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Demo am 22.12.2012


Trotz des Wetters, trotz des nahenden Weihnachtsfestes haben sich am 22.12. immer noch 1.000 Demonstranten für einen Baustopp und einen sofortigen Ausstieg aus S21 ausgesprochen.

Sie begann vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Dann legte sie einen Stopp am Neckartor ein, führte weiter zum SRW und endete bei den Mineralbädern. Und einige ließen es sich dann auch nicht nehmen den ParkwächerInnen beim Elefantensteg noch einen Besuch abzustatten. Thematisch ging es um den besseren und vernünftigeren Kopfbahnhof bzw. um unnütze Großprojekte wie S21, um das Feinstaubproblem durch den Autoverkehr, ferner um die unter die Räder gekommene Pressefreiheit und die bislang – und zum Teil auch jetzt noch – sehr einseitige, von oben diktierte Berichterstattung, hauptsächlich in den örtlichen Printmedien in und rund um Stuttgart bzw. Baden-Württemberg sowie im Besonderen im öffentlich rechtlichen Sender SDR 3 und nicht zuletzt um die Gefährdung der Mineralquellen. Quelle Wolfgang Rüter.

Die Presseerklärung der Parkschützer zur Laufdemo. Fotos der Demo sind hier abgelegt. Danke an den Reporter der Straße für die Bilder.

An alle Rosenstein-Liebhaber


Von Klaus Gebhard:

Liebe Mitstreiter und Rosenstein-Liebhaber, basierend auf meiner schriftlich noch nicht veröffentlichten Montagsdemo-Rede zum Thema Rosensteinpark von vor 2 Monaten (sorry für die Verspätung, aber damals wurde ich kurz darauf krank und dann kam immer was anderes dazwischen) habe ich sie nun stark überarbeitet und mit vielen Bildern illustriert endlich fertiggestellt. Weiterlesen…

4. Großer Ratschlag im Stuttgarter Rathaus


am Samstag, den 10. November, findet von 11 bis 17 Uhr im Stuttgarter Rathaus der 4. große Ratschlag statt. Die BI Neckartor wird mit einem Stand dort vertreten sein. Informieren Sie sich zu den Themen Luftschadstoffe, Feinstaub, Straßen und Verkehr und Stadtplanung.

Das Flugblatt zum Herunterladen und Weiterverbreiten.

Baumerkundungs-Spaziergang durch den Rosenstein mit Bruno Baumann am 03.11.2012


Bruno Baumann wird zusammen mit den TeilnehmerInnen den Weg des geplanten B10-Rosensteintunnels ablaufen und dazu Informationen zu den Bäumen und dem Rosensteinpark und seiner Bedeutung für Stuttgart geben. Es sind ausdrücklich Alle!!! eingeladen die sich über den Rosensteinpark und seine besondere Bedeutung für Stuttgart interessieren und sich informieren wollen über seine Bedrohung durch den geplanten Bau des B 10-Autotunnels!

Wann: Sa, 3. November, 14:00 – 15:00
Wo: Treffpunkt Stadtbahnhaltestelle U14 Wilhelma (Karte)
Wie lange: Dauer ca. 1 Stunde

Aus BAA

Tage des Donners


Ab November sind Baumfällungen und Baustellen auch im Rosensteinpark geplant!

Siehe auch hier: http://schaeferweltweit.wordpress.com/2012/04/10/rosensteinpark-stuttgarter-historie-wird-abgeholzt/

Ein weiterer Park, der größte und schönste unserer Stadt, ist von Zerstörung bedroht.

Ab November 2012 plant die Deutsche Bahn umfangreiche Baumfällungen und die Einrichtung großflächiger Baufelder im Rosensteinpark. Besonders betroffen ist der historisch wertvollste Teil des Parks zwischen Schloss Rosenstein und Wilhelma sowie das Neckarufer.

Auch im westlichen Bereich des Parks entlang der Ehmannstraße sollen für Baustraßen und Baueinrichtungsflächen 1,3 Hektar Park zerstört werden, eine weitere Baustraße soll sich bis zu den Mineralbädern durch den Park fressen.

NEUE Infokarten gibt es dazu von der Bad Cannstatter Initiative – Die Karten werden an der Parkwache am Elefantensteg ausliegen. Zum Selberdrucken oder für den Copyshop als Download:
PDF Druckdatei – 4,3 MB – Infokarte, beidseitig
JPG 150dpi – 2,5 MB – Vorderseite
JPG 150dpi – 2 MB – Rückseite

Weitere Infos zu den im Rosensteinpark geplanten Baumfällungen unter: Bad Cannstatter Initiative gegen Stuttgart 21.

