Schlagwort-Archive: Haussmannstraße

Symbolische Hausbesetzung


Wir berichteten bereits Anfang 2014 über den Leerstand in der Haussmannstraße, das ehemaligen Haus des paritätischen Wohlfahrtsverbandes steht immer noch und ist bis jetzt nicht abgerissen worden.

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Stuttgart, Stadt der Baustellen


Stuttgart ist auf dem besten Weg einen neuen Titel zu erhalten. Neben der 10jährigen Führung der Feinstaubmeisterschale und dem Titel der Stauhauptstadt ist jetzt scheinbar auch das Erreichen des Titels der Baustellenhauptstadt das Ziel der Stadt.

Diese weiteren Baustellen sind zwar verhältnismäßig klein im Gegensatz zu den S21-Tunnelbaustellen, aber in Summe größer.

Aber ganz besonders betroffen ist Stuttgart Mitte, vor allem durch S21-Baustellen, wie am Wagenburgtunnel, Königin-Katharina-Stift, Heilbronner Straße, Staatsgalerie etc. pp.

  • Das Stadtmuseum ist vollständig entkernt, der Ausbau hat begonnen
  • Der Hang für den Neubau der Ballettschule ist gerodet, Erdarbeiten haben noch nicht begonnen
  • Die Tiefgarage der Landesbibliothek ist abgerissen worden
  • Das City-Gate ist so gut wie fertig
  • Das Milaneo ist bereits seit längerer Zeit geöffnet, aber trotzdem ist drumherum noch eine große Baustelle, die Wolke ist im Rohbau fertig. Die Brücke der U12 über die Wolframstraße steht, da der Damm zum Milchhof aber noch nicht befestigt ist, machen die Gleisbauarbeiten auf der Brücke noch keinen Sinn. Und auch die Sparkassenakademie und weitere Gebäude im Europaviertel sind nicht fertig oder noch gar nicht angefangen

Die Liste wird fortgesetzt.

Aktuelle Karte der Stadt mit den derzeitigen Bauprojekten (allerdings sind dort nicht alle Bauprojekte aufgeführt, das Wasserwerk am Kanonenweg beispielsweise fehlt).

Wasserwerk am Kanonenweg


Das Wasserwerk am Kanonenweg (früherer Name der Haussmannstraße) bekommt einen neuen, rund 12.000 Kubikmeter Trinkwasser fassenden Erdbehälter, der alte 10.000 Kubikmeter fassende und denkmalgeschützte  Behälter 3 wird dann stillgelegt.

Zur Geschichte der Haussmannstraße siehe hier, Bericht von einer Besichtigung des Behälters 3 im Jahre 2014 und Bericht zum Beschluß des Bezirksbeirats Ost aus dem Jahre 2013, beide Beiträge mit Fotos der historischen Anlagen.

Um die Bauarbeiten, die direkt am Urachplatz und am Daniel-Stocker-Weg stattfinden werden, vorzubereiten wurde in den vergangenen Tagen der bisher freie und unbebaute Hang gerodet und freigeräumt. Bald werden die Bagger anrollen und die Grube ausheben. Nach der dreijährigen Bauzeit wird der Behälter wieder zugedeckt und mit Gehölzen bepflanzt. An der Baustelle sind bereits Schilder angebracht, dass jeder Baum zweifach ersetzt wird.

Das zweite Wasserwerk in Stuttgart an der Uhlandshöhe liegt zwischen Schützen- und Werastraße, unterhalb der Jugendherberge. Auch dort soll bald gebaut werden.

Wohnungen? Dringend gesucht!


Hackstraße/ Stuttgart Ost

Die evangelische Heimstiftung wird ihre Büros in der Hackstraße abreißen lassen um dort ein neues modernes Bürohaus zu errichten.

Bilder von Gablenberger Klaus.

Die StZ meldet (leider nicht im Internet zu finden), dass der Abriss des blauen Bürohauses und des benachbarten Wohnhauses bereits diesen Frühjahr beginnen soll. Das Palmbräu in dem linken Wohnhaus hat bereits seit längerem geschlossen, der Supermarkt in dem Bürohaus wird bald schließen und an der Metzstraße neu eröffnen. Bis 2016 soll dann ein großes Bürohaus mit einer Tiefgarage mit etwa 90 Stellplätzen errichtet werden, das dann von der Heimstiftung genutzt werden soll. Zwischenzeitlich wird die Heimstiftung in Neckarstraße ein Interimsquartier beziehen.

Stafflenbergstraße/ Gerokstraße

Auch die Diakonie in der Stafflenbergstraße/ Gerokstraße ist ausgezogen und das Areal soll nach dem Auszug des Interimsmieters Staatsministerium abgerissen werden. Dort soll ein exklusives Wohnhaus entstehen.

Die Bilder stammen ebenfalls von Gablenberger Klaus.

Haussmannstraße

Das Bürogebäude in der Haussmannstraße gehörte dem paritätischen Wohlfahrtsverband und wurde angeblich an eine Wohnungsbaugesellschaft aus der Region verkauft. Das Bild wurde von Andreas H. gemacht und uns freundlicherweise überlassen.

DSCF1999-1Die Haussmannstraße liegt zentral und verkehrsgünstig in Mitte und ist in der Vergangenheit – ebenso wie die Alexanderstraße oder Olgastraße – durch höher- oder hochwertige Bauprojekte aufgefallen.

In diesem Zusammenhang denkt man schnell an eine Gentrifizierungswelle, die über unsere Stadt hinweg rollt. Und tatsächlich, in diesen drei Fällen – die exemplarisch für viele weitere Projekte stehen – wird Raum in der Stadt, der für günstigen Wohnraum hätte zur Verfügung stehen können umgewandelt in Büro und Geschäftsraum und so für Jahre der Nutzung als Wohnraum entzogen.

