Schlagwort-Archive: Frischluft

Wir haben dem Dämon die Hand geschüttelt


Danke an Daniel Bahr und Aha Film

Wie gravierend ist das Stickoxid-Problem?


Die deutsche Umwelthilfe hat im Stuttgarter Talkessel Messungen gemacht, um damit ihre Klage gegen die Stadt Stuttgart zu untermauern. Sie hat am Hauptbahnhof, an der Römer-Schule, am Stöckach vor dem Zeppelingymnasium, vor dem Kindergarten der Lukasgemeinde in der Schwarenbergstraße und vor dem Katharinenhospital gemessen. Dabei sind vor allem die Busse der SSB (bis zu 1200 Mikrogramm bei einem älteren Modell) auffällig gewesen und Personen-KFZ der neueren Baureihen bekannter Hersteller (der Artikel nennt Opel mit bis zu 400 Mikrogramm in Fahrt, 1000 Mikrogramm beim Anfahren).

Die Wirkung von Stickoxiden ist hier beschrieben. Weiterlesen

Den Kopf in den Gully-Deckel


„Von den meisten Tunnelbaumaßnahmen werden die Anlieger wenig belästigt.“
Aus der Broschüre „Das Projekt Stuttgart 21“ herausgegeben von der Deutschen Bahn, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Regionalverband aus dem Jahr 2006. Weiterlesen

Brauchen wir Einkaufszentren?


Die CDU-Stuttgart fragt aktuell, ob Einkaufszentren Parkplätze brauchen.

Liebe Stuttgarter CDU,

Diese Frage ist berechtigt. Diese Frage ist aber gerade mal soweit gedacht, wie ein Kind einen Kirschkern spucken kann. Denn eigentlich müsste die Frage lauten: Brauchen wir Einkaufszentren? Dann stellt sich auch die Frage nach den Parkplätzen und dem dadurch verursachten Parkplatzsuchverkehr nicht.

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Wann können wir wieder richtig durchatmen?


die Rußfrei-fürs-Klima-Verbändekampagne (http://www.russfrei-fuers-klima.de), ein Zusammenschluss aus BUND, DUH, NABU und VCD, veranstaltet am Montag, 5.5., 18:30 bis 20:30 Uhr eine Podiumsdiskussion anlässlich der Europa- und Kommunalwahl mit dem Titel „Saubere Luft für Stuttgart – Wann können wir wieder richtig durchatmen“ in der Stuttgarter Liederhalle, Tagungsraum 22-24. Weiterlesen

Günstiger leben in der Stadt! Aber zu welchem Preis?


Wer in der Stadt wohnt und arbeitet, lebt trotz der hohen Mieten/ hohen Finanzierungskosten für Wohneigentum günstiger als derjenige, der sich in der Umgebung der Stadt oder auf dem Land niedergelassen hat. Die niedrigen Kosten für Miete oder Wohneigentum auf dem Land werden durch die hohen Verkehrskosten für das Pendlen bei weitem aufgefressen. Darauf weist die Berliner Senatsverwaltung hin. Sie hat eine Studie vorgestellt in der die Lebenshaltungskosten für Haushalte in Berlin mit Haushalten in der Umgebung verglichen wurden. Die Daten beruhen auf dem letzten Mikrozensus. Demnach haben Bewohner der Stadt weniger als 1 PKW pro Haushalt. Haushalte im Umland haben dagegen oftmals mehr als ein Auto. Dies mache einen deutlichen Preisvorteil für Bewohner der Stadt aus.

Sobald die S-Bahn-Anbindung an die Vororte gut ist, verzichten auch Bewohner der Vororte teilweise auf das Auto.

Daraus lässt sich folgendes ableiten:

  • Einerseits ist die dörfliche Entwicklung zu fördern damit wieder kleine Läden für die Nahversorgung und die typische Dorfkneipe eröffnet werden bzw. vor Schließung bewahrt werden um so die Landflucht einzudämmen.
  • Andererseits ist die Zahl der Wohnungsneubauten (auch die des geförderten Wohnungsbaus) in den Städten zu erhöhen. Das darf aber natürlich nicht zu Lasten der bereits in der Stadt wohnenden Bevölkerung gehen.
  • Um die Bewohner des Umlandes der Städte auch zum Verzicht auf das Auto zu bewegen sind die ÖPNV-Verbindungen in das Umland dringend auszubauen. So nehmen dann  die morgendlichen Staus in die Stadt ab bzw. werden kürzer!

Der Ausbau der Städte muss aber so erfolgen, dass die Stadtbevölkerung nicht unter dem Ausbau leidet.?

OB Kuhn hat das Ziel ausgegeben, 1500 Mietwohnungen zu bauen, 550 davon gefördert. Bisher lag die Zahl der geförderten Wohnungsbauten bei 37! Zukünftig also mehr als das 13-fache! Das meldet der Mieterverein in der aktuellen Ausgabe der Mieterzeitung, Stuttgarter Ausgabe. Dazu wurde bereits vor einigen Jahren das Stuttgarter Innenentwicklungskonzept SIM aufgestellt. Dieses sieht vor, dass der Wohnraum in den Innenstadtbezirken nachverdichtet wird, also Baulücken geschlossen und freie Grundstücke nachträglich bebaut werden. Das hat zur Folge, dass in einigen Stadtbezirken über Jahre gewachsene Gründflächen und begrünte Hinterhöfe zur Baustelle werden. Für die zukünftigen Bewohner der Stadt ist das gut, da sie Wohnraum vorfinden und diesen nutzen können. Die Mieter, die bereits seit Jahren dort leben haben allerdings mit erheblichen Einbußen zu leben. Grünflächen, Spielplätze, Schattenspendende Bäume und Erholungsraum geht verloren. Weiterhin geht durch den Verlust von Grünfläche auch eine Quelle für Frischluft verloren. Siehe beispielsweise die Situation der Bewohner rund um den Innenhof Lindenspürstraße.

Deshalb muss der Ausbau nachhaltig erfolgen, es dürfen insbesondere keine Grünflächen, die schon seit Jahren brach liegen versiegelt werden, auch wenn dies (teilweise recht alte) Bebauungspläne so vorsehen. Ansonsten leben wir in der Stadt auf Kosten der zukünftigen Stadtbewohner, die dann kaum noch Frischluft bekommen und dicht an dicht wohnen und leben müssen.

Das im Artikel verwendete Bild wurde vom United States Census Bureau erstellt und ist Public Domain, es stammt aus dem Wikipedia-Artikel über Pendler.