Aus Bei Abriss Aufstand Publiziert am 27. Oktober 2012 von Petra A

Unser Stadtklima ist bedroht.


Wie wohl man sich an seinem Lebensmittelpunkt fühlt, hängt entscheidend vom Klima ab. Unter dem Wort „Klima“ werden allgemein Vorgänge oder Stimmungen zusammengefasst, die in einem angegrenzten Gebiet herrschen. So kann das Wort Klima das Auf und Ab an der Börse beschreiben, auch die positiv oder negativ aufgeladene zwischenmenschliche Beziehung von Ehepartnern oder Bürokollegen.

Mit Stadtklima bezeichnet man vor allem die meteorologische Situation in einer Stadt. Im Sommer, wenn es heiß ist, fällt es den Einwohnern schwer sich zu bewegen. Die Luft wabert auf den Straßen während die Sonne von oben brennt.

Autos und ihre Schadstoffe sind vor allem die entscheidenden  Faktoren, die für das Stadtklima eine Rolle spielen, aber auch andere Einflüsse sind entscheidend:

  • Parkanlagen inkl. der Pflanzen und Bäume
  • Spielplätze
  • Straßen
  • Gebäude

Um nur einige Faktoren zu nennen.

Nun dürfen wir seit einigen Jahren den Trend verfolgen, dass in der Stadt immer mehr Grün verschwindet.

  • der mittlere Schloßgarten wurde gerodet
  • der Rosensteinpark steht kurz davor gerodet zu werden, damit der Rosensteintunnel für den Autoverkehr und der Rosensteintunnel für die S-Bahn- und Fernverkehrsgleise gebaut werden können
  • im Park der Villa Berg sollen die alten Bauten des SWR verschwinden und durch eine neue Wohnbebauung ersetzt werden
  • im Killesbergpark wurde ein großer Teil des alten Messeparks (inkl. der beliebten Wasserspiele) abgerissen und durch eine fragwürdige Mondlandschaft ersetzt
  • In der Lindenspürstraße wurde ein Hinterhofpark gerodet, damit dort ein neues Wohnhaus gebaut werden kann
  • die John-Cranko-Ballettakademie plant einen Neubau auf dem Gelände des Wasserwerks zwischen Wera- und Urbanstraße (neben Paul-Löbe-Staffel, Karte)

Durch diese Neubauten wurde oder wird Grünfläche vernichtet, die so dringend benötigt wird in dieser Stadt.

Zitat aus Wikipedia: Ein europäischer Laubbaum trägt durchschnittlich 30.000 Blätter, die zusammen eine enorme Transpirationsleistung ergeben. An warmen Sommertagen kann der Baum mehrere hundert Liter Wasser verdunsten. Beispiel einer 80-jährigen, allein stehenden Rotbuche: In diesem Lebensalter ist der Baum 25 m hoch, und seine Baumkrone mit einem Durchmesser von 15 m bedeckt eine Standfläche von 160 m². In ihren 2.700 m³ Rauminhalt finden sich 800.000 Blätter mit einer gesamten Blattoberfläche von 1.600 m², deren Zellwände zusammen 160.000 m² Fläche betragen. Pro Stunde verbraucht diese Buche 2,352 kg Kohlenstoffdioxid, 0,96 kg Wasser und 25.435 Kilojoule (Solarenergie) (die Energieangabe bezieht sich auf die in Form von Traubenzucker gespeicherte Energie, die eingestrahlte Sonnenleistung ist ca. siebenmal größer); im gleichen Zeitraum stellt sie 1,6 kg Traubenzucker her und deckt mit 1,712 kg Sauerstoff den Verbrauch von zehn Menschen. Die 15 m³ Holz des Baumes wiegen trocken 12.000 kg, allein 6.000 kg davon sind Kohlenstoff.

Bei den bereits im mittleren Schloßgarten gefällten und im Rosensteinpark noch zu fällenden insgesamt rund 350 Bäumen bedeutet dies ein Jahresverlust von 5200 Tonnen frischen Sauerstoff und ein zusätzliches Aufkommen von 7000 Tonnen nicht verarbeitetem Kohlendioxid, was die Atemluft in der Stadt erheblich verschlechtert.

Aktualisierung: Wir haben weiter recherchiert und ein Baum filtert im Jahr rund 1 Tonne Staub aus der Luft. Es kommen also noch einmal insgesamt 350 Tonnen Staub hinzu.

