Schlagwort-Archive: E-Mobilität

PM des Bündnisses „Verkehrswende jetzt“ zum Strategiedialog-Automobilwirtschaft am 20. Juli 2018


Kretschmann hat die Autoindustrie angehündelt

Presseerklärung des Bündnisses Verkehrswende jetzt! Vom 22.7.18
Das Stuttgarter Bündnis Verkehrswende jetzt! („weniger Autos – mehr Lebensqualität“) hat den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in ungewöhnlich scharfer Form für seine Rolle beim Strategiedialog zur Verkehrswende in Stuttgart kritisiert. Weiterlesen

Flop mit Ansage


In wenigen Tagen soll es los gehen. Ab dem 11. Januar kann der Feinstaubalarm ausgelöst werden. Weiterlesen

Elektromobilität


Zwei Sendungen zum Thema Elektromobilität, dazwischen liegt knapp ein Jahr. Weiterlesen

Wegziehen! Jetzt!


Das Neckartor ist bekannt wie ein bunter Hund und wird deutschlandweit mit Feinstaub in Verbindung gebracht, dem blauen Brief aus Brüssel sei Dank. Auf der einen Seite wird durch diese Öffentlichkeit natürlich Druck auf die Politik ausgeübt, endlich gegen die hohen Werte vorzugehen. Aber andererseits wird das Problem dadurch ständig nur auf das Neckartor reduziert.

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Umweltverbände fordern wirksame Maßnahmen


Am Dienstag dieser Woche haben die Umweltverbände BUND, VCD, KUS, die AGVL aus Leonberg und wir von der BI Neckartor auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Belastung durch Feinstaub und Stickoxide kritisiert. Weiterlesen

Klimafreundliche Mobilität


Im Radioprogramm von SWR2-Wissen wurde gestern, am 30. September, eine Sendung von 2013 wiederholt, in der es um Mobilität, deren Klimaschäden und mögliche Alternativen ging. Verknüpfung zu dem Beitrag am Ende dieses Artikels. Weiterlesen

Grüne Lügen


Friedrich Schmidt-Bleek im Interview mit der Wirtschaftswoche

Friedrich Schmidt-Bleek ist unter anderem Gründer (zusammen mit Ernst-Ulrich von Weizsäcker) des Wuppertal-Instituts. Er greift im Interview mit der Wirtschaftswoche die derzeitigen Konzepte im Bereich Klimaschutz an. Hybridautos, Energiewende, Solarstrom – alles andere als Grün.

Verkehrswege mit Zukunft


Plattsalat lädt ein zu dem ersten alternativen Verkehrsmarkt.

Datum:
6 Juli, 2013 – 10:00 – 20:00
Veranstaltungsort::
plattsalat west, Gutenbergstraße 77a, 70197 Stuttgart

Die Wünsche der Autoindustrie wurden erfüllt


Wie wir in unserem Artikel Die Autoindustrie hat Wünsche berichtet hatten, befürchtete die deutsche Autoindustrie durch die neuen EU-Grenzwerte für Kohlendioxid wirtschaftlich ins Aus gestellt zu werden. Die neuen Grenzwerte von 95 µgr Kohlendioxid pro Kilometer (Ziel bis 2020) würden Arbeitsplätze vernichten und die deutschen Autohersteller könnten die Grenzwerte nicht erfüllen, auch bis 2020 nicht. Deshalb wurde auf Drängen von einigen europäischen Staaten, unter anderem der deutschen Kanzlerin, die Abstimmung über die neuen Grenzwerte verschoben. Jetzt bleibt mehr Zeit für noch intensivere Lobby-Arbeit.

Dabei stellen sich die deutschen Autobauer doch so gern als Vorreiter dar und betonen den Erfindergeist der Herren Gottlieb Daimler oder Ferdinand Porsche. Dann sollte es doch wohl auch möglich sein, neue Technologien zu entwickeln, mit denen die Grenzwerte erreicht werden können. Dies würde auch Arbeitsplätze schaffen.

