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Manche wollen es einfach nicht begreifen


Pressemitteilung von Polizeipräsidium Stuttgart 22-03-2014

Polizeibeamte der Verkehrsüberwachung und Mitarbeiter des Amts für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart haben in der Nacht zum Samstag (21.03. 2014) bei einer gemeinsamen Abschleppaktion in der Innenstadt und im Stuttgarter Westen insgesamt 75 Fahrzeuge abgeschleppt. Die Beamten legten bei dem Einsatz, der in der Zeit von 20.00 Uhr bis 02.30 Uhr durchgeführt wurde, ihr Augenmerk vor allem auf Falschparker, die in Brandschutz- oder Fußgängerzonen parkten sowie auf Autofahrer, die widerrechtlich Behindertenparkplätze nutzten. Vier Fahrzeughalter kamen noch rechtzeitig zu ihren Fahrzeugen und konnten damit das Abschleppen verhindern.

Aus Gablenberger Klaus

Solche Aktionen müssen viel viel öfter durchgeführt werden, damit es die Falschparker wirklich und dauerhaft begreifen.

Dem Fahrrad zu größerer Bedeutung verhelfen


Stuttgarts grüner OB Kuhn ist sich mit seinem Parteifreund Winfried Hermann, dem Landesverkehrsminister, einig, dass das Fahrrad eine höhere Bedeutung bekommen muss um die ökologische Bilanz der Stadt zu verbessern. Dies soll unter anderem auch dadurch geschehen, dass mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden sollen. Siehe StZ.

Am 23. Juli wurde dazu eine Änderung der Landesbauordnung freigegeben, die von Neubauten einen wettergeschützten Abstellplatz mit zwei Plätzen pro Wohneinheit für Fahrräder fordert. Mehrkosten könnten Bauherren dadurch auffangen, dass Abstellplätze für KFZ wegfallen, denn zukünftig ist es nicht mehr Pflicht einen Stellplatz für KFZ pro Wohneinheit zu schaffen. Diese zu begrüßende neue Regelung gilt aber nur für Neubauten. Bei Altbauten ist das Fahrrad weiterhin im Keller, in der Garage oder in der Wohnung abzustellen, je nach dem wie die Hausordnung ausgestaltet ist.

Kuriose Notiz am Rande: Der Bezirksbeirat West hat Ende Juli einem Antrag zugestimmt (5 Enthaltungen), der klären soll wie man mit der wachsenden Zahl von abgestellten Fahrrädern umgehen soll. Die SPD im BBR West beklagte dabei, dass zunehmend Gehwege zugestellt werden. Allerdings gibt es viel größere Objekte auf Gehwegen, die den Durchgang versperren: Bürgersteige schrumpfen Teil 1 und Teil 2 oder Umnutzung der Bürgersteige zu Parkplätzen

Ich muss hier nur eben was…!


Dies ist die Fortsetzung von unserem
Artikel „Ich war nur mal eben kurz…!“.

Zugegeben, der Lieferverkehr hat es nicht leicht. Von Autofahrern (die sich das Motto des Artikels Artikel „Ich war nur mal eben kurz…!“ sehr zu Herzen genommen haben) zugeparkte Ladezonen, zugeparkte Einfahrten von Geschäften und auch sonst keine Möglichkeit in zweiten Reihe zu halten. Aber das berechtigt nicht dazu den Gehweg/ Radweg zuzuparken!

Hier einige Beispiele.
Untertürkheim:
foto-0183.jpg Ein LKW parkt in der Einfahrt und steht mit der Kante hintere Stoßstange auf der Kante des Bürgersteigs. Fussgänger müssen hier auf die Fahrbahn bzw. den Fahrradschutzstreifen treten um den LKW zu umrunden. Der zweite wartende Fahrer dahinter steht halb auf dem Bürgersteig und voll auf dem Fahrradschutzstreifen. Der dritte wartende LKW steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ebenfalls halb auf dem Gehweg und halb auf der Fahrbahn. Der Markt, vor dem diese LKW warten hat übrigens auf der anderen Seite einen großen LKW-Parkplatz für drei oder vier LKW, der zu dem Zeitpunkt der Aufnahmen leer war!

