Schlagwort-Archive: Jürgen Resch

Rede Jürgen Resch


Protestaktion beim Handelsblatt Autogipfel am 25.10.2019
„Porsche Autogipfel-Kartell der Klimakiller“

Rede von Jürgen Resch am Porsche Platz

Liebe Freundinnen und Freunde der Sauberen Luft und der lebenswerten Stadt. Ich freue mich darüber, dass so viele von Euch dem Aufruf der Umweltgruppen und Bürgerinitiativen gefolgt und „Nein“ sagt zur geplanten Autoflut. Neben uns im Porsche-Museum feiert sich heute die „Elite“ der deutschen Autokonzerne. Heute geht es um die „E-Mobilität“, die Keynote kommt von Porsche-Chef Oliver Blume zur „Zukunft des Sportwagens“. Er lässt sich dafür feiern, dass sein 180.000 € teurer Elektro-Sportwagen 20mal hintereinander von 0 auf 200 km/h beschleunigt werden kann ohne langsamer zu werden. Seine Ingenieure hatten herausgefunden, dass andere Elektrofahrzeuge bereits nach 10maliger Wiederholung dieser auf deutschen Straßen natürlich unverzichtbarer Tugend eine Sekunde länger brauchen. Weiterlesen

Rede von Jürgen Resch auf der 378. Montagsdemo


Rede von Jürgen Resch auf der 378. Montagsdemo

Giftfreie Atemluft für Alle – Rede 3


Umweltgewerkschaft Stuttgart, Rede zum Auftakt der Demo am 30.03.2017

Hallo liebe Demonstranten aus Stuttgart und Umgebung, Es ist toll, das so viele an diesem sonnigen Frühlingstag zur 2. Demo für eine giftfreie Atemluft für alle, für ein lebenswertes Stuttgart gekommen sind.

Die Demo letztes Jahr ging vor allem gegen die hohe Belastung durch Feinstaub, was natürlich weiter unser
Anliegen bleibt. Die Stadt Stuttgart und die Landesregierung tun so, als ob das Thema Feinstaub bald gelöst wäre – doch die Luft wird nicht nur durch Feinstaubpartikel vergiftet, sondern vielmehr noch durch den immens angestiegenen Anteil an Stickoxiden.

Diese schädigen nicht nur die Lunge, sondern das gesamte Herz Kreislaufsystem. Deshalb heißt das Motto dieser Demo: Giftfreie Atemluft für Alle – dazu wird uns auf der Abschlußkundgebung um 17.30 die Ärztin Dr. Angelika Linckh in Ihrer Rede wichtige Informationen liefern. Auch Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe wird zu uns sprechen und uns wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unseres Kampfes geben.
Herzlichen Dank an Beide für diese Unterstützung!!

Ich heiße Claudia Molt, spreche für die Stuttgarter Gruppe der Umweltgewerkschaft, und möchte im Namen der Bürgerinitiative Neckartor die Demonstration ansagen.

Der krebsartig wuchernde PKW-Autoverkehr – und der Gütertransport auf den Straßen zerstört Leben und unsere Gesundheit. Nach der Aufdeckung des Abgas-Skandals, nach der Entlarvung des Betrugs mit den angeblich saubersten
Autos der Welt, an dem alle Auto-Konzerne beteiligt sind, werden sogar noch mehr und immer größere Spritschlucker hergestellt. Der CO-2 Ausstoß aus dem KFZ-Verkehr steigt entgegen aller Klimaziele und Versprechungen wieder an, die Umweltzerstörung geht also verstärkt weiter!!

Nur weil weltweit mit massenhafter Autoproduktion, billigem LKW-Transport auf Kosten der Allgemeinheit und mit fossiler Verbrennungstechnik unendliche Profite gemacht werden, wird diese absolut schädliche Entwicklung nicht gestoppt! Unter den ersten 30 der 500 größten weltbeherrschenden Konzernen sind allein 10 Ölmultis und 4 oder 5 Automonopole.

