Schlagwort-Archive: Feinstaubalarm

Giftfreie Atemluft für Alle – Rede 2


Rede von Jürgen Resch auf der Demo für Saubere Luft für Alle.

Video von Eberhard Linckh.

Liebe Stuttgarter Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Freunde einer sauberen Luft für Stuttgart,
ich freue mich sehr über die Einladung und die Möglichkeit, Ihnen heute etwas genauer erläutern zu dürfen, warum ausgerechnet Ihre Heimatstadt Stuttgart die mit Abstand schmutzigste Luft aller Großstädte in Deutschland hat – und was getan werden muss, dass sich dies kurzfristig ändert.
Und zwar spätestens ab dem 1. Januar 2018. Weiterlesen

Werbung

Giftfreie Atemluft für Alle – Rede 1


Rede von Dr. Angelika Linckh am 30.3.2017 auf der Kundgebung „Giftfreie Atemluft für alle“.

Video von Eberhard Linckh.

Liebe Freundinnen und Freunde gesunder Atemluft, ich freue mich sehr, so viele engagierte Menschen hier zu sehen. Als Ärztin werde ich heute zu den gesundheitlichen Gefahren der Luftverschmutzung sprechen. Das Thema Luftschadstoffe besonders Feinstaub und Stickoxide ist im Moment in aller Munde, kritische Töne in Bezug auf die realitätsfernen irreführenden Verbrauchs- und Schadstoffangaben der Automobilindustrie sogar vom ADAC und der Autozeitschrift „auto motor sport“. Weiterlesen

Die BI Neckartor sagt Danke!


Die BI Neckartor möchte sich bei allen Teilnehmern der Demo bedanken.

Ganz besonderen Dank geht an Thomas, der die Bühne zur Verfügung gestellt hat, an Thomas, der die Lautsprecher und das Mikrophon zur Verfügung gestellt hat, an die beiden Redner Dr. Angelika Linckh und Jürgen Resch von der deutschen Umwelthilfe, an den Rapper Reiner Weigand, Capella Rebella und Lokomotive für die Musik, an die unbekannten Aktionskünstler, die das Schrottauto vorbeigebracht haben, Gerhard Wollnitz und sein Parkraumwunder, und die Versammlungsleiter Gilbert und Peter. Und alle, die vergessen wurden!

Außerdem großen Dank an alle, die die Demo so toll beworben haben und natürlich auch an die Polizei.

C8LVWwAUAAInrWZ.jpg:large

Weiterlesen

Wir haben dem Dämon die Hand geschüttelt


Danke an Daniel Bahr und Aha Film

Nur 2 Monate


FAZ vom 15.02.2017: Wegen anhaltend starker Luftverschmutzung hat die EU-Kommission Deutschland abgemahnt. … 2003 waren anhaltend hohe Stickstoffdioxid-Konzentrationen nach Angaben der EU-Kommission für knapp 70.000 vorzeitige Todesfälle in Europa verantwortlich. … Die Länder haben nun zwei Monate Zeit, die Forderungen der EU-Kommission umzusetzen. Falls sie dies nicht tun, kann die Behörde sie danach auch vor den Europäischen Gerichtshof bringen. Am Ende drohen auch Bußgelder.

Siehe auch diesen Artikel der TAZ.

Anstatt sich konstruktiv mit dem Problem zu befassen, verfällt die Stuttgarter eu-kCDU in alte Denkmuster und beantragt, den Feinstaubalarm abzuschaffen und betont, dass die Luft derzeit so sauber ist wie noch nie. Auch OB Kuhn verweist auf die Bemühungen der Stadt und sieht vor allem die Erfolge.

