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Fahrrad schlägt PKW


Die deutsche Dienstwagenregelung lässt sich auch auf andere Fortbewegungsmittel übertragen. Einige Firmen im IT- oder BIO-Bereich haben es vorgemacht und ihren Mitarbeitern Leasing-Fahrräder anstatt hochgerüstete Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Lohnt sich das?

Auf jeden Fall! Wer in der Stadt wohnt und ca. 10 Kilometer bis zur Arbeitsstätte hat fährt mit dem Fahrrad am günstigsten. Ein Modellversuch in Schwerin hat ergeben, dass man im Stadtverkehr auf dieser Weglänge schneller als andere Verkehrsmittel unterwegs ist. Und das Fahrrad ist das kostengünstigste Verkehrsmittel.

„Den Arbeitgeber kosten die Räder definitiv kein Geld, im Gegenteil, er spart bei jedem Angestellten mit 3000-Euro-Bruttolohn, auf drei Jahre gesehen, Sozialabgaben in Höhe von 300 Euro.“ Viele Firmen geben einen Teil davon als Leasing-Zuschuss an ihre Belegschaft weiter.

Was sie dafür zurückbekommen? Mitarbeiter, die in drei von vier Fällen mit dem Rad zur Arbeit fahren statt, wie vorher, vor allem mit dem Auto. Auf Dauer, so sagen niederländische Studien, sind radelnde Mitarbeiter fitter und pro Jahr auch anderthalb Tage weniger krank. Außerdem sind Fahrrad und Pedelec sogar mit Abstand die schnellsten Verkehrsmittel, ergab ein Versuch in Schwerin, bei dem Berufspendler mit allen Fortbewegungsmitteln über 10 Tage gegeneinander antraten auf einer Strecke von 6,5 bis 8 Kilometern. Die billigsten Verkehrsmittel sind sie – inklusive Reparaturen und Strom – mit 0,07 bis 0,12 Euro pro Kilometer sowieso. Das Auto kommt vier- bis siebenmal so teuer.

Quelle: FAZ

Und wenn der Arbeitgeber das Fahrrad bezahlt und der Benutzer nur den geldwerten Vorteil versteuern muss, dann ist auch mal ein hochmodernes Statussymbol, ein Rennrad mit Ultraleichtrahmen aus Carbon drin, dass man sich sonst nicht leisten könnte.

Das schrieb schon vor 4 Jahren auch der Autor des Manager-Magazins: das neue Statussymbol Fahrrad oder der Westen: Warum Fahrradfahren schick ist. Siehe auch unseren Artikel zu Bycing (im Abschnitt Barcelona).

 

Es ginge auch anders – wenn man wollte


Fahrradverkehr in Stuttgart. Vom OB Kuhn nicht gerade gelobt, bezeichnete er doch unlängst den Bereich Bad Cannstatt als Todeszone für Radfahrer.

Aber was machen die anderen? Wie machen die es? Machen die es wirklich besser? Wenn man sich selbst als benachteiligt empfindet, dann schaut man ja gern sehnsüchtig auf andere, weil die es ja soooo viel besser haben. Also, schauen wir auf die anderen:

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