Schlagwort-Archive: fahrradfreundliche Stadt

Kommentar: Wie viel „Baustelle“ darfs denn noch sein? | schaeferweltweit.de


Nachdem sich das Krebsgeschwür „Stuttgart 21″ schon Sinnlos über den Mittleren Schlossgarten ausgebreitet hat soll es nun also Metastasen streuen? Im Rosensteinpark bilden sich auch schon S21 Ableger, der Untere Schlossgarten wird durch die „Rosensteinviertel“ Pläne bedroht und nun (siehe STZ zum möglichen Baufeld rund um die Stuttgarter Oper) also auch der Obere Schlossgarten? Stuttgart was ist bloß los mit dir? Weiterlesen  Kommentar: Wie viel „Baustelle“ darfs denn noch sein? | schaeferweltweit.de.

Stuttgart ist ein Fahrrad-Desaster!


Gestern wurde auf der Montagsdemo eine Rede zu den verkehrstechnischen Auswirkungen der S21-Baustellen gehalten. Allerdings nicht zu den Auswirkungen auf den Auto-, Bus- oder Stadtbahnverkehr, das hatten wir alles schon. Diesmal ging es um das Fahrrad. Fahrradtechnisch ist S21 ein Desaster. Weiterlesen

Wie viel Platz braucht eigentlich ein Fahrrad?


Kopiert von Radelmädchen.

Und wie gerecht ist  die Flächenverteilung des Straßenraumes deutscher Großstädte im Verhältnis zur Nutzung? Weiterlesen

Kein Raum für Radfahrer


Fritz Kuhn in seinem Wahlprogramm zur OB-Wahl im Jahr 2013:

schnellen Ausbau der Radwege, zu einem richtigen Netzwerk ohne Lücken. Das Fahrrad muss gleichwertig zum Auto behandelt werden.

In seiner Antrittsrede sprach er dann außerdem noch von

20% weniger Straßenverkehr in der Innenstadt.

Die angekündigte Maßnahme, die letzten kostenlosen knapp 200 Innenstadtparkplätze auf einheitliche 3,70 € pro Stunde umzustellen wird umgesetzt. Andere Wahlversprechen konnte er aber bis jetzt (fast 2 Jahre!) nicht umsetzen. So ist der Ausbau des Fahrradwegenetzes immer noch Stückwerk. Es gibt zwar Leuchtturmprojekte, wie den Ausbau des Radwegs auf der Waiblinger Straße (der übrigens als Ausgleichs- und Rückbaumaßnahme zur B14 schon seit vielen Jahren versprochen war aber nie umgesetzt wurde) oder die elektrisch angetriebenen Fahrräder der Bahn, die in der Innenstadt an mehreren Punkten ausgeliehen werden können. Weiterlesen

Macht das Radfahren endlich sicherer!


Wer zählt noch die toten Radfahrer auf deutschen Straßen?

Der mit Sicherheit nicht letzte tote Radfahrer auf deutschen Straßen starb gestern in Hamburg als ein LKW-Fahrer ihn beim Rechts-Abbiegen übersah.

Rein statistisch stirbt jeden zweiten Tag ein Radfahrer auf deutschen Straßen. Viel an der Sicherheit hat sich bisher nicht verbessert. Diskutiert werden – mehr oder weniger öffentlich – die Radwegstreifen auf der Fahrbahn, um den Fahrradfahrer ins Blickfeld der Automobilisten zu führen. Diese werden vielerorts auch bereits umgesetzt, sprich gebaut. Diskutiert wird auch die Helmpflicht für Fahrradfahrer. Ein Helm hätte in diesem Fall allerdings wenig genützt.

Dabei wäre es sehr einfach, schon eine geänderte Ampelschaltung könnte dazu führen, dass Automobile und Radfahrer getrennt von einander die Straße überqueren. Wenn sowieso ein baulich von der Straße getrennter Fahrradweg auf oder neben dem Bürgersteig angelegt ist, womöglich noch mit Baumreihe und Parkplätzen zwischen dem Radweg und der Fahrbahn, dann ist eine zeitliche Trennung der Grünphasen angebracht. Bei Radwegstreifen auf der Fahrbahn ist dies dagegen nicht unbedingt notwendig.


Helmpflicht Ja oder Nein?


Wie macht man das Fahrradfahren sicherer? Viele Prominente, auch aus der Politik werben immer wieder für den Fahrradhelm. Sicher, ein Fahrradhelm kann schwere Kopfverletzungen bei einem Sturz verhindern helfen, das gilt aber nicht nur für Radfahrer sondern auch bei Fußgängern. Nur würde niemand auf die Idee kommen, einen Fußgängerhelm zu fordern. Aber der Helm schützt eben nur den Kopf und macht das Fahrradfahren damit nicht wirklich sicherer. Außerdem kann er den Unfall nicht verhindern, nur dessen Auswirkungen. Um den Fahrradverkehr sicherer zu machen sollte alles getan werden, und je früher damit begonnen wird umso effektiver (Verursacherprinzip). Weiterlesen

Wie fahrradfreundlich ist Stuttgart?