Rosensteintor:
foto-0176.jpg Dieses Fahrzeug einer Reinigungsfirma stand in den vergangenen Wochen mehrfach auf der Fahrbahn auf dem Ampelüberweg Rosensteintor. Der Fahrer füllte mehrere Minuten lang seinen Wassertank an einem Hydranten der genau auf dem Überweg installiert wurde und bei Nichtbenutzung mit einem ebenerdigen Deckel abgedeckt ist.

Pragsattel:
foto-0174.jpg Baustellenfahrzeug steht außerhalb der Absperrung auf dem Gehweg der an dieser Stelle auch von Radfahrern benutzt werden darf.

Weiteres Beispiel (extern) von der Holz-/ Hauptstätterstraße: Artikel „Wirtschaftsverkehr“. Der erste LKW parkt widrigerweise links auf dem Gehweg oder PKW-Parkplatz, der zweite dahinter lädt auf dem Radweg (mittig im Bild) aus und der dritte fährt gerade aus der Ausfahrt aus, der vierte steht auf dem Gehweg.

Hier werden irgendwelche dubiosen Arbeits- oder Lieferaufträge hergenommen um das Parken/ Halten auf Geh- und Radwegen zu entschuldigen. Zum Verständnis: Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass auf dem Geh- oder Radweg gearbeitet wird, wenn dies offiziell genehmigt wurde und eine entsprechend sichere Umleitung eingerichtet ist. Wenn ein Handwerker eines Telekommunikationsunternehmens an einen Schaltkasten muss oder der lokale Energieversorger an die Gasdruckminderungsanlage heran muss, dann brauchen diese Arbeiter auch Werkzeug. Deshalb ist es verständlich, dass der Wagen in unmittelbarer Nähe geparkt wird. Gleiches gilt für die Reinigungsfirmen, die die Gebäude der Haltestellen des ÖPNV reinigen müssen oder für die Firmen, die Plakatwände neu gestalten. Das Auto in x-hundert Metern abzustellen wäre zwar richtig und vernünftig, aber der Schlauch des Hochdruckreinigers oder das Kabel des Stromerzeugers reicht nicht so weit und außerdem ist Zeit Geld. Das berichtigt aber nicht dazu, den Geh- Radweg zuzuparken oder das Auto auf Grünflächen abzustellen.

Es gibt zuwenig Kurzparkplätze und Ladezonen in der Innenstadt und die wenigen, die es gibt werden kaum überwacht und von normalen PKW-Fahrern als willkommener, kostenloser Parkplatz benutzt. Und das Einrichten einer Umleitung mit Schildern oder nur das Absperren einer Arbeitsstelle kostet wertvolle Zeit und wer hat die heute noch?

Deshalb sollten mehr Kurzzeitparkplätze und Ladezonen in der Innenstadt eingerichtet werden. Weiterhin sollten an Stellen, an denen es oft zu Arbeitseinsätzen kommt (ÖPNV-Haltestellen, Gasdruckminderanlagen, Starkstromumspannanlagen, große Schaltkästen, Hydrantenanlagen, Altglasbehälter, Postfilialen und weiteren Gebäuden) mindestens ein oder je nach Bedarf besser mehrere, für Dienstleistungsfirmen und Handwerker reservierte Bedarfsparkplätze eingerichtet werden. Und diese müssen natürlich auch überwacht werden! Falschparker sind zu sanktionieren.

Sollte dann doch einmal das Parken/ Halten auf Geh- und Radwegen erforderlich sein ist dies beim Ordnungsamt zu beantragen, die Arbeitsstelle inkl. Fahrzeug muss mit mehreren Schildern oder Rot-weißen Hütchen gesichert werden und ist nach Verlassen zu reinigen. Ansonsten ist das Fahrzeug wie jedes andere Fahrzeug auf offiziellen Parkplätzen abzustellen. Zuwiderhandlungen sind zu sanktionieren. Denn es kann nicht sein, dass der Geh-/ Radweg als kostenloser Parkplatz benutzt wird, auch nicht durch Handwerker oder Dienstleister!