Seid Feinstaubhelden


Vorankündigung: Demo für giftfreie Atemluft


BI Neckartor ruft mit einem breiten Bündnis regionaler Umweltgruppen zu einer Großdemo für giftfreie Atemluft auf. Das Unterstützerbündnis besteht aus:

VCD- Kreisverband Stuttgart, Arbeitskreis Stuttgart des Landesnaturschutzverbund, ADFC-Kreisverband Stuttgart, BUND-Kreisverband Stuttgart, Schutzgemeinschaft Krailenshalde, Klima- und Umweltbündnis Stuttgart, Naturfreunde Stuttgart, Naturfreunde Stuttgart Radgruppe, Umweltgewerkschaft e.V. Ortsgruppe Stuttgart, Arbeitsgemeinschaft Verkehrslärm Leonberg, Esslingen Feinstaub Lärm e.V., Critical Mass Stuttgart, Plattsalat Biomarkt Stuttgart, Die Anstifter, Robin Wood Regionalgruppe, OK Lab Stuttgart

Aktualisiertes Unterstützerbündnis: Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Kernen21 und die Parkschützer.

Nicht mehr auf das Flugblatt haben es geschafft: Die Linksjugend Solid Stuttgart

auswahl_007Die Demo findet am 30. März statt ab 17 Uhr. Sie können wählen ob Sie lieber vom Bopser zu Fuß zum Charlottenplatz gehen wollen oder ob Sie lieber ab Neckartor mit dem Fahrrad fahren möchten. Auf alle Fälle wird dieser Donnerstag Nachmittag als Autofreier Tag in die Geschichte eingehen.

Freuen Sie sich auf zwei beeindruckende Redner und gute Musik.

Es sprechen Dr. Angelika Linckh und Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe.

Es spielen Capella Rebella und Lokomotive Stuttgart.

 

Luftqualität und Warenverkehr


Welche Auswirkungen der weltweite Warenverkehr auf den Weltmeeren hat, stellt die Sendung Quer vom BR hier in diesem Video dar.

 

Feinstaub


Das Neckartor ist für seine hohen Feinstaubwerte bekannt. Aber seit wir von der BI Neckartor mitgewirkt haben, dass die vom OKLab gebauten Feinstaubsensoren in der Region verteilt werden, ist für alle sichtbar, dass nicht nur das Neckartor von hohen Feinstaubbelastungen betroffen ist.

Das Bild zeigt Leonberg vom Eltinger Blick. Deutlich erkennbar die Glocke, die über Leonberg steht.

smog-ueber-leonberg

Dieses Bild zeigt den Stuttgarter Fernsehturm schwebend im Feinstaubnebel.

czftq9axuaergna-jpglarge

Wenn Sie auf Twitter angemeldet sind und in der Region wohnen, dann folgen Sie doch Luftdaten.info und sie werden stündlich über die aktuellen Feinstaubwerte informiert.

Aus den Meldungen von Luftdaten.info geht hervor, dass nicht nur das Neckartor von hohen Feinstaubwerten belastet ist, auch die Region ist davon betroffen. Hier nur ein aktueller Auszug für die Region:

auswahl_334Zur Erklärung: Die Feinstaubsensoren, die vom OKLab gebaut wurden, können nur Partikel zählen. Für eine gravimetrische Untersuchung sind aufwendige Messverfahren nötig, die Zeit brauchen. Das LUBw veröffentlicht seine gravimetrischen Messungen mit etwa 3 Wochen Versatz. Da aber in etwa bekannt ist, was ein Partikel wiegt, kann man die Anzahl der Partikel umrechnen auf Gewicht. Dies wurde durch Messungen der Uni Stuttgart bestätigt. Nähere Informationen dazu auf Luftdaten.info

BI Neckartor und Fuss e.V. erstatten Anzeige


Die BI Neckartor und die Stuttgarter Ortsgruppe des Fuss e.V. Deutschland haben heute Anzeige gegen Fritz Kuhn und Wolfgang Reimer erstattet.

Stuttgart, den 23.01.2017

Hiermit erstatte ich Strafanzeige gegen Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart und Wolfgang Reimer, Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Stuttgart, Ruppmannstr. 21, 70565 Stuttgart

wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge (StGB. § 227) und wegen des Verdachts auf Unterlassene Hilfeleistung (StGB § 323 c)

wegen Unterlassung der Umsetzung des § 45, 1. Absatz 3, StVO § 45 StVO Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (1) Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten. Das gleiche Recht haben sie 3. zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen und stelle Strafantrag wegen aller in Betracht kommenden Delikte.

Dem liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
Die Einhaltung der EU-Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa
(Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG.) ist seit 2011 verbindlich.

