Schlagwort-Archive: Hölscher

geologische Risiken ausgeräumt?


Ursprünglich war das Rohrnetz zum Grundwassermanagement so geplant, dass über drei Stränge blauer Rohre im Kernerviertel Grundwasser in Brunnen gegeben wird um so den fehlenden Gegendruck durch das entnommene Wasser im Schloßpark auszugleichen. Weiterlesen

S21-Brunnen übergelaufen


Es ist ein S21-Schluckbrunnen übergelaufen. Wolfgang Rüter hat Bilder gemacht. Nachdem es bereits im September in der Urbanstraße in der Nähe eines Brunnens zu einem Wasserschaden in einem angrenzenden Keller gekommen ist, der offiziell durch eine beschädigte Dichtung verursacht wurde, ist diesmal das Wasser im Rosensteinpark in der Nähe des alten Bolzplatzes ausgetreten. Es kam niemand zu Schaden. Auf Seiten den S21-Widerstands vermutet man hier eine falsche Schaltung der Steuerungselektronik, die trotz gefülltem Brunnen immer wieder ein Ventil öffnete oder eine Pumpe einschaltete und weiter Wasser in den bereits gefüllten Brunnen floss.

Brunnen überschwemmt Keller


In der Sängerstraße kam es vor etwa einer Woche zu einem folgenschweren Unfall mit einem Brunnen, der zu dem Netz der blauen Rohre gehört.

Offiziell ist eine Dichtung beschädigt gewesen. Auf Seiten der Fachleute im S21-Widerstand geht man aber davon aus, dass in diesem Fall bei den konstant niedrigen Druckverhältnissen in den Rohren eine geringe Wassermenge hätte dauerhaft aus den Rohren auslaufen müssen. Aufgrund des plötzlichen Auftretens geht man hier eher von einer falschen Montage aus, die zu einem Riss geführt hat. Die Anwohner haben aber auf jeden Fall jetzt den Schaden.

Fotos auf BAA (Verknüpfung siehe oben).

250 Anwohner legen Bauarbeiten lahm


Die Presseerklärung zur Dienstagsblockade im Kernerviertel.

Frühstück im Kernerviertel


Dienstag, den 16. April wird es ein neues Frühstück im Kernerviertel geben. Die Versorger, die Trommler und zwei Redner werden vor Ort sein. Ab 6:30 Uhr über dem Wagenburgtunnel. Siehe auch auf BAA.

Frühstück im Kernerviertel


Hier ein Bericht von dem heutigen Frühstück im Kernerviertel von Zwuckelmann.

Die Bauarbeiten in der Werastraße begannen nicht um 7 Uhr, sondern erst um 8:30 Uhr – und wir haben einmal mehr öffentlichkeitswirksam darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit der Verrohrung des Kernerviertels mit all den mit der Grundwasserabsenkung einhergehenden und bisher nicht ausgeräumten Risiken nicht einverstanden sind. Und selten erhielten wir so viele erhobene, zustimmende Daumen aus vorbeifahrenden Fahrzeugen wie hier und heute.

Aktualisiert: Fotos aus dem Kernerviertel

GWM-Arbeiten im Kernerviertel


Hinweis auf Bei Abriss Aufstand

Anwohnerappell (PDF)

Bilder zur Doku der Bauarbeiten und Lage der Brunnen von Wolfgang Rüter

Bilder von Synnie Do (Zugang nur möglich nach vorheriger Anmeldung im Parkschützerforum): 1. Bild, 2. Bild und 3. Bild

Blaue Rohre


Nachdem bereits vor einigen Wochen in der unteren Kerner Straße Rohre verlegt wurden, sollen jetzt entlang der Staffel an der Neckarrealschule und der Paul-Löbe-Staffel Rohre verlegt werden, teilweise sogar in der Nacht. Siehe hier die Anwohner-Information (diesmal wohl ohne den nervigen Maulwurf) Blaue Rohre im Kernerviertel

Fotos im Blog von Gablenberger Klaus.

Kleiner Pressespiegel


S21

Nun ist sie da, die mit Spannung erwartete Entscheidung des DB-Aufsichtsrats.

Manch einer denkt vielleicht, dass jetzt alles aus und vorbei ist. Aber ist es nicht eher so dass sich gar nichts geändert hat? Nach Merkels und Schäubles Persilschein wäre der Aufsichtsrat ja auch schön dumm gewesen, wenn er der Empfehlung weiter zu bauen nicht gefolgt wäre. Es ist zwar nicht die Aufgabe von Aufsichtsräten Politikermeinungen zu folgen aber das scheint bei diesem politische gewollten Projekt eh egal zu sein. Die von vielen Gegnern herbeigehoffte Ausstiegschance blieb – mal wieder – ungenutzt. Trotzdem –  und darüber soll Merkels Persilschein hinwegtäuschen –  steht das Projekt weiterhin vor zahlreichen Hürden. Und diese werden auch durch ein Machtwort der Kanzlerin nicht kleiner!

  1. Die ungeklärte Finanzierung (Abendblatt und Handelsblatt)
  2. Die ungeklärte Machbarkeit (Zur Erinnerung: PlusMinus – daran hat sich nichts geändert)
  3. Die ungeklärte Sinnhaftigkeit – Firmiert inzwischen auch unter Subventionsbetrug: Tagesschau

Die hysterischen Reaktionen der Beteiligten sind allerdings bemerkenswert.

Im Streit um die Mehrkosten sind wir inzwischen bei „Einklagen“, wobei das unseren Ministerpräsidenten nach eigenen Angaben nicht sonderlich beunruhigt. Ramsauer droht mit höheren Fahrpreisen.

