Schlagwort-Archive: Das Gerber

Der Krieg der Einkaufszentren Teil 13


Alle Teile der Serie können Sie hier lesen.

Lange war es ruhig um diese Serie. Es gibt derzeit allerdings wieder Anlass dazu sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das DoQu wurde zwischenzeitlich eröffnet und es gab auf Twitter und anderen Medien einiges an Aufregung wegen des Wegfalls der Hauptradroute 1 in der Münzstraße und der Verlegung eben dieser in die Holzstraße und der Ausfahrt der Tiefgarage in der Holzstraße. Weiterlesen

Advertisements

Shoppen rund um die Uhr


Anläßlich des aktuell immer öfter real praktizierten Shoppens rund um die Uhr (der verknüpfte Artikel ist Werbung!) erinnern wir noch einmal an die Serie Krieg der Einkaufszentren und fragen, ob wir überhaupt Einkaufszentren brauchen?

Siehe beispielsweise auch die Beiträge zu bundesdeutschen Einkaufszentren von Daniel Fuhrhop in seinem Blog auf Verbietet das Bauen.

15 Wahrheiten über das Parken


Bild Stuttgart hat dieser Tage 15 Wahrheiten über das Parken in Stuttgart veröffentlicht.

1. Die Stadtverwaltung bewirtschaftet 15 000 Stellplätze. Davon liegen 1300 im Stadtkern (City).

Weiterlesen

Solidarität und Boykott


Auszüge aus Volker Lösch’s Rede von  auf der letzten, der 250., Montagsdemo:

Erfolgreicher Widerstand hat also auch etwas mit Glaubensfragen zu tun. Und woran kann man in Stuttgart noch glauben, wem sollte man keinen Glauben mehr schenken?
Das Recht des Stärkeren wird hier derzeit im Rathaus beansprucht, und wer jemals an die Kritikfähigkeit des nicht mehr ganz so neuen OB Kuhn geglaubt hat, wird nun eines besseren belehrt. Kuhn, der noch im Wahlkampf den Stuttgarter Einkaufszentren-Bauwahn gegeißelt hat, ist inzwischen zum kritiklosen Investoren- paten mutiert. Anstatt Schaden von der Stadt abzu- wenden, lässt er sich von Konzernen ins Stammbuch diktieren:
– Statt für Alternativen gegen die Stadtzerstörung zu streiten, schwätzt er bei der „Gerber“-Eröffnung von „Wohnen und Arbeiten“, wohlwissend, das sich nur wenige Kaltmieten zwischen 13 und 17 Euro pro Quadradmeter leisten können.
– Statt zu schweigen, schwadroniert er lieber, dass die Stadt ein „elementares Interesse daran hätte, dass es dem Milaneo gut gehe“, und setzt somit die Interessen der Shopping-Mall-Vertreter mit denen der Bevölkerung gleich. Da hätte man auch Wolfgang Schuster im Amt belassen können, der hätte es nicht schöner formulieren können!
– Statt den BahnhofskritikerInnen angemessene Orte für ihren Protest zur Verfügung zu stellen, versucht er als Wortführer für Autofahrer und Konsumenten, den Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die Stadtzerstörung wehren wollen, ihren angestammten
Demonstrationsort zu verbieten.
– Statt den Bahnhof als den Schwachsinn zu benennen, der er ist (was Kuhn im Wahlkampf noch getan hat), versucht er geschickt, das Vokabular der Protest-bewegung zu nutzen, um einen Pseudofrieden zu arrangieren – Zitat Kuhn: „Ich hoffe darauf, dass sich auch Menschen, die den Tiefbahnhof kritisch sehen, an der Diskussion um die bestmögliche Nutzung der frei werdenden Flächen beteiligen“.
– Statt also den Durchmarsch der Investoren in Stutt- gart wenigstens zu erschweren oder zu behindern, lädt er zum „Bürgerdialog“ zur Bebauung des Rosenstein-quartiers auf dem Gleisvorfeld ein!