Der ADAC hat im Oktober das Stuttgarter Radwegenetz und das anderer deutscher Großstädte getestet. Dabei sind ernüchternde Ergebnisse festgestellt worden.

Weiterlesen

Automobile haben Vorrang


Wie fußgängerunfreundlich (und auch Radfahrer-unfreundlich) die Stuttgarter Straßen sind merkt man als regelmäßiger Fußgänger/ Radfahrer schon gar nicht mehr, da man sich aufgrund dieses Dauerzustandes praktisch daran gewöhnt hat.

Weiterlesen

Wer denkt an die Fußgänger?


Dass Stuttgart eine Autostadt ist und dass hier als Erstes an das Auto und den Fahrer desselben gedacht wird, ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass sich diese Erkenntnis auch unter den Zeitungsredakteuren und der Stadtverwaltung verbreitet. Die Stuttgarter Zeitung berichtete von dem Besuch der britischen Entwicklungsdirektorin von Walk21 (Seite leider nur in englisch erhältlich), Bronwen Thornton in Stuttgart, ebenso das Lokalblättchen Wochenblatt in seiner Ausgabe vom 17.04.2013. Walk21 ist eine Organisation, die Städte in Sachen Fußverkehr berät. Frau Thornton hat Stuttgart auf Einladung des Bundesprojektes „Besser zu Fuß unterwegs“ besucht. Dies ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und ist Teil der ZukunftsWerkStadt.

Und als Berater der Stadt in Sachen Fußverkehr hat Bronwen Thornton gleich ein paar Kritikpunkte genannt.

  • Zum Beispiel sind die grauen Hinweisschilder für Fußgänger, die in der Stadt und den Parks aufgestellt wurden, nicht immer eindeutig bzw. aktuell und es fehlt ein Hinweis auf den aktuellen Standort.
  • Die Rampen für Fußgänger und Kinderwagen an den Rathauspassagen sind zu eng und zu steil.
  • Weiterhin kritisiert sie, dass einige Fußgängerüberwege zu lange auf Rot zeigen, zum Beispiel der Überweg vom Rathaus zur Leonhardskirche (Hauptstätterstraße).
    Anmerkung: das gleiche gilt für praktisch alle großen Kreuzungen und Plätze, vorallem solche, die von großen Autofahrstraßen gekreuzt werden, wie beispielsweise die Kreuzung Neckartalstraße und Pragstraße, den Charlottenplatz oder den Gebhard-Müller-Platz. Hier hat das Auto zuallererst Grün, dann hat der Bus- und Straßenbahnverkehr Vorrang und ganz zum Schluß kommt irgendwann der Fuß- und Radverkehr (mal ganz abgesehen davon, dass auf vielen dieser Kreuzungen der Radverkehr gar keine eigenen Spuren oder Wege hat)!
  • Kritisiert wird auch die „Shared-Space“-Lösung in der Tübinger Straße, Autofahrer werden dort mit Hinweisschildern auf die neue Verkehrssituation hingewiesen, für den Fußgänger gibt es keine Hinweise.
    Anmerkung: Dieser Kritikpunkt ist nicht ganz nachvollziehbar, denn schließlich muss ja der „stärkere“ Autofahrer Rücksicht auf den „schwächeren“ Fußgänger nehmen und nicht anders herum. Deswegen braucht es hier eigentlich keinen Hinweis auf die besondere Situation für Fußgänger.

Eigentlich sollten solche Begehungen selbstverständlich sein. Wieso müssen hier Experten aus England anreisen, um uns darauf hinzuweisen, dass unsere Wegweiser unzureichend sind? Wer regelmäßig mit offenen Augen durch die Stadt geht, wird Engpässe, fehlende Hinweise, Falschparker und diverse andere Unzulänglichkeiten sofort erkennen. Wieso müssen eigentlich immer die Fußgänger ausweichen? Wie es richtig geht, das zeigt die schweizerische Organisation Fußverkehr in ihren Hinweisen zu Fußgängerführung bei  Baustellen, Sichere Schulwege, Tempo 30 und Begegnungszonen. Begegnungszone ist die weitaus zutreffendere, schweizer Bezeichnung für die deutsche „Spielstraße“. Eine Spielstraße ist eine typisch deutsche Verniedlichung, die zwar auf eine erweiterte Nutzung der Straße hinweist, aber immer noch das Wort „Straße“ enthält und damit dem Verkehr weiterhin Raum zugesteht. Das Wort Begegnungszone dagegen ist völlig neutral gegenüber allen Verkehrsteilnehmern und weist auf die gleichberechtigte Nutzung hin, man „begegnet“ sich auf der Straße.

Mehr Informationen:

Siehe auch unseren Artikel zum Pariser Verkehr