Die IHK hat zu diesem Thema ein Konzept entwickelt, dass auch neue Verkehrsformen wie Transport mit Fahrrädern und Elektrofahrzeugen vorsieht. Wir meinen: lobenswert, wenn dies denn auch so umgesetzt wird. Verkehrswirtschaft – Innenstadtlogistik mit Zukunft – Maßnahmen für einen funktionierenden Wirtschaftsverkehr in der Stadt Stuttgart

Ich war nur mal eben kurz…!


Man ist in Hektik, hat es eilig, und dann kein Parkplatz. Was soll man machen? Stellt man sich halt auf einen Parkplatz, der für beeinträchtigte Personen reserviert ist. Ich muss ja nur mal eben kurz zur Post rein oder zum Bäcker.Wird ja schon nichts passieren. Foto-0114__Aber was würde passieren, wenn jeder so handeln würde? Ich muss ja nur mal eben kurz … nur mal eben kurz zwei Stationen mit dem Bus fahren – nur mal eben kurz ein Stück gegen die Einbahnstraße fahren – nur mal eben kurz die Zeitung holen. Nur mal eben kurz egoistisch sein. Die anderen sind mir sch… egal! Parkplatz für Rollstuhlfahrer? Frauenparkplatz? Fahrradweg? Wozu? Ist doch ein toller Parkplatz!

Was sind all die schönen Ge- und Verbote noch wert, wenn sich selbst die Stadt nicht daran hält? Denn das Fahrzeug auf dem Bild ist ein Fahrzeug der Stadt. Das Kennzeichen liegt uns vor und wurde an die Stadt weitergeleitet, wir behalten uns vor, dies bei der Polizei zur Anzeige zur bringen.

Weiterhin ist bemerkenswert, dass man bei der Stadt es nicht für nötig hält, Verkehrsvergehen außerhalb der normalen Tagesarbeitszeiten zu kontrollieren, lediglich einige wenige Male pro Jahr werden Spätkontrollen von Falschparkern in zufällig ausgewählten Bezirken durchgeführt, entsprechende Aussagen der Stadtverwaltung liegen uns vor.

Hier kommt wieder einmal der Eindruck auf, dass man zugunsten von unwichtigen Großprojekten bei wirklich wichtigen Dingen spart.

Falschparker


Kennen Sie das auch?

Quelle: Freie Presse http://www.freiepresse.de/

Jetzt gibt es ein Mittel, mit dem Sie Ihren Unmut kundtun können und zwar bei dem Verursacher: Klebezettelchen, die man an die Autoscheibe kleben kann. Diese können Sie selbst herstellen oder bei Verbänden bestellen.

Selber herstellen: Motiv suchen, zum Beispiel

ausdrucken (Laserdrucker sind besser geeignet als Tintenstrahldrucker, da die Tinte bei Feuchtigkeit verlaufen kann, deshalb unter Umständen die Ausdrucke besser im Kopierladen anfertigen lassen) und ausschneiden. Angeleckt (*) kleben die Zettelchen eine Weile auf der glatten Oberfläche einer Glasscheibe, sie benötigen keinen Klebstoff.

Ausführliche Anleitung hier (*)

Weitere Vorlagen für Motive:
http://www.rollidriver.de/links/hammer_d_wo.html (zielen vorallem auf Falschparker auf behinderten-gerechten Parkplätzen)
http://dummparker.de/cgi-bin/strafzettel.pl (allgemein)

Wenn Sie sich nicht die Arbeit machen wollen, dann können Sie die Aufkleber auch bei diesen Quellen bestellen:

http://www.spuckies.de/
http://www.bsk-ev.org/news/2342/falschparker/

(*) es ist nicht ganz klar, ob es sich bei diesem Papieraufkleber um Sachbeschädigung handelt oder nicht. Sie sollten auf alle Fälle darauf achten, dass Sie unbemerkt bleiben. Dieser Artikel ist nur eine Anleitung zum Erstellen von Spuckies bzw. ein Quellenverweis zum Bestellen solcher Aufkleber wie es sie zu hunderten frei verfügbar im Internet gibt. Er ist keine Aufforderung zur Sachbeschädigung oder dergleichen.