Dazu aus einem Antrag der Fraktion SÖS/ Die Linke aus dem April 2013:

In Stuttgart herrscht Wohnraumnot. Die Mieten explodieren und immer mehr Menschen werden durch Spekulation und Mietwucher aus ihrem Wohnumfeld verdrängt.

Das Pestel-Institut sieht in einer Studie von 2012 ein
Wohnraumdefizit von 8.000 Wohneinheiten in Stuttgart, das Statistische Landesamt in der regionalen Wohnbedarfsvorausrechnung aus dem Jahr 2011 ein Defizit von 16.000 Wohnungen.

Wohnraumnot wird so für viele Menschen zur existenziellen Bedrohung, denn viele wenden bereits heute 50 % und mehr ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen auf.
Neuer Wohnraum entsteht aber noch immer vorwiegend in privilegierter und flächenintensiver Bauweise, anstatt in anspruchsvollem Geschosswohnungsbau. Bauland wird so verschwendet.

2013-04-30_Antrag Wohnraumversorgung ist Aufgabe kommunaler_-Daseinsvorsorge

Stuttgarts Engagement auf dem Wohnungsmarkt übernimmt die SWSG. Ein Kommentar zur derzeitigen SWSG und der hohen Bonuszahlungen an die Geschäftsführung ist hier in der StZ und der Bericht zu der derzeitigen öffentlichen Diskussion ist hier.

Kuhns Programm der Konzeptvergaben zur Förderung des Wohnungsbaus sieht einen geringeren Profit für die Stadt beim Verkauf von stadteigenen Grundstücken vor – weil unter anderem auch sozialer Wohnungsbau verpflichtend vorgeschrieben wird auf diesen Grundstücken. Dadurch sinkt der Wert der Grundstücke und die Stadt hat weniger Profit aus diesen Verkäufen.

Branchenkenner sagen aber, dass der veranschlagte Rückgang beim Gewinn zu gering ist. Die Stadt müsste hier aktiver werden und mehr Geld in die Hand nehmen. In Doppelhaushalt sind das aktuell 10 Millionen pro Jahr für 2014 und 15. 10 Millionen, das reicht gerade mal für das Areal Rote Wand auf dem Killesberg. Kritisiert werden Kuhn und die Stadt unter anderem auch von Hannes Rockenbauch und der SÖS. Ohne eigenen Besitz könne die Stadt nicht bestimmen, was gebaut wird. Auch vom Mieterverein Stuttgart kommt Kritik.

Das meldet die StZ.

Bürgersteige schrumpfen, Teil 2


In Ergänzung zu dem Artikel „Bürgersteige schrumpfen – Der Autofahrer wird hofiert“ hier weitere Bilder aus der Landhausstraße, die uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

Artikel der StZ zu dem Thema.

Hier sieht man das Problem beim Gehwegparken. Da die feste Kante des Bordsteins fehlt haben die Autofahrer keinen Orientierungspunkt. Und wenn der Fahrer dann beim Aussteigen bemerkt, dass er über der Linie steht, wird er dies wahrscheinlich hinnehmen und den Wagen so stehen lassen – wenn er es überhaupt bemerkt. Dadurch wird dem Fußgänger Platz genommen, durch zusätzlich abgestellte Fahrzeuge im Verkehrsraum des Fußgängers wird der Platz weiter minimiert.

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Bürgersteige schrumpfen – Der Autofahrer wird hofiert!


Seit Anfang des Jahres wird im Stuttgarter Osten an den Straßen gebaut, die Arbeiten werden aus dem STEP-Programm (Stadtentwicklungspauschale) bezahlt. So sollen im Rahmen des STEP die Schwarenbergstraße zwischen Rotenbergstraße und Schönbühlstraße, die Landhausstraße zwischen Heinrich-Baumann-Straße und Schwarenbergstraße, der Platz neben der Gaisburger Kirche und die Kreuzung Schurwald- und Hornbergstraße umgestaltet werden.

Die Arbeiten in der Landhausstraße und der Schwarenbergstraße haben Anfang des Jahres begonnen. Bauminseln wurden ausgehoben und die Fusswegkante wurde an der Einmündung Neuffenstraße in die Fahrbahn verlegt um den Fussgängern die Überquerung der Straße zu erleichtern. Wenn im Herbst/ Winter dieses Jahres dann auch noch die Bäume gepflanzt werden ist das ganze eine schöne Sache, die sicher zu begrüßen ist.

Von Mittwoch bis Freitag, 7. bis 9. August war die Landhausstraße im genannten Bereich für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Fahrbahndecke wurde hier erneuert und am Freitag wurden die neuen Markierungen gemalt. Wer am Samstag nach den Arbeiten über die Landhausstraße spazierte staunte dann aber nicht schlecht. Auf der nord-östlichen Seite sind die Bürgersteige geschrumpft. OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERADen Autos werden jetzt ca. 20 Zentimeter vom Bürgersteig als Parkplatz zur Verfügung gestellt. Der Bürgersteig ist damit geschrumpft.

Dabei ist dies eigentlich ein sogenannter „Sicherer Schulweg“ denn keine 100 Meter von der Position des Fotografen der Bilder entfernt befindet sich der Eingang zur Ostheimer Schule. Damit ist die Landhausstraße potentieller Weg der Schüler. Wie sich das mit einem schmalen Fussweg vereinbaren lässt?

Die Bilder für diesen Artikel wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Weitere Bilder