Aktualisierung 2015: Da inzwischen weitere Bäume („vegetative Überbemöbelung“) entfernt wurden, dürften sich die Zahlen inzwischen folgendermaßen verändert haben: bei inzwischen rund 600 gefällten Bäumen (geschätzt) etwa 9000 Tonnen fehlender Sauerstoff im Jahr, 12.000 nicht verarbeitetes Kohlendioxid im Jahr und etwa 600 Tonnen ungefilterter Feinstaub.

Für diese Luftverschmutzung sind die willfährige Politik und die Handlanger in den Ämtern und der Verwaltung verantwortlich! Aber was sind schon 5200 Jahrestonnen frischer Sauerstoff für 10 Menschen gegenüber den wirtschaftlichen Interessen der Bauwirtschaft?

Und so geht es gerade weiter, selbst wenn S21 nicht gebaut werden würde, die Stadt ist im Würgegriff von Partikularinteressen. Es werden neue Einkaufszentren errichtet, Straßen neugebaut und exorbitant teurer Wohn- und Gewerberaum, der Bau von Sozialwohnungen geht dagegen seit Jahren zurück.

Rosensteinautotunnel: TOP im UTA


Der Rosensteinautotunnel ist Tagesordnungspunkt (TOP) im Umwelt- und Technikausschuss (UTA), die geplanten Termine für die ersten Erörterungen am 2.10. und 9.10. sind allerdings auf Antrag der Grünen Stuttgart verschoben worden, da die Zeit zur Studie der 2 Aktenordner ihrer Ansicht nach mit 2 Wochen zu knapp bemessen war. 2 Aktenordner, das sind etwa 1000 Seiten Papier, ca. 5 bis 6 Kilogramm schwer. Dieser Umfang kommt durch die zahlreichen Einwände Stuttgarter Bürger zustande, in der zweiten Auslegung gingen fast 1000 Einwände ein (in der ersten ca. 600).

Leider ist die wissenschaftliche Basis der Verkehrsuntersuchungen falsch, es wird von einer Verkehrszunahme bis in das Jahr 2020 ausgegangen, die dann die Pragstrasse nicht mehr abwickeln könne, es würde zu einem Verkehrskollaps kommen. Deswegen müsse man den Rosensteintunnel bauen.

In der Verkehrsstudie wird aber in einigen Diagrammen dargestellt, dass die Verkehrszahlen auf den großen Straßen in der Stadt seit etwa 10 Jahren nicht zunehmen sondern stagnieren. Lediglich im Bereich Pragsattel hat es im Jahr 2010 einen deutlichen Sprung nach oben in den Zahlen (+ 8%) gegeben, was auf die Fertigstellung des Pragtunnels B10 zurückzuführen ist. Der neue Tunnel hat neue Fahrzeuge angezogen, die vorher woanders langfuhren (Verlagerung) oder garnicht fuhren (Induktion/ Erzeugung). Durch den neuen Tunnel war dann das Nadelöhr Pragsattel beseitigt und die Autos konnten schneller fahren. In der Fortführung soll jetzt der Rosensteintunnel das Nadelöhr Wilhelmakreuzung beseitigen und begründet wird das mit der (angeblichen) Zunahme bis 2020, die es nach den bisherigen statistischen Erfahrungen aber nicht geben wird. Die Verkehrsplaner verwechseln hier das Ei mit der Henne. Der neue Tunnel wird vorallem Verkehr induzieren, also selbst erzeugen und  verlagern, also von anderen Straßen anziehen. Denn durch neue Straßen gewinnen die Autofahrer Zeit. Diese Zeit wird in den Verkehr reinvestiert und dazu genutzt, Strecken häufiger zu befahren oder größere Strecken zurück zulegen. Dadurch nimmt der Verkehr zu. Diese Zunahme nennt man induzierten Verkehr. Das ist die Hauptwirkung des Straßenbaus (neben dem Eingriff in die Landschaft). Aber die Verkehrsplaner tun so als ob sie es nicht wüssten und behaupten, der Effekt sei marginal. Tatsächlich ist es die Hauptwirkung des Straßenbaus. Und damit ist der Tunnel dann die sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung, der Tunnel liefert selbst die Begründung, dass er gebaut werden muss.

