Schlagwort-Archive: Einkaufszentrum

Das Ladensterben ist überall


Ladensterben? Betrifft uns in der Großstadt nicht. Ok, dass mal der eine oder andere Laden schließt und dafür ein neuer eröffnet ist völlig normal. Siehe dazu diese Meldung der StZ über das Haufler-Gebäude am Marktplatz, in das ein Bücherladen einziehen wird. Dass der zentrale Marktplatz damit seit etwa einem Jahr immer noch kein Cafe hat, sei nur am Rande erwähnt. Und wenn dann doch mal ein Traditionsgeschäft schließen muss, so wie Foto Hirrlinger, dann sind die bösen Plattformen im Internet oder die Einkaufszentren schuld.
Aber sonst ist das Ladensterben doch nur in den Dörfern und Kleinstädten zu finden, wir in der Großstadt haben doch die Vielfalt aus der wählen können. Weiterlesen

Luftreinhaltung Light


Ab dem 16.1. könnte der erste Feinstaubalarm ausgerufen werden. Die Stadt Stuttgart und das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI-BW) machen zur Zeit ziemlich viel Wind um das Thema Feinstaub.

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Shoppen rund um die Uhr


Anläßlich des aktuell immer öfter real praktizierten Shoppens rund um die Uhr (der verknüpfte Artikel ist Werbung!) erinnern wir noch einmal an die Serie Krieg der Einkaufszentren und fragen, ob wir überhaupt Einkaufszentren brauchen?

Siehe beispielsweise auch die Beiträge zu bundesdeutschen Einkaufszentren von Daniel Fuhrhop in seinem Blog auf Verbietet das Bauen.

Solidarität und Boykott


Auszüge aus Volker Lösch’s Rede von  auf der letzten, der 250., Montagsdemo:

Erfolgreicher Widerstand hat also auch etwas mit Glaubensfragen zu tun. Und woran kann man in Stuttgart noch glauben, wem sollte man keinen Glauben mehr schenken?
Das Recht des Stärkeren wird hier derzeit im Rathaus beansprucht, und wer jemals an die Kritikfähigkeit des nicht mehr ganz so neuen OB Kuhn geglaubt hat, wird nun eines besseren belehrt. Kuhn, der noch im Wahlkampf den Stuttgarter Einkaufszentren-Bauwahn gegeißelt hat, ist inzwischen zum kritiklosen Investoren- paten mutiert. Anstatt Schaden von der Stadt abzu- wenden, lässt er sich von Konzernen ins Stammbuch diktieren:
– Statt für Alternativen gegen die Stadtzerstörung zu streiten, schwätzt er bei der „Gerber“-Eröffnung von „Wohnen und Arbeiten“, wohlwissend, das sich nur wenige Kaltmieten zwischen 13 und 17 Euro pro Quadradmeter leisten können.
– Statt zu schweigen, schwadroniert er lieber, dass die Stadt ein „elementares Interesse daran hätte, dass es dem Milaneo gut gehe“, und setzt somit die Interessen der Shopping-Mall-Vertreter mit denen der Bevölkerung gleich. Da hätte man auch Wolfgang Schuster im Amt belassen können, der hätte es nicht schöner formulieren können!
– Statt den BahnhofskritikerInnen angemessene Orte für ihren Protest zur Verfügung zu stellen, versucht er als Wortführer für Autofahrer und Konsumenten, den Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die Stadtzerstörung wehren wollen, ihren angestammten
Demonstrationsort zu verbieten.
– Statt den Bahnhof als den Schwachsinn zu benennen, der er ist (was Kuhn im Wahlkampf noch getan hat), versucht er geschickt, das Vokabular der Protest-bewegung zu nutzen, um einen Pseudofrieden zu arrangieren – Zitat Kuhn: „Ich hoffe darauf, dass sich auch Menschen, die den Tiefbahnhof kritisch sehen, an der Diskussion um die bestmögliche Nutzung der frei werdenden Flächen beteiligen“.
– Statt also den Durchmarsch der Investoren in Stutt- gart wenigstens zu erschweren oder zu behindern, lädt er zum „Bürgerdialog“ zur Bebauung des Rosenstein-quartiers auf dem Gleisvorfeld ein!