Fakt ist, dass die deutschen Hersteller Vorreiter sind, und zwar bei großen, massiven Fahrzeugen. Und sie sind Vorreiter in Sachen Benzinverbrauch. Das steht natürlich nicht in den bunten Prospekten die im Verkaufsraum ausliegen. Wie der ADAC wiederholt feststellen musste, weichen die Verbrauchswerte in den Prospekten teilweise bis zu 30% von den realen Werten ab. Hier sieht der Verein ein Defizit für die Kunden

Hier können sie reale Verbrauchswerte von Fahrzeugen vergleichen.

Außerdem war der Vorschlag der Politik zu den neuen Grenzwerten sehr Unternehmer-freundlich. So sollten die Grenzwerte im Durchschnitt gelten, für die gesamte verkaufte Flotte des Herstellers. Und Elektrofahrzeuge hätten als sogenannte „Supercredits“ doppelt gezählt (Anm.: Doppelt von was? Sie stoßen doch kein CO2 oder NOx aus – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt. Wovon dann also das doppelte bilden? Null mal Null ist Null, das wussten schon die Karnevalisten!).

Es sei völlig richtig, dass sich die Regierung und die Kanzlerin persönlich für die Interessen der deutschen Autoindustrie einsetzten (Vize-Regierungssprecher Georg Streiter)

Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine faire Lösung, die den Besonderheiten der deutschen Automobilindustrie Rechnung trägt (Vize-Regierungssprecher Georg Streiter)

Es geht ja hier auch um Autos (Vize-Regierungssprecher Georg Streiter)

Quelle für die Zitate.

Wo bleiben die Interessen der Bürger?

 

Autoindustrie hat Wünsche


Die deutsche Autoindustrie hat Wünsche an die Politik und die wurden von Matthias Wissmann unlängst vorgetragen. Er hat einen Bettelbrief geschrieben, in dem er fordert, dass es nicht sein kann, dass

wir unser leistungsfähiges und starkes Premiumsegment, das fast 60 Prozent der Arbeitsplätze unserer Automobilhersteller in Deutschland ausmacht, über willkürlich gesetzte Grenzwerte buchstäblich kaputt regulieren lassen. (Quelle Spiegel)

Die Autoindustrie hat Angst vor den Klimazielen der EU und den neuen Grenzwerten von 130 Mikrogramm CO2 pro Kilometer bis 2015, 95 Mikrogramm bis 2020 und 68 bis 78 Mikrogramm bis 2025 (Quelle Spiegel, und  Tagesspiegel). Einige Autohersteller, hier vorallem die deutschen Hersteller BMW und Mercedes (Quelle: Spiegel, siehe oben) mit dem Premiumsegment, haben deshalb den Plan entwickelt ihre Flotte mit Elektrofahrzeugen und einigen verbrauchsarmen Klein- und Kleinstwagen aufzuhübschen um sich diese besonders guten Werte dann als sogenannte „Supercredits“ auf ihr Gesamtflottenprogramm anrechnen zu lassen. Ein gebautes Elektroauto wird dabei zwei oder dreifach auf die Edellimousinen angerechnet, somit werden im Durchschnitt die geforderten EU-Grenzwerte erreicht. (Quelle: Spiegel, siehe oben)

Die Hersteller können sich ihre Bilanzen schönrechnen, so der Experte Gerd Lottsiepen vom VCD. Er und andere Umweltverbände fordern deutlich ambitioniertere Grenzwerte einzuführen, zum Beispiel 60 Mikrogramm. Sie kritisieren auch die Mehrfachanrechnung von Elektrofahrzeugen, zum Beispiel soll jedes Elektrofahrzeug 1,3-mal angerechnet werden. (Quelle Tagesspiegel, siehe oben)

Kritisiert werden auch die Messmethoden, mit denen die Verbräuche der Fahrzeuge ermittelt werden. Diese Messmethoden finden unter vergleichbaren Laborbedingungen statt, die Realität auf der Straße sieht aber anders aus. Jeder Fahrer ist individuell und somit verbrauchen die Fahrzeuge teilweise deutlich mehr als angegeben. Das ärgert nicht nur den Kunden sondern auch die Umweltverbände, die fordern, dass diese Messmethoden an die Realität angeglichen werden um den wahren Verbrauch anzugeben. (Quelle Strom-Magazin)