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Was bringt uns die Eröffnung des Milaneo?


Die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums an der Wolframstraße ist für den 9. Oktober geplant.

Hier eine kleine Umschau aus der Stuttgarter Presselandschaft:

Interview mit Frau Poul, Managerin bei ECE und Frau Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes BW zum Thema Milaneo und Zukunft des Einzelhandels in Stuttgart und der Region. Frau Poul zeigt sich etwas verwundert über die Kritik am Milaneo, dabei wurde das Projekt bereits 2010 von Architekten und Stadtplanern mit heftiger Kritik bedacht. So erstaunt über die Kritik kann sie also nicht sein. Frau Hagmann sieht dagegen vor allem die Verkehrsbelastung und die nötigen Mehrausgaben von 300 Millionen Euro als Hauptproblem. Ob Stuttgart profitiert oder nicht, darüber sind sich die beiden Damen auf jeden Fall nicht einig. Die StN hat schon 2013 gefragt, wie stark Milaneo und Gerber der Innenstadt schaden werden (man beachte den negativen Ton dieser Frage, Frau Hagmann sieht auch negative Effekte).

Auch Kontext:Wochenzeitung sah im Jahre 2013 das neue Einkaufszentrum auf dem Areal des Güterbahnhofs kritisch. Der Autor Heisenbüttel analysierte damals die Vorgehensweise von ECE, ein Einkaufszentrum zu entwickeln und den größtmöglichen Profit herauszuholen.

Kritisiert wurden auch schon seit längerem die Praktiken, mit denen das Milaneo genehmigt wurde. Hier sehen viele vor allem eine Person als Schuldigen: den ehemaligen OB Schuster. Ihm wird nachgesagt, dass er mit dem Trump-Tower auf dem Killesberg ein Wolkenkuckucksheim erschaffen wollte. Dem Milaneo hat er noch zu einer weniger stark begrenzten Zahl an Parkplätzen verholfen. Im Vorfeld des Baus des Modezentrums am Killesberg verhandelte Schuster hinter dem Rücken des Gemeinderats mit dem Investor und präsentierte diesem dann das fertige Konzept. Dass die Killesberghöhe jetzt vor allem als weiteres Einkaufszentrum auftritt, dass aber von seiner Geschäftsstruktur eher auf Nahversorgung setzt, interessiert Schuster wahrscheinlich nicht mehr.

Aber auch die Region rüstet auf, Einkaufszentren wohin man blickt. Siehe dazu auch die Artikel „Krieg der Einkaufszentren„.

Kleinod verfällt


Die Villa Berg ist ein schönes und idyllisches Kleinod aus dem die Stadt kulturelles Kapital schlagen könnte. Stattdessen steht die Villa aber seit Jahren leer und verfällt immer mehr. Das Gerangel um die Villa Berg ist inzwischen zumindest soweit geklärt, dass man den Studiobau abreißen und den Park renaturieren will, die Villa soll saniert werden. Aber wie so oft hat die Stadt versäumt ihre schützende Hand über das Objekt zu halten, stattdessen hat ein neuer Investor im Jahre 2011 die Villa und die Studiobauten aus der Insolvenzmasse der Häussler-Gruppe gekauft und hat eigene Pläne für die Villa und die Gebäude entworfen. Der Rückkauf kommt nicht so richtig in die Gänge und bis dahin verfällt die Villa weiter.

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Rathaus-Veranstaltung für Tunnel-Betroffene


Die Veranstaltung am Nachmittag des 15. Septembers im Stuttgarter Rathaus war für die Veranstalter Aktionsbündnis gegen S21 und Umkehrbar e.V. ein voller Erfolg: Über 300 Tunnel-Betroffene waren gekommen und haben 2,5 Stunden lang konzentriert zugehört, Fragen an unsere Experten gestellt und sich miteinander vernetzt. Die bestehenden Netzwerke Kernerviertel und Killesberg konnten viele neue Mitglieder gewinnen, auch die Gruppen in Wangen, Ober- und Untertürkheim erhielten Zuwachs. Sicher gibt es bald weitere Netzwerke entlang der geplanten Tunnelstrecken.

Wolfgang Rüter hat schon sein Picasa-Webalbum online. Die gesamte Veranstaltung wurde von FlügelTV und von CamS21 mitgeschnitten. Der Ton ist bei der CamS21-Aufzeichnung lauter und daher besser verständlich.

Und hier nochmal der FlügelTV-Link zu Klaus Gebhards kurzer und langer Video-Erklärung der BISS-Karte. Diese gibt es gegen Spende auch im A0-Format (84×119 cm) an der Mahnwache und bei der Montagsdemo am T-Shirt-Stand. Weiterlesen…