Schlagwort-Archive: Freie Fahrt

Fahrverbote


Gestern war eine Demo der CDU, FDP und Freie Wähler auf dem Schloßplatz.

Das konnten wir nicht unkommentiert lassen.

Vor allem die Reden von Kaufmann und Rühlke bestanden aus einer ziemlich kruden Mischung von Verschwörungstheorien (die ganze Debatte um CO2, Feinstaub und Stickoxide gehe zurück auf die Grünen, die die Autoindustrie hassen und kaputt machen wollen), Falschinformationen über die Luftschadstoffe und die Grenzwerte (der Vergleich Grenzwerte für Stickoxide am Arbeitsplatz und in der Außenluft geht auf die AFD zurück und die Initiative der 100 Lungenärzte wurde von einem Lungenarzt initiert, der noch nie etwas zu Stickoxiden veröffentlicht hat und einen Ex-Ingenieur von Daimler) und Weltuntergangsphantasien, wenn wir alle nicht mehr Autofahren dürfen.

Während wir mit unserem Transparent an der Treppe zum kleinen Schloßplatz standen, kamen viele Passanten zu uns. Viele äußerten Verständnis und lobten uns für die Aktion. Sie kritisierten aber auch den unzureichenden Nahverkehr, der vor allem in den Außenbezirken und außerhalb der Hauptverkehrszeiten (noch) keine wirkliche Alternative ist, zu teuer ist und deshalb reformiert werden muss. Es gibt zwar bereits europäische Städte wie Tallinn, die fahrscheinlosen Nahverkehr anbieten, aber in Deutschland kommt das derzeit nicht über den Status von Bürgerinitiativen hinaus.

Anstatt die Demos vor den Werktoren zu veranstalten – Gerhard Baum in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Es ist ein Versagen der Politik, das zu dieser Situation geführt hat.“ Schließlich habe man über Jahrzehnte gemeinsame Sache mit der Automobilindustrie gemacht – wird der Eindruck erweckt, dass jetzt der Bürger mit sinnlosen Grenzwerten, die von ökologisch verblendeten Ideologen geschaffen wurden, gegängelt wird.

Aber zum Glück gibt es noch Politiker, die es verstanden haben und ihrer eigenen Partei erklären müssen, was Recht und Gesetz ist. Gerhard Baum: „Einige Politiker fühlen sich allmächtig und vergessen, dass die Politik in besonderer Weise an Recht und Gesetz gebunden ist“.

 

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EU rügt Deutschland wegen Feinstaubbelastung


Die EU-Kommission rügte Deutschland wegen der hohen Feinstaubbelastung. Vor allem Stuttgart, aber auch Leipzig wurden hier als schlechtes Beispiel genannt. Die Kommission hat dabei auch rechtliche Schritte angedroht. Weiterlesen

Freie Fahrt für Schülergruppen


Wie Politik funktioniert und wie lange Entscheidungen oft brauchen können Kinder unter anderem an der Forderung „Freie Fahrt für Schülergruppen“ lernen.

Seit 2006 ist die Forderung nach einer Gruppenfahrkarte für den Schul- oder Hortbetreuer, die auf Ausflügen für die gesamte Gruppe/ Klasse genutzt werden kann und somit das lästige Lösen von Einzelfahrscheinen erübrigt auf dem Tisch. Diese Karte würde nicht viel kosten, aber viel Ärger einsparen – auch den Kontrolleuren! Eine Kinderfreundliche Stadt wie Stuttgart sollte sich das leisten können. Außer Lippenbekenntnissen ist aber bisher nicht viel passiert.

Weiterlesen in der StZ.

Unterschriftenlisten zur Unterstützung der Forderung erhalten Sie hier:
Unterschriftenliste als PDF zum direkt herunterladen.
Startseite: www.stuttgarterschulergruppen.jimdo.com

Freie Fahrt für Schülergruppen


Im kommenden Bürgerhaushalt unterstützen wir die Forderung von derzeit gut 8000 Stuttgarter Schülern und Eltern nach freier Fahrt für Schülergruppen. Die Forderung zielt darauf ab, dass Schüler- oder Hortgruppen bei Ausflügen und Klassenfahrten den ÖPNV kostenlos benutzen können, wenn ein Lehrer oder ein Betreuer mitfährt.

Die heutige Situation stellt sich so dar, dass der Betreuer Geld einsammeln muss und ausrechnen muss, wieviele Gruppen-, Tages-, und Einzelfahrscheine zu kaufen sind. Am Tag der Fahrt werden dann aber immer noch nicht alle Kinder das passende Kleingeld dabei haben (andere haben eventuell schon ein Monatsticket oder einen anderen Fahrschein), oder es kommen kurzfristig noch Kinder dazu. Das alles führt zu ziemlich großem Chaos und am Tag der Abfahrt müssen dann am Automaten 3, 4, 5 oder mehr Fahrscheine gekauft werden (passendes Kleingeld vorausgesetzt), das hält die anderen Fahrgäste auf und kostet Zeit.

Eine Gruppenfahrkarte für den Schul- oder Hortbetreuer, die auf Ausflügen genutzt werden kann würde dagegen nicht viel kosten, aber viel Ärger einsparen – auch den Kontrolleuren!

Eine Kinderfreundliche Stadt wie Stuttgart sollte sich das leisten können.

Unterschriftenlisten erhalten Sie hier:
Unterschriftenliste als PDF zum direkt herunterladen.
Startseite: www.stuttgarterschulergruppen.jimdo.com