umbau ist aber um einiges teurer und als einzige Ausgleichsmaßnahme des Bauprojekts Rosensteintunnel bisher nicht finanziert.

Somit könnten gleich zwei Maßnahmen des Bauprojekts Rosensteintunnel unter Umständen (vorerst) nicht verwirklicht werden, die eine aufgrund der Feinstaubproblematik und einem damit verbundenen aufwendigen Planungsverfahren, dass sich aufgrund der Kürze der neuen Anbindung nicht lohnt und die andere wird aufgrund Geldmangels auf die lange Bank geschoben.

Feinstaub XXL


Die neuen Einkaufszentren Gerber und Milaneo kommen nicht aus den kritischen Zeitungsmeldungen heraus. Heute hat die StN einen Artikel veröffentlicht, der sich mit dem kritischen Pressestammtisch der Zeitung in der Echterdinger Zehntscheuer auseinander setzt. Weiterlesen