Das bisherige Verkehrswesen mit dem Vorrang Autoverkehr ist am Ende und muss ersetzt werden mit dem Vorrang eines attraktiven, umwelttauglichen öffentlichen Personen und Gütertransport.

Der öffentliche Personennahverkehr muss zum wichtigsten Transportmittel werden. Er muss umfassend ausgebaut und zur kostenlosen Nutzung angeboten werden – außerdem schafft dies auch neue Arbeitsplätze.

Die Stadt muß autofrei und so ein lebenswerter Ort für Ihre Bewohner werden – deshalb ist die Maxime der heutigen Demo:
Wir machen den Tag zum autofreien Donnerstag! Eine Stadt ohne massenhaften Autoverkehr bedeutet nicht Verzicht, sondern ist ein riesiger Gewinn an Lebensqualität.

Wir fragen: wie modern und attraktiv ist denn unser öffentlicher Nahverkehr in und um Stuttgart? Könnten alle Pendler einfach so umsteigen?
Industrie und Handel weiten Arbeits– und Schichtzeiten in den Abend hinein aus. Wie will man nachts schnell nach Hause kommen, wenn manche Busse nur noch alle halbe Stunde fahren? Wie soll beispielsweise ein Pendler von Böblingen spät abends nach Nürtingen kommen?

Eine 2. S-Bahn Stammstrecke wäre 10 x sinnvoller als Stuttgart 21.
Ein S- Bahn – Ringschluss südwestlich von Stuttgart, hervorragend ausgearbeitet von den Vordenkern des Konzeptes „Umstieg 21“, fehlt komplett. Zwischen Böblingen und Kirchheim-Teck leben aber nochmal eine halbe Million Menschen, die oftmals auf das Auto angewiesen sind.

Jahr für Jahr steigen die Fahrgastzahlen im VVS. Warum wurden die VVS – Fahrpreise nicht billiger sondern teurer? Fast 3 Euro für 2 Zonen – was ist daran attraktiv oder günstig?

„Verkehrsträger Straße leistungsfähiger machen und Verkehrsfluss erhöhen“ steht im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen – wir wollen aber keine „freie Fahrt für freie Bürger“ – ohne Rücksicht auf die Gesundheit, hinein in den nächsten Stau!

Feinstaub und Stickoxide töten auf Dauer auch unterhalb der Grenzwerte.
Im Übrigen stellen Grenzwerte eine relativ willkürliche Größenordnung dar, bis zu der die Atemluft als kostenlose Müllkippe benützt werden darf.

Menschheit und Natur brauchen giftfreie Atemluft!
Drastischer Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs!
Ausstattung sämtlicher VVS -Busse mit Brennstoffzellenantrieb!
Beides nutzt der Natur und schafft Arbeitsplätze!
Fahrverbote bei erhöhten Feinstaubwerten!
5 Minutentakt bei Bahnen und Bussen in Stoßzeiten!
Für eine Verkehrswende – Umweltabos zum halben Preis als Sofortmaßnahme
langfristig – Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr!

Giftfreie Atemluft für Alle – Rede 2


Rede von Jürgen Resch auf der Demo für Saubere Luft für Alle.

Video von Eberhard Linckh.

Liebe Stuttgarter Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Freunde einer sauberen Luft für Stuttgart,
ich freue mich sehr über die Einladung und die Möglichkeit, Ihnen heute etwas genauer erläutern zu dürfen, warum ausgerechnet Ihre Heimatstadt Stuttgart die mit Abstand schmutzigste Luft aller Großstädte in Deutschland hat – und was getan werden muss, dass sich dies kurzfristig ändert.
Und zwar spätestens ab dem 1. Januar 2018. Weiterlesen

E-Mail-Aktion für saubere Luft


Die Deutsche Umwelthilfe ruft auf zu einer E-Mail-Aktion an Bundesverkehrsminister Dobrindt für saubere Luft. Schreiben Sie an Bundesverkehrsminister Dobrindt und fordern Sie ihn auf, für strenge Abgaswerte einzutreten.

