Schlagwort-Archive: Klaus Gebhard

Nichts als heiße Luft


Das Kommunikationsbüro wird nicht müde in Pressemitteilungen und Bürgerveranstaltungen den Baufortschritt von S21 zu beschreiben. Da werden Meldungen über nächtliche Lärmbelästigungen durch Rammarbeiten oder durch Brückenbauarbeiten verbreitet, auf Bürgerinformationsveranstaltungen werden die erstaunten Anwohner über Tunnelbauwerke unter ihren Häusern informiert, die Staumeldungen und Umleitungen wegen des Transports einer Tunnelbohrmaschine in der Presse veröffentlicht und mit großem TamTam Baustellen und Tunnel eingeweiht. Die örtliche Presse und sogar die Kirche geben sich die Klinke in die Hand.

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S21: Tunnel unter meinem Haus! Grundbucheintrag? Entschädigung? Haftung?


Unter diesem Titel laden die Netzwerke-21 Kernerviertel, Killesberg, Gablenberg, Wangen und Untertürkheim und die Partei die Grünen in das Rathaus ein zu einer Informationsveranstaltung für alle von den S21-Tunneln betroffenen Anwohner. Termin: 17.01.2014, 19:00 Uhr im großen Sitzungssaal, Rathaus Stuttgart Mitte, Marktplatz 1.

Einladung: 17Jan 2014 Einlad Rathaus m Grünen

Das Flugblatt der Netzwerke-21:netzwerkflyer2Wenn Sie wissen möchten wo die Tunnel entlang laufen, dann siehe dazu das Video von Klaus Gebhard und die Karte BISS21, hier eine gedruckte Version, die an der Mahnwache ausgestellt ist.

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Feinstaub in der U-Bahn


Dass Feinstaub auf vielbefahrenen Kreuzungen und in von Autostraßen dominierten Städten ein Problem ist, ist inzwischen vielen Bundesbürgern bekannt. in Stuttgart wird das Problem noch dadurch verstärkt, dass die geografische Lage im Talkessel den Luftaustausch behindert.

Deshalb weichen viele Bürger, die sich Gedanken über die Luftverschmutzung machen, auf die Straßen- und S-Bahnen aus. Aber dies könnte zu einem noch weitaus größeren Problem werden.

Die griechische Wissenschaftlerin Vasiliki Assimakopoulos von der Universität Athen hat in einer Studie festgestellt, dass die Feinstaubbelastung in den unterirdischen Stationen um das zwei- bis fünffache über den Werten oben auf der Straße liegt. Verursacht werden die Stäube durch den Metallabrieb der Radreifen auf den Schienen und den Bremsen der Züge. Außerdem trägt die oft unzureichende Lüftung in den Stationen und Tunneln dazu bei, dass der Staub nur um so besser verteilt wird. Eigentlich sollte die Lüftung den Dreck absaugen. Auch in den Wagen ist die Belastung hoch, denn durch die Lüftung der Wagen wird die schlechte Luft nach innen gesaugt und im Wagen verteilt. Lediglich Wagen mit moderner Klimaanlage seien weniger belastet. Aber im Prinzip erzeugt jedes Fahrzeug Feinstaub, egal ob alt oder neu.

Zusätzlich kommt hinzu, dass die CO2-Belastung in den Wagen mit der Zahl der Fahrgäste stark ansteigt, was zur Folge hat, dass man schläfrig wird. Das verschwindet aber wieder sobald man aussteigt – im Gegensatz zu dem Feinstaub, der auf Dauer zu einer Gesundheitsgefahr für das Gefäß- und Herz-Kreislaufsystem werden kann.

Darauf weist der Wiener Kurier hin.

Auch die Bild-Redaktion in Stuttgart hat an mehreren Stellen Feinstaub gemessen, unter anderem am Neckartor (146µg / m³) aber auch in den unterirdischen Tunneln der Haltestelle Hauptbahnhof und dort 172 µg pro Kubikmeter Luft gemessen.Das Problem ist auch hierbei, dass nichts unternommen wird um den Feinstaub einzudämmen und dass die unterschiedlichen, beteiligten Stellen sich den schwarzen Peter gegenseitig zuschieben. Dabei gäbe es Techniken, den Feinstaub in den Tunneln einzudämmen. Abluftanlagen mit Filtern, Wassersprühanlagen für Weichen und Schienen, moderne Klimaanlagen und effiziente Belüftung. Aber wie so oft scheitert es an Kompetenzen und vor allem am Geld. Auch der moderne neue Hauptbahnhof wird dieses Problem sogar noch verstärken, denn durch seine Schräglage müssen die bergab-fahrenden Züge besonders stark bremsen und die bergauf-fahrenden Züge stark beschleunigen und Sand streuen, damit die Reifen nicht durchdrehen. Das wird die Staubbelastung im Schräg-Halbtiefbahnhof erheblich steigern und die weiße Wandfarbe sehr schnell in ein schmieriges fleckiges Grau verwandeln wie hier in der Gegenüberstellung von Klaus Gebhard angedeutet.