Warum eigentlich Ramsauer? Wäre das nicht der Text von Herrn Grube? Dieser äußert sich wiederum mit Wahlkampf-Empfehlungen – Verkehrte Welt? Wer ist denn jetzt der Politiker und wer der Unternehmensvorstand?

Die Bahn gilt doch als eigenwirtschaftliches Unternehmen – jedenfalls immer dann, wenn es an Transparenz mangelt. Nun, wie wenig Herr Ramsauer insgesamt von seinem Ressort versteht, hat „Der Freitag“ etwas ungehalten zusammengestellt. Der SPD würde man zwar nicht zutrauen, dass sie es besser könnte – die Ramsauer-Schelte liest sich trotzdem schön:

Auch die Äußerungen des Aufsichtsrats muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Da wissen wir doch, dass das Projekt vor allem beim Brandschutz erhebliche Mängel aufweist – und der Aufsichtsrat bezeichnet das als „Lametta“. Haben die Herren wirklich nicht mitbekommen, dass BER an eben diesem „Lametta“ gescheitert ist? Gut, bei BER hat man offenbar vieles nicht mitbekommen, sonst hätte man nicht ausgerechnet Hartmut Mehdorn zu Chef gemacht. Die „Zeit“ ist zwar der Ansicht, dass es gute Gründe für diese Wahl gibt – interessanterweise führen sie als Erstes an „Mehdorn hat nichts zu verlieren“. Für Menschen mit Humor schreibt der Postillon: „Angesichts der zahlreichen Pannen und Verzögerungen beim Bau, hat eine große Mehrheit der Bevölkerung angenommen, dass Hartmut Mehdorn schon längst Chef des Flughafens sei“.

Übernommen aus einem Rundschreiben der Infooffensive.

Wie geht es jetzt weiter? Die Frage der Finanzierung und der Machbarkeit sind natürlich nicht vom Tisch. Zusätzliches, neues Geld kann man sich besorgen, entweder vom Kunden (siehe oben) oder von Investoren, so wie in Italien beim Großprojekt Sizilienbrücke. Die interne Abschätzung, dass man die Mehrkosten nicht einklagen kann macht eine solche Lösung mit Hilfe von Investoren nur wahrscheinlicher. Aber ist das wirklich die Lösung? Die technischen Probleme bleiben. Und die lassen sich auch mit noch mehr Geld nicht lösen. Stattdessen wird erst einmal weitergebaut, über die Kosten kann man später reden. Und wer sagt denn, dass die 6,8 Milliarden überhaupt ausreichen? Angeblich schwirren ja schon intern bei der Bahn Zahlen von weit als 10 Milliarden herum, nur das will natürlich niemand zugeben, erst Recht nicht so kurz vor der Bundestagswahl.

Alarmbereitschaft


Fritz Kuhn hatte noch vor ein paar Tagen appelliert, dass es keine neuen Baumfällungen mehr geben soll. Wir haben danach schon fast aufgeatmet, dass jetzt wenigstens die restlichen Bäume im Rosensteinpark geschützt sind. Die Arbeiter von Hölscher und Hydromontage sind aber natürlich nicht weggefahren sondern haben angefangen, ihre blauen Rohre in den Wohnvierteln zu errichten. Das hat aber nicht lange vorgehalten.

Aufgrund Dr. Angela Merkels und Dr. Wolfgang Schäubles Persilschein für S21 werden die Bauarbeiter jetzt wieder von diesen Baustellen abgezogen und noch einmal im Rosensteinpark eingesetzt um dort in den letzten Tagen des Februars noch einmal richtig Tabula Rasa zu machen. Für Montag morgen sind Baumfällungen angekündigt worden. Es ist die Rede von 17 Bäumen, es wird aber befürchtet, dass weit mehr als 50 Bäume gefällt werden. Ein Baum gilt erst ab einem Stammumfang von 60 Zentimetern als Baum. Mit 60 Zentimetern Umfang (entspricht ungefähr 20 Zentimeter Durchmesser) ist ein Baum aber schon sehr hoch und mächtig.  Hier die Karte des gefährdeten Bereichs. Es wird vermutet, dass der Bereich an der Ehmannstraße (Karte) freigemacht werden soll um im Frühjahr und Sommer die Ersatzstraße (hellblau) in den Park verlegen zu können.

Rosenstein-2

Auch das zweite Damoklesschwert, der Rosensteinautotunnel, schwebt weiterhin über dem Rosensteinpark. Am Neckarhang werden derzeit noch keine Fällungen erwartet. Allerdings heißt es auch hier: wachsam sein und oben bleiben!

Rosenstein1

Die Bilder sind von Klaus Gebhard erstellt worden.

Es wird mit einem massiven Einsatz von Polizei gerechnet. Wenn am Wochenende nicht die große S21-Endstation-Demo und weitere Demos anlässlich der Zerstörung von Pforzheim im zweiten Weltkrieg gewesen wären, hätten die Arbeiten wahrscheinlich schon früher beginnen können.

Speichern Sie die Nummer des Alarmtelefons der Parkschützer in Ihr Telefon ab, die Nummer finden Sie hier.

Achten Sie auf verdächtige Fahrzeuge von Firmen, die Namen finden sie in den aktuellen Beiträgen auf Parkschützer

Weiterhin ist zu beachten, dass es im Bereich der Willy-Brandt-Straße zu Lärmbelästigungen kommen kann, rund im die Uhr!