Eine weitere Begründung für den Tunnel ist der Umweltschutz. In der Vorlage wird an zahlreichen Stellen suggeriert, Staus seien umweltschädlich und müssten vermieden werden. Autos, die im Stau stehen würden nutzlos Abgase ausstoßen und damit die Stuttgarter Luft verpesten, so die Begründung in der Vorlage. Auch in diesem Punkt verletzt die Stadtverwaltung ihre Aufgabe, den Gemeinderat neutral über die Auswirkungen des Straßenbaus zu informieren.

Wie eine Untersuchung des TÜV Rheinland nämlich belegt, werden in Stuttgart in Stausituationen nicht mehr als 2,8 % des Treibstoffs und nur 0,6 % der Stickoxide emittiert. Die meisten Emissionen entstehen ganz im Gegenteil bei hohen Geschwindigkeiten (Quelle: Emissionskataster Stuttgart, Quellengruppe Verkehr). Diese Untersuchung stammt zwar von 1986. Es gibt aber keinen Anlass zu der Annahme, dass sich an den Ergebnissen etwas grundsätzlich geändert hätte. Eine Studie des Wuppertalinstituts „Verkehrsstauungen in Europa“ bestätigt die Ergebnisse.

Die von Umweltverbänden vorgeschlagene Kompromislösung eines zwei-spurigen Tunnels (eine in jede Richtung mit einem Trennstreifen in der Mitte wie im Wagenburgtunnel oder im Heslacher Tunnel) wurde abgelehnt, da zweispurige Tunnel risikobehaftet wären und nur bis zu einer Zahl von 20.000 Fahrzeugen/ Tag zulässig sind. Es ist aber nicht bekannt, dass der Heslacher Tunnel ein besonderer Gefahrenschwerpunkt wäre. 40.000 Fahrzeuge fahren am Tag hindurch und es wird nicht über eine besonders hohe Zahl an Unfällen berichtet. Die wahren Zahlen werden allerdings von den Behörden unter Verschluß gehalten. Aus den Medien ist aber kein Unfallschwerpunkt bekannt.

Fazit: Es werden Begründungen herangezogen, die bei genauer Prüfung nicht als solche für den Bau herhalten können. Es muss im Gegenteil davon ausgegangen werden, dass es hier nur darum geht, möglichst schnell möglichst viele Fahrzeuge in die Stadt zu leiten, die dann die neuen großen Einkaufszentren besuchen sollen. Wir lehnen den Rosensteinautotunnel deshalb weiterhin ab und setzen uns für ein neues Verkehrskonzept ein.

Die Bäume im Rosensteinpark


Hier eine Karte vom Rosensteinpark die die bedrohten Bäume zeigt.
Dazu ein Infoblatt zum Baumspaziergang auf dem Informationen rund um den Park zusammengestellt wurden. Beides wurde zur Verfügung gestellt von B. Baumann.

 

Neue Straßen = weniger Stau?


Wir haben bereits im Juni über das Thema neue Straßen geschrieben. Inzwischen haben sich neue Situationen ergeben. Die IHK der Region Stuttgart beklagt, dass der Straßenneubau stark rückgängig ist und praktisch nur noch in den Erhalt bestehender Straßen investiert wird. Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern der IHK Region Stuttgart erteilen 70% der Befragten den Straßen in der Region die Note mangelhaft bis ungenügend.

„Der begrüßenswerte Kurs der Landesregierung, beim Erhalt der Landesstraßen einen Schwerpunkt zu setzen, darf allerdings nicht bedeuten, dass Neubaumaßnahmen deshalb erst, wie angekündigt, im Jahr 2015 oder noch später begonnen werden“

Zitat IHK-Präsident für die Region Stuttgart Dr. Herbert Müller.

Bundesstraßen und Autobahnen werden nach der Umfrage durchschnittlich mit befriedigend bis ausreichend benotet. 53% würden eine City-Maut ablehnen, die einheitliche Maut für alle [wahrscheinlich ist damit die bundeseinheitliche Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen gemeint BI-Neckartor] wird dagegen von knapp 75% der Befragten befürwortet.

Der Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt vom 18. Juli 2012 im Ganzen:

Darüber hinaus erreichten uns in den letzten Tagen Meldungen des deutschen Transportgewerbes wonach es zuwenig Rastplätze gibt. Aus unserer Sicht kann das nur bedeuten, dass die Zahl der auf deutschen Straßen verkehrenden LKW insgesamt deutlich zugenommen hat. Bundesverkehrsminister Ramsauer will deshalb bis 15.000 neue Stellplätze an deutschen Autobahnen bauen lassen.
Hier einige Medienberichte dazu:
Pressemeldung der IHK Mittelfranken: http://www.ihk-nuernberg.de/
Meldung der NGZ Grevenbroich aus dem Jahr 2010: http://www.ngz-online.de/
Meldung der LN Lübeck aus dem Jahr 2011: http://www.ln-online.de/
Im Netz gibt es zahlreiche weitere Meldungen zu überfüllten LKW-Rastplätzen.