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SSB VERBOHRT 80 MIO. „AUF VORRAT“


In den nächsten Tagen will ja bekanntlich die SSB mit ihren „Tunnelbauten auf Vorrat“ unter dem Kriegsberg loslegen. Hinter dieser Eilfertigkeit steckt vermutlich wieder einmal das uns schon von der DB her bekannte falsche Anreizsystem:

Während die in den nächsten Jahren fällige Sanierung des mittlerweile auch schon in die Jahre gekommenen Bestandstunnels unter der Heilbronner Straße auf Rechnung der SSB ginge, wird ihr der neue Tunnel dank Kreuzungsvereinbarung mit der DB quasi „geschenkt“. Ein Neubau, und wenn er bei evtl. Absage von S21 auch noch so unsinnig ist, geht also mal wieder vor Bestandserhalt! Das ist ein Unding, das wegen der dann andernorts fehlenden Investitionsmittel dem Gemeinwohlgedanken zuliebe unbedingt zu stoppen ist!

Als ein weiteres Argument für die aufwändige neue Tunnelführung wird auch stets die neue Linie U12 angeführt. Dass diese in meinen Augen sinnvolle Linie auch an die BESTANDSSTRECKE unter der Heilbronner Straße angeschlossen werden kann – und dies WEITAUS günstiger und schneller und häuserschonender! – zeigt die angehängte Illustration. Auf dem Luftbild habe ich die von der SSB geplante Streckenführung in Rot und den berg- und geldbeutelschonenden Alternativanschluss der U12 an die bestehenden U5/6/7/15-Gleise in Grün eingezeichnet (siehe Legende).

Unter nachfolgendem Link seht ihr in 45°-Ansicht die beiden bereits gebauten Tunnelstutzen, die von der Bibliothek in Richtung Heilbronnerstraße führen:

http://maps.google.de/maps?q=stuttgart,+wolframstr.&hl=de&ie=UTF8&ll=48.789891,9.182011&spn=0.002087,0.004128&sll=48.779209,9.177215&sspn=0.377814,1.056747&hnear=Wolframstra%C3%9Fe,+70191+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&t=h&z=19

Hierbei zeigt sich 1 Problem:
Während der nördliche (= obere) Tunnelstutzen in allen drei Dimensionen goldrichtig angelegt ist, um mit dem U12-stadteinwärts-Gleis die U5/6/7/15-Gleise kreuzungsfrei zu unterfahren, hat der südliche Stutzen die falsche Neigung. Er wurde von der SSB in vorauseilendem S21-Gehorsam schon so angelegt, um gleichfalls die Bestandsgleise zu unterfahren, d.h., auch er hat ein Gefälle in Richtung Heilbronner Straße.
WIR bräuchten zur kostengünstigen Realisierung der U12-Erschließung des A1-Geländes-OHNE-S21 jedoch ein Gefälle in Richtung Bibliothek, denn die heutigen Gleise unter der Heilbronner Straße liegen ca. 3 m über dem A1-Gelände-Niveau. Das heisst, wenn wir mit dem U12-stadtauswärts-Gleis mittels einer simplen Rechtsweiche aus dem Bestandstunnel nach rechts ausbrechen wollen, müssen wir zum einen die Höhendifferenz von ca. 3 m runter auf Geländenieveau und dann nochmal ca. 8 m runter bis zur Tunnellage unter der Bibliothek bewerkstelligen. Das geht nicht anders als mit Abbruch und Neubau des in falscher Richtung geneigten südlichen Tunnelstutzens. Dieser hat nach meiner Vermessung auf Biss21.de gerade einmal eine Länge von 63 Metern.

63 m Abbruch und Neubau eines simplen Betonschachts dürfte sich im ganz niedrigen einstelligen Millionenbereich bewegen. Verglichen mit den 80 Millionen, die die SSB mit ihrer aufwändigen – und mit Blick auf die unterfahrenen vielen Häuser riskanten! – Linienführung in vorauseilendem Gehorsam verpulvern will, dürfte der hier vorgeschlagene Anschluss insgesamt vielleicht ein Zehntel des Preises kosten und wäre auch viel früher fertigzustellen, sodass die U12 auch viel früher in Betrieb genommen werden könnte!

Wenn euch die verschwenderische Planung der SSB ebenso aufstößt wie mir, zögert nicht, dagegen bei den Verantwortlichen und Aufsichtsgremien zu protestieren!

PS:
Interessant wäre auch noch zu erfahren, ob die SSB unter ihrem willfährigen Pro-S21-Chef Arnold tatsächlich eine Festpreis-Kreuzungsvereinbarung mit der DB getroffen hat? Wer würde dann aber zur Kasse gebeten, wenn die 80 Mio. wegen eines „kriegerischen Kriegsberg-Untergrunds“ nicht ausreichten? Die SSB-Kundschaft bei jedem Tastendruck am Automaten etwa???

Klaus Gebhard im Parkschützer-Forum. Siehe auch unseren Artikel Wahnsinn im Quadrat

An alle Rosenstein-Liebhaber


Von Klaus Gebhard:

Liebe Mitstreiter und Rosenstein-Liebhaber, basierend auf meiner schriftlich noch nicht veröffentlichten Montagsdemo-Rede zum Thema Rosensteinpark von vor 2 Monaten (sorry für die Verspätung, aber damals wurde ich kurz darauf krank und dann kam immer was anderes dazwischen) habe ich sie nun stark überarbeitet und mit vielen Bildern illustriert endlich fertiggestellt. Weiterlesen…