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Wohnungen? Dringend gesucht!


Hackstraße/ Stuttgart Ost

Die evangelische Heimstiftung wird ihre Büros in der Hackstraße abreißen lassen um dort ein neues modernes Bürohaus zu errichten.

Bilder von Gablenberger Klaus.

Die StZ meldet (leider nicht im Internet zu finden), dass der Abriss des blauen Bürohauses und des benachbarten Wohnhauses bereits diesen Frühjahr beginnen soll. Das Palmbräu in dem linken Wohