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Radfahren in Stuttgart, Hinweise für Stuttgarter und Neigschmeckte


Radfahren in Stuttgart will gelernt sein. Das weiß auch die Autorin Christine Lehmann und gibt ausführliche Hinweise für Stuttgarter Radfahrer und Neigeschmeckte (neu hinzogezogene Anwohner, die auch Radfahrer sind). Weiterlesen

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Schadet man wirklich der Wirtschaft, wenn man die Autofahrten reduzieren will?


Hier die nackten Zahlen einer ADAC Studie „Mobilität in Deutschland“ von 2010. Prozentuale Verteilung der Anzahl der Wege nach dem Wegezweck
32 % Freizeit
21 % Einkauf
14 % Arbeit
12 % Erledigung
8 % Begleitung
7 % dienstlich
6 % Ausbildung

Quelle: ADAC Seite 12

Interessant dabei ist, dass die Arbeit bzw. dienstliche Zwecke einen sehr großen Anteil ausmachen. Fast 23 Minuten (oder 8 Kilometer) werden für Ausbildung, 40 Minuten für dienstliche Zwecke (20 Kilometer) und rund 27 Minuten für den Weg zur Arbeit (fast 18 Kilometer) ausgegeben. Diese werden zu 55% mit dem motorisierten Individualverkehr zurückgelegt (als Selbstfahrer) zuzüglich 24% als Beifahrer. Nur jeweils 3% legen den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, 15% mit dem ÖPNV.

Dabei sind gerade Strecken mit 10 bis 15 Kilometern Länge noch sehr gut mit dem Fahrrad zu bewältigen.

Einige Firmen vergeben bereits Dienstfahrräder an ihre Mitarbeiter, anstatt Dienstfahrzeugen.

Dank an Carl vs. Karl

Fahrrad schlägt PKW


Die deutsche Dienstwagenregelung lässt sich auch auf andere Fortbewegungsmittel übertragen. Einige Firmen im IT- oder BIO-Bereich haben es vorgemacht und ihren Mitarbeitern Leasing-Fahrräder anstatt hochgerüstete Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Lohnt sich das?

Auf jeden Fall! Wer in der Stadt wohnt und ca. 10 Kilometer bis zur Arbeitsstätte hat fährt mit dem Fahrrad am günstigsten. Ein Modellversuch in Schwerin hat ergeben, dass man im Stadtverkehr auf dieser Weglänge schneller als andere Verkehrsmittel unterwegs ist. Und das Fahrrad ist das kostengünstigste Verkehrsmittel.

„Den Arbeitgeber kosten die Räder definitiv kein Geld, im Gegenteil, er spart bei jedem Angestellten mit 3000-Euro-Bruttolohn, auf drei Jahre gesehen, Sozialabgaben in Höhe von 300 Euro.“ Viele Firmen geben einen Teil davon als Leasing-Zuschuss an ihre Belegschaft weiter.

Was sie dafür zurückbekommen? Mitarbeiter, die in drei von vier Fällen mit dem Rad zur Arbeit fahren statt, wie vorher, vor allem mit dem Auto. Auf Dauer, so sagen niederländische Studien, sind radelnde Mitarbeiter fitter und pro Jahr auch anderthalb Tage weniger krank. Außerdem sind Fahrrad und Pedelec sogar mit Abstand die schnellsten Verkehrsmittel, ergab ein Versuch in Schwerin, bei dem Berufspendler mit allen Fortbewegungsmitteln über 10 Tage gegeneinander antraten auf einer Strecke von 6,5 bis 8 Kilometern. Die billigsten Verkehrsmittel sind sie – inklusive Reparaturen und Strom – mit 0,07 bis 0,12 Euro pro Kilometer sowieso. Das Auto kommt vier- bis siebenmal so teuer.

Quelle: FAZ

Und wenn der Arbeitgeber das Fahrrad bezahlt und der Benutzer nur den geldwerten Vorteil versteuern muss, dann ist auch mal ein hochmodernes Statussymbol, ein Rennrad mit Ultraleichtrahmen aus Carbon drin, dass man sich sonst nicht leisten könnte.

Das schrieb schon vor 4 Jahren auch der Autor des Manager-Magazins: das neue Statussymbol Fahrrad oder der Westen: Warum Fahrradfahren schick ist. Siehe auch unseren Artikel zu Bycing (im Abschnitt Barcelona).