[…] Desweiteren ist ihre Behauptung, die Entwicklung des Rosensteinviertels könne ein Muster für die künftige Stadtentwicklung sein, an Ahnungslosigkeit oder Dreistigkeit, je nach Betrachtungsweise, kaum zu überbieten: es ist mit lediglich 37,7 Hektar bebaubarer
Fläche (zum Vergleich: die Stadt Stuttgart hat insgesamt 20.7000 Hektar!) ein isoliertes „Grüne-Wiese-Projekt“ – es ist ein Projekt ohne jede repräsentative Relevanz!
Denn solange das Bauen nur den Marktgesetzen unter- liegt, solange Boden lediglich Ware ist, solange Konzerne sich zusammenkaufen können was sie wollen, solange Autokonzerne hofiert werden, solange die Kuhn-Politik des Schweigens, des sich Raushaltens und des „unkritischen Begleitens“ politische Praxis in Stuttgart ist, solange kann dort, wo neu gebaut wird, eben nichts Urbanes wachsen, nichts Soziales entstehen,
nichts Neues entwickelt werden, sondern nur das, was die besten Renditen abwirft! Solange Kuhn den Kretschmann macht, bleibt alles beim ganz Alten!

[…] Lieber „OB Wendehals“, sie können den Ausverkauf der Stadt gerne alleine betreiben: wer so schnell vom kritischen Begleiter (im Geiste des Widerstands gegen den Bahnhof) – zum unkritischen Gleitmittel (in den Windungen des Verdauungstrakts) der Wirtschaft
mutiert, dem sei hiermit frei nach Adorno gesagt:
Ein richtiges Leben gibt es – auch in Stuttgart – im falschen nicht!

[…] – Es sollen noch noch mehr verkaufsoffene Sonntage stattfinden?
Kaufen wir an diesen Tagen nichts mehr ein! Boy- kottieren wir diese Konsumveranstaltungen!
– Die nächste Lohnsenkungsspirale für die MitarbeiterInnen bei Karstadt wird schon
angeschoben?
Unterstützen wir die Gewerkschaften, die gegen Lohn- abbau streiten, in ihrem Protest! Gehen wir auch auf deren Demos!
– Der Geschäftsführer der Buchhandlung Wittwer will, dass ihm die Bettler und politischen Kundgebungen vom Hals geschafft werden?
Kaufen wir also unsere Bücher in Stadtteilläden ein, deren Inhaber nicht so einen Blödsinn erzählen!
– Die Mieten steigen weiter?
Unterstützen wir aktiv die Mieter-Initiativen, die für bezahlbaren Wohnraum kämpfen!
[…]
– Es sollen in Stuttgart noch mehr „Malls“ betrieben werden?
Boykottieren wir die großen Einkaufszentren, stärken wir den Einzelhandel, verbünden wir uns mit den- jenigen, die für eine urbane, nachhaltige und soziale Stadt kämpfen! Unterstützen wir alle Bürgerinitiativen, die dagegen kämpfen, dass unsere Städte von Shopping -Mall-Konzernen und Großinvestoren zerstört werden, denn der Kampf gegen Monsterbauten, gegen ‚Mallifizierung‘, der Kampf gegen „S21“ und Stadtzerstörung ist der Kampf gegen dieselben Gegner! Auch die Macher von „S21“ sehen die Stadt lediglich als
Verkaufs-und Konsummaschine!

EU rügt Deutschland wegen Feinstaubbelastung


Die EU-Kommission rügte Deutschland wegen der hohen Feinstaubbelastung. Vor allem Stuttgart, aber auch Leipzig wurden hier als schlechtes Beispiel genannt. Die Kommission hat dabei auch rechtliche Schritte angedroht. Weiterlesen

Tom Adler zu Einkaufszentren


Video der Rede von Tom Adler (Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-PLuS) auf der 246. Montagdemo (ab Minute 11:00 bis 13:30) zu den Verbindungen von S21 und Einkaufszentren.

 

 

Was wird aus dem Karstadt-Haus?


Das Karstadt-Haus in der Königstraße wird schließen. Das meldete die StN am 25.10. Investor Rene Benko plane etwas neues mit dem Haus da sich so mehr Rendite erzielen ließe. Mieter wurden aber bisher nicht genannt. Jetzt wird aber plötzlich Primark als neuer Mieter gehandelt. Dabei ist Primark bereits Ankermieter im Milaneo. Braucht Stuttgart wirklich eine zweite Filiale von Primark? Die Center-Managerin von Milaneo gibt zu, dass die Filiale im Milaneo eher klein ist für Primark-Verhältnisse. Und da Stuttgart und die Region eine hohe Kaufkraft haben, wäre eine zweite Filiale durchaus denkbar.

Weitere Informationen zu Karstadt und der bevorstehenden Schließung der Filiale Königstraße.

Stimmen von der Facebook-Seite der StN