Hier unterschreiben

Aktuelle Presseschau Dieselgate


Aktuelle Schlagzeilen zum Thema Dieselgate:

„Hört auf die Automobilindustrie zu verhätscheln“ fordert Matthias Breitinger in der Zeit. Die Bedeutung der Automobilindustrie wird maßlos überschätzt. Siehe dazu auch dieser Artikel aus dem Jahr 2015, der sich mit der Frage beschäftigt, wieviele Arbeitsplätze an der Automobilindustrie hängen. Weiterlesen

Umwelt- und menschenverträgliche Verkehrspolitik


Für eine umwelt- und menschenverträgliche Verkehrspolitik

Unter diesem Titel findet am Mittwoch, den 14. September, um 19 Uhr im Bad Cannstatt im Kursaal, eine Podiumsdiskussion mit Jürgen Resch und Tom Adler statt. Einladung_Cannstatt Einladung_Cannstatt_Rueckseite

Dieselgate: „Schaden von ‚Made in Germany‘ abwenden“


Wie Abgeordnetenwatch meldet, liegt der Bundesregierung und dem Wirtschaftsministerium in Sachen Dieselgate weniger die Aufklärung oder die Entschädigung der Verbraucher nahe als vielmehr die Sorge um den Standort Deutschland und die Marke „Made in Germany“. Weiterlesen

Diesel-Abgase töten


Kopie der Rede von Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), auf der 320. Montagsdemo am 2.5. 2016

Bilder von der Demo, fotografiert von Ulli Fetzer

Video von der Demo (sehenswert, da Jürgen Resch viele Punkte – vor allem die Aspekte zu Stuttgart21 – in der Rede deutlicher ausgeführt hat als auf dem Papier) von Volker Teichert.

Weitergehende Informationen zum Thema Baumaschinen und Rußfilter: Artikel 1 der SWP, Artikel 2 der StZ und Artikel 3 erschienen bei Heise. OB Kuhn hat vor einigen Jahren passend dazu den Einsatz von elektrischen Baumaschinen propagiert. Informationen zu Dieselgate laufend aktualisiert in den Medien.

 

Liebe Mitstreiter für eine umwelt- und menschenverträgliche Verkehrspolitik,

im April 2010 fand in Kalifornien ein Frühstück statt, an dem Angela Merkel, Arnold Schwarzenegger und Mary Nichols, Direktorin der kalifornischen Luftreinhaltebehörde CARB teilnahmen. Weiterlesen

Unsere Antwort an den Verkehrsminister


Das ist unsere Antwort auf den Brief von Verkehrsminister Hermann, der seinerseits unsere Forderungen von November 2015 beantwortete.

Sehr geehrter Herr Minister Hermann,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 18. Januar 2016.

Ihr unermüdlicher Einsatz für die Verbesserung der Luftqualität in Baden-Württemberg, besonders im Großraum Stuttgart, verdient Respekt. Die verkehrspolitischen Fehlleistungen zahlreicher Vorgängerregierungen sind eine schwere Bürde für das erklärte Ziel einer umweltverträglichen Mobilität. Wir begrüßen die von Ihnen in diesem Zusammenhang beschriebenen und zum Teil schon umgesetzten Maßnahmen.

Beim Thema „Fahrverbote“ aber scheinen wir aneinander vorbeizureden. Bei der Abwehr von Grenzwertüberschreitungen bei den Luftschadstoffen haben Sie keinen zeitlichen Spielraum mehr. Die betroffenen Menschen müssen durch sofort wirksame Maßnahmen geschützt werden. Da ein geregeltes Fahrverbot die einzige, wirksame Maßnahme im Falle drohender Grenzwertüberschreitungen ist, sind Fahrverbote in so einer Situation ein Muss.
Sie wirken schnell. Sie stehen kurzfristig zur Verfügung. Sie retten Leben.

