Schlagwort-Archive: Dieselfahrzeuge

Fahrverbote retten Leben– Autoflut stoppen – Jetzt!


Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 sind Gift für Mensch und Umwelt.

Die Mär vom sauberen Diesel


Die Mär vom sauberen Diesel – Zweifel an den Umweltzonen

Das Video zur Sendung des WDR ist hier.

Aktualisierung 15.11.2015: Das Video ist auf der Seite des WDR nicht mehr abrufbar. Auch auf YT ist keine Kopie davon. Aber auf der Seite der Süddeutschen Zeitung ist ein Artikel zum gleichen Thema und ein weiterer auf der Seite vom Bayrischen Rundfunk.

Das Fazit der Sendung ist, dass Stickoxide weitaus gefährlicher sind als der Feinstaub. Die Politik und die Industrie haben sich aber jahrelang auf den Feinstaub konzentriert und versucht, diese Werte zu senken. Dabei sind die Stickoxid-Werte vernachlässigt worden. Die Werte der Messstationen Neckartor und Hohenheimerstraße bestätigen dies. Der Verdacht, dass die Werte der Teststationen nicht mit dem realen Fahrverhalten auf der Straße übereinstimmen, bestand schon seit Jahren. Der aktuelle Skandal Diesel-Gat hat nur zu Tage gefördert, was viele schon lange vermutet hatten.

Stickoxide: das große Problem


Wir berichteten bereits über Hamburg und die Probleme mit den Stickoxiden.

In diesem Artikel berichtet das Deutschlandradio vom Kampf eines Hamburger Anwohners gegen die Behörden und deren Untätigkeit. Weiterlesen

Die verlogene Verkehrsideologie


Mobilität.  Was ist das eigentlich?

Wenn wir gemeinhin von Mobilität sprechen, dann haben wir allzu oft das Auto (oder das Flugzeug) im Hinterkopf. Mobilität sei die Freiheit oder Möglichkeit, hierhin oder dahin zu fahren oder auch zu fliegen.

Dabei meint Mobilität nichts anderes als Bewegungsfreiheit, völlig lösgelöst von irgendwelchen Fortbewegungsmitteln. In unserer Automobil-fixierten Welt wird aber gleich alles, was mit Bewegung zu tun hat mit dem Auto verbunden.

Aber wozu bewegt man sich? In der Entstehungsgeschichte der Erde war Mobilität, sowohl für Mensch als auch für Tiere, immer ein Faktor, der über Leben und Tod entscheiden konnte. Mobilität war wichtig zur Nahrungssuche, zur Flucht vor Raubtieren oder um neue Reviere aufzubauen. Wer nicht mobil war, so wie die Pflanzen, musste andere Strategien entwickeln um zu überleben.

Heute bewegen wir uns vor allem zwischen drei verschiedenen „Orten“: Zu Hause, der Arbeitsstätte und Freizeitaktivitäten. Während die motorisierte Mobilität sich im Jahre 1937 auf ca. 2.000 Kilometer pro Jahr und Einwohner beschränkte bewegen wir uns heute gute 14.000 Kilometer (2009) weit (Quelle: Statistisches Bundesamt, zitiert aus K. Gietinger, 2010). Das sind pro Tag im Jahre 1937 etwa 6 Kilometer und 2009 etwa 37 Kilometer. Weiterlesen

Kuhn möchte elektrisch betriebene Baumaschinen einsetzen


Fritz Kuhn schreibt auf seiner FB-Seite, dass er das Land gebeten hat, eine Regelung zum Einsatz elektrisch betriebener Baumaschinen vorzubereiten.

Dieser Ansatz ist zwar lobenswert aber aus mehreren Punkten zu kurz gesprungen:

  1. Selbst wenn die Regelung morgen auf dem Tisch liegen sollte und übermorgen verabschiedet wird, stehen diese Maschinen nicht ab diesem Tag zur Verfügung. Die erwartete massive Bautätigkeit in 2014 ist damit also nicht von Baumaschinen befreit, die mit Diesel-Verbrennungsmotoren betrieben werden. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass diese Regelung nicht vor Jahresfrist verabschiedet werden wird und dann lange Übergangsfristen beinhaltet, die den Baufirmen erlauben, die alten Maschinen vorerst weiter einzusetzen.
  2. Auch bei der massiven Bautätigkeit ist die Zahl der eingesetzten Baumaschinen geringer im Vergleich zu den in der Stadt und durch die Stadt fahrenden übrigen Dieselfahrzeuge (Lieferverkehr, Transitverkehr, Personenfahrzeuge), die nicht elektrisch betrieben werden. Allein für das Neckartor sind ca. 100.000 Fahrzeuge (Diesel und Benziner) am Tag gezählt worden (Gutachten für den Rosensteintunnel Ingenieur-Büro Lohmeyer, Auftraggeber Stadt Stuttgart, 2011*). Aufgrund der Zulassungszahlen ist etwa mit einem Anteil von 50% Diesel-PKW zu rechnen, also 50.000 Diesel-Fahrzeuge.
  3. Irgendwo muss der Strom produziert werden für diese elektrisch betriebenen Baumaschinen. Und da Strom nur zu einem kleinen Anteil gelagert werden kann (Pumpspeicher) bzw. nicht verlustfrei über weite Strecken transportiert werden kann, muss er dort verbraucht werden wo er produziert wurde. In Stuttgart stehen zwei Kraftwerke zur Verfügung: Münster und Wangen. Münster ist ein Müllkraftwerk und Wangen ein Kohlekraftwerk. Zum Betrieb dieser Kraftwerke wird tonnenweise Brenngut durch Stuttgart gefahren, auch wieder mit Diesel-Fahrzeugen (Kohle zum Kraftwerk Wangen wird teilweise auch per Schiff angeliefert). Außerdem verursacht die Stromproduktion neben Feinstaub, Kohlenmon- und dioxid noch Unmengen von weiteren Giften, die teilweise ausgefiltert oder ausgewaschen werden. Diese Filterstäube müssen dann aufgrund ihrer Giftigkeit wie Atommüll entgelagert werden, gesichert für Jahrmillionen.

Jetzt also auf die Heilswirkung von elektrischen Baumaschinen zu hoffen, ist am Problem vorbei gedacht.

In dem Zusammenhang verweisen wir auf die Initiative 100-Strom, die sich für eine Rekommunalisierung der Strom- und Wärmeproduktion einsetzt und mit dem Pyrolyseofen eine Alternative zur Müllverbrennung anbietet.

* Die Gutachten zum Rosensteintunnel finden Sie hier