Nicht neue Straßen und auch keine neuen Rastplätze sind die Antwort auf das Stauproblem in Deutschland. Neue Straßen helfen weder der Wirtschaft noch den Menschen, schon garnicht der Natur. Was der Wirtschaft wirklich hilft, sind staufreie Straßen. Neue Straßen sind für eine mehr oder weniger kurze Übergangsfrist staufrei, dann aber haben immer mehr Auto- und LKW-Fahrer von den neuen Straßen gehört und schon gibt es wieder die ersten Staus. Das hat mehrere Gründe, zum einem ziehen neue Straßen den Verkehr aus der Umgebung ab (dort, wo es noch Stau gibt, weichen die Autos aus), zum anderen wird das Fahren insgesamt attraktiver und die Zahl der Autos steigt. Der Teufelskreis aus neuen Straßen und zunehmendem Verkehr.

Die TU Wien rechnet vor, dass neue Schienenwege volkswirtschaftlich mehr Effekt haben als der Autobahnbau, meldet die Allianz Pro Schiene.

Gerechnet in Beschäftigtenjahren pro investierte Milliarde Euro kommt der Autobahnbau auf rund 10.000 Beschäftigte. Der Bau von Bahnhöfen schafft bei gleicher Investition rund 17.400 Arbeitsplätze, der Eisenbahnstreckenbau, Arbeiten im Bereich des ÖPNV und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bringen es auf jeweils 16.000 Arbeitsplätze pro Milliarde Euro.

Auch eine deutsche Studie wurde mit vergleichbarem Ergebnis ausgewertet. Danach bringt es der Eisenbahnbau ebenfalls auf rund 17.000 Beschäftigte, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung schaffen sogar bis zu 25.000 neue Jobs. Damit, so das Fazit der Wiener Verkehrswissenschaftler, bringt jeder Steuer-Euro 1½ bis 2½ Mal so viel Beschäftigung, wenn man ihn in die Eisenbahn, den ÖPNV oder in die nicht-motorisierten Verkehrsträger investiert.

Deutschland investiert nur 47 Euro pro Kopf in sein Schienennetz und rangiert damit weit hinten.

Quelle: Allianz pro Schiene auf Basis von BMVBS (Deutschland), VöV (Schweiz), BMVIT (Österreich), alle anderen SCI Verkehr.

Im Gegensatz dazu investierte Österreich 205 Euro in das Schienennetz.
Das ist aus unserer Sicht ein Armutszeugnis für die deutsche Verkehrspolitik. Unter dem Gesichtspunkt der aktuell anstehenden Protzprojekte S21 und Rosensteintunnel, die sowohl veraltet als auch noch unnütz sind, sind die wenigen investierten Euro auch noch an der falschen Stelle investiert und verpuffen ohne Wirkung.

Baumerkundungs-Spaziergang durch den Rosenstein mit Bruno Baumann am 14.7.2012


Siehe auch hier.

Am 14.7. fand einer der Baumerkundungs-Spaziergänge statt.

Hintergründe des geplanten B10/Rosensteintunnel:
Der ca. 1,2 km lange vierspurige Straßentunnel soll in der Neckartalstraße auf Höhe der heutigen Stadtbahnhaltestelle Wilhelma beginnen, mit einer Steigung von ca. 4 % den Rosensteinpark unterfahren und auf Höhe der bestehenden Stadtbahnhaltestelle Rosensteinpark in die Pragstraße münden.Die Portalbereiche mit Betriebszentralen und Zu- und Abfahrtsrampen sollen in offener Bauweise errichtet werden. Der bergmännische Tunnel soll aus zwei getrennten Tunnelröhren die durch Querschläge miteinander verbunden sind bestehen. Die Tunnelabluft soll in ! der Wilhelma auf Höhe des Schaubauernhofes ungefiltert (!) über drei 8 m hohe Kamine abgeleitet werden. Die Häuser an der Pragstrasse auf Höhe des Tunnelmundes sollen fremdbelüftet (!) werden!

Viele wunderschöne Bäume und ein nicht unerheblicher Teil des unter Denkmalschutz stehenden Parks stehen auf dem Spiel. weiterlesen → mit Video!