Als Instrument steht der §45 der Straßenverkehrsordnung zur Verfügung. Wir schlagen vor: Straßenzug für Straßenzug entlasten. Begleitet von Textbändern auf den neuen Anzeigetafeln an den großen Einfallstraßen. Darauf könnte dann stehen: „Alle zur Verfügung stehenden Straßen in der Innenstadt belegt! Sie dürfen gerne unsere kostenfreien P+R Parkplätze nutzen.“ Im Übrigen sorgt die Polizei für den reibungslosen Umstieg vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Umsetzung der Maßnahme „Fahrverbote“ mag komplex sein, trotzdem ist sie unverzichtbar.

Denn es ist ja nicht so, dass die Zivilgesellschaft der Region Stuttgart erst seit wenigen Wochen mit dem Phänomen der tödlichen Luftverschmutzung aus Auspuffrohren konfrontiert ist. Hier wird seit über 10 Jahren europäisches Recht, das dem Schutz der Bevölkerung dient, nicht umgesetzt. Es sind nationale Ministerien und Behörden, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Das Thema wird seit Jahren in den lokalen und bundesweiten Medien öffentlich beackert. Große Teile der Bevölkerung sind sensibilisiert. Diejenigen, die es bis heute nicht sind, sind appellresistent.

Die Europäische Kommission erteilt – in einem Brief vom 26.11.2014 an die Bundesrepublik Deutschland – Maßnahmen auf Appellebene eine klare Absage. Wir brauchen heute keine Appelle. Wir brauchen Menschen in Regierungsverantwortung, die geltendes Recht umsetzen. Maßnahmen wie ein Feinstaubalarm, der wie Sie sagen, lediglich den Zweck hat zu sensibilisieren, sind dafür völlig ungeeignet.

Ein erfolgreicher Vollzug der von Ihnen beschriebenen Verkehrswende wird noch einige Jahre dauern. Dass eine Vielzahl der dafür notwendigen Maßnahmen nicht sofort umsetzbar ist, versteht sich von selbst.

Aber: Erlauben Sie mir die Frage, wer Sie und Ihre MitarbeiterInnen im Verkehrsministerium daran gehindert hat, schon vor 5 Jahren mit dem Sensibilisieren anzufangen? Wer hat verhindert dass die vom Tübinger Oberbürgermeister Palmer erbetenen landesrechtlichen Grundlagen einer Nahverkehrsabgabe geschaffen werden? Welche Rolle spielt hierbei der
Stuttgarter Gemeinderat?

Am 18. Januar wurde der erste „Feinstaub Alarm“ ausgerufen. Am vierten Tag dieses Feinstaubalarms (21.01.16) wurde im SWR ein Interview Beitrag mit
Ihnen ausgestrahlt. Dort sagten Sie wörtlich: „…Appell geht an die Bürger und Bürgerinnen. Es ist Ihre Gesundheit. Sie müssen dazu beitragen dass die Luft besser wird. Nicht die Politik oder die Bürokratie soll es richten. Nein, jeder ist selber das Verkehrsproblem und der Feinstaub…“. Haben wir das richtig verstanden? Jeder? Was ist mit den Bürgerinnen und Bürgern, die seit Jahren, manche seit Jahrzehnten die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, zu Fuß gehen, Fahrrad fahren? Was mit Tausenden von Kindern, Schülerinnen und
Schülern, Studierenden, die längst wie selbstverständlich nachhaltige Mobilität vorleben?

Wir finden, Ihr Appell war wenig differenziert. Natürlich war die Sendezeit kurz. Aber wir würden uns sehr über öffentliche Beiträge freuen, in denen Sie Ihren dringenden Appell eindeutig an die Nutzer des motorisierten Individualverkehrs richten. Eine weitere Zielgruppe mit unterentwickeltem Problembewusstsein ist aus unserer Sicht die IHK. Deren Funktionsträger sind bekanntermaßen die Verkehrswende-Verhinderer Nummer 1 im Land. Aber auch die lokalen Automobilhersteller zeigen wenig Interesse an einem Strukturwandel.
Und bitte nicht vergessen: Stuttgart 21 ist schon während der Bauzeit ein wesentlicher Belastungsfaktor in Sachen Luftschadstoffe.