[…] Desweiteren ist ihre Behauptung, die Entwicklung des Rosensteinviertels könne ein Muster für die künftige Stadtentwicklung sein, an Ahnungslosigkeit oder Dreistigkeit, je nach Betrachtungsweise, kaum zu überbieten: es ist mit lediglich 37,7 Hektar bebaubarer
Fläche (zum Vergleich: die Stadt Stuttgart hat insgesamt 20.7000 Hektar!) ein isoliertes „Grüne-Wiese-Projekt“ – es ist ein Projekt ohne jede repräsentative Relevanz!
Denn solange das Bauen nur den Marktgesetzen unter- liegt, solange Boden lediglich Ware ist, solange Konzerne sich zusammenkaufen können was sie wollen, solange Autokonzerne hofiert werden, solange die Kuhn-Politik des Schweigens, des sich Raushaltens und des „unkritischen Begleitens“ politische Praxis in Stuttgart ist, solange kann dort, wo neu gebaut wird, eben nichts Urbanes wachsen, nichts Soziales entstehen,
nichts Neues entwickelt werden, sondern nur das, was die besten Renditen abwirft! Solange Kuhn den Kretschmann macht, bleibt alles beim ganz Alten!

[…] Lieber „OB Wendehals“, sie können den Ausverkauf der Stadt gerne alleine betreiben: wer so schnell vom kritischen Begleiter (im Geiste des Widerstands gegen den Bahnhof) – zum unkritischen Gleitmittel (in den Windungen des Verdauungstrakts) der Wirtschaft
mutiert, dem sei hiermit frei nach Adorno gesagt:
Ein richtiges Leben gibt es – auch in Stuttgart – im falschen nicht!

[…] – Es sollen noch noch mehr verkaufsoffene Sonntage stattfinden?
Kaufen wir an diesen Tagen nichts mehr ein! Boy- kottieren wir diese Konsumveranstaltungen!
– Die nächste Lohnsenkungsspirale für die MitarbeiterInnen bei Karstadt wird schon
angeschoben?
Unterstützen wir die Gewerkschaften, die gegen Lohn- abbau streiten, in ihrem Protest! Gehen wir auch auf deren Demos!
– Der Geschäftsführer der Buchhandlung Wittwer will, dass ihm die Bettler und politischen Kundgebungen vom Hals geschafft werden?
Kaufen wir also unsere Bücher in Stadtteilläden ein, deren Inhaber nicht so einen Blödsinn erzählen!
– Die Mieten steigen weiter?
Unterstützen wir aktiv die Mieter-Initiativen, die für bezahlbaren Wohnraum kämpfen!
[…]
– Es sollen in Stuttgart noch mehr „Malls“ betrieben werden?
Boykottieren wir die großen Einkaufszentren, stärken wir den Einzelhandel, verbünden wir uns mit den- jenigen, die für eine urbane, nachhaltige und soziale Stadt kämpfen! Unterstützen wir alle Bürgerinitiativen, die dagegen kämpfen, dass unsere Städte von Shopping -Mall-Konzernen und Großinvestoren zerstört werden, denn der Kampf gegen Monsterbauten, gegen ‚Mallifizierung‘, der Kampf gegen „S21“ und Stadtzerstörung ist der Kampf gegen dieselben Gegner! Auch die Macher von „S21“ sehen die Stadt lediglich als
Verkaufs-und Konsummaschine!

Brauchen wir Einkaufszentren?


Die CDU-Stuttgart fragt aktuell, ob Einkaufszentren Parkplätze brauchen.

Liebe Stuttgarter CDU,

Diese Frage ist berechtigt. Diese Frage ist aber gerade mal soweit gedacht, wie ein Kind einen Kirschkern spucken kann. Denn eigentlich müsste die Frage lauten: Brauchen wir Einkaufszentren? Dann stellt sich auch die Frage nach den Parkplätzen und dem dadurch verursachten Parkplatzsuchverkehr nicht.

Weiterlesen

Der Krieg der Einkaufszentren Teil 12


Alle Teile der Serie hier lesen.

Zur Eröffnung des Milaneo und des Gerbers haben sich jetzt immer mehr Stimmen aus dem Umland zu Wort gemeldet. Angesichts einer Zentralitäts-Kennziffer von 121 für Stuttgart (Durchschnitt der Region bei 93,1) äußert man in einigen Gemeinden inzwischen lautstark Kritik an der Sogwirkung, die die Stadt Stuttgart auf die Region ausübt. Laut dem Planungsdirektor der Region Stuttgart Kiwitt reicht diese Sogwirkung, anders als Frau Poul, Centermanagerin vom Milaneo behauptet, sogar über die Region hinaus, bis in das Rhein-Main-Gebiet und nach München (StN). Weiterlesen

Feinstaub XXL


Die neuen Einkaufszentren Gerber und Milaneo kommen nicht aus den kritischen Zeitungsmeldungen heraus. Heute hat die StN einen Artikel veröffentlicht, der sich mit dem kritischen Pressestammtisch der Zeitung in der Echterdinger Zehntscheuer auseinander setzt. Weiterlesen