Es ist vor allem der Straßenverkehr der Feinstaub verursacht. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass jährlich mehrere Tausend Menschen an den Folgen sterben.

Feinstaub wird in erster Linie durch den Menschen erzeugt. In Ballungsgebieten ist die Quelle der winzigen, in der Luft schwebenden und gesundheitsschädlichen Teilchen vor allem der Straßenverkehr.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes gingen von 2007 bis 2013 allein in Deutschland im Durchschnitt jährlich rund 46 000 Todesfälle auf die Belastung mit Feinstaub zurück. Je nach Größe und Eindringtiefe der Teilchen sind die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub verschieden. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge treten bei einer hohen Konzentration von Feinstaub verstärkt Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen auf – wie zum Beispiel Lungenkrebs.

Die beiden Angezeigten tun in ihren Funktionen als Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und als Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart nicht alles in ihrer Macht stehende, um die oben genannte EU-Richtlinie umzusetzen und damit die Gesundheit der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Im Zeitraum vom 18.01.2017 bis heute, 23.01.2017, haben die Schadstoffwerte in ganz Stuttgart eine Dimension (Überschreitung der Grenzwerte) erreicht, die von Experten als „besorgniserregend“ bezeichnet wird, ohne dass die Angezeigten geeignete Maßnahmen ergreifen, diesen Zustand zu beenden.

Die Überschreitung der Grenzwerte bedeutet an sich schon, dass die betreffende
Kommune ihre EU-rechtlichen Verpflichtungen nicht erfüllt hat und daher die
erforderlichen Maßnahmen ergreifen muss, um rasch Abhilfe zu schaffen (Artikel 23 EU-Luftqualitätsrichtlinie). Es gibt hier eine Ergebnisverpflichtung.

Aus diesem Grunde ist in Artikel 23 Absatz 1 Unterabsatz 2 vorgesehen, dass die Kommunen „geeignete Maßnahmen“ treffen müssen, um den Zeitraum der
Grenzwertüberschreitung „so kurz wie möglich“ zu halten, damit die vom Gesetzgeber festgesetzten Grenzwerte so rasch wie möglich eingehalten werden können. Eine Kommune, die in dieser Situation keine geeigneten Maßnahmen vorsieht oder durchführt, hat die vorgenannten Verpflichtungen nicht erfüllt. Herr Kuhn und Herr Reimer haben die gesetzliche Pflicht, die Bevölkerung von Stuttgart vor den Gefahren der Luftverschmutzung zu schützen. Sie haben die gesetzliche Pflicht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Der seit Wochen praktizierte, so genannte Feinstaubalarm ist keine geeignete Maßnahme, das Ziel einer Grenzwerteinhaltung zu erreichen. Stuttgarter Umweltverbände haben vor Einsatz dieser Maßnahme auf dessen inakzeptable Schwächen hingewiesen. Im Übrigen hat die EU Kommission in der Eröffnung eines Vertragsverletzungsverfahrens wegen der unzulässigen und fortgesetzten Überschreitung der Grenzwerte klargestellt, dass sie Maßnahmen, die auf
freiwillige Verhaltensveränderung basieren, nicht akzeptiert.

Es gibt auf Grundlage des § 45, 1. Absatz 3, StVO genügend rechtliche Handhabe, um z.B. durch Fahrverbote die Atemluft der Stuttgarterinnen und Stuttgarter sofort zu verbessern. Fahrverbote werden von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg bis 2018 ausgeschlossen. Dies schädigt fortgesetzt die Gesundheit aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter sowie die Gesundheit der Autofahrerinnen und Autofahrer, die aus dem Umland nach Stuttgart trotz Feinstaubalarms einfahren. Wir bitten Sie daher, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und uns über das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens zu informieren.

Das ganze als PDF: strafanzeige_fuer_presse

Presse: Anwohner erstatten Anzeige gegen Fritz Kuhn.

Thomas Bareiß von der CDU im Bundestag wirft Stadt und Land eine „durchschaubare Taktik“ in der Feinstaubdebatte vor. Fahrverbote würden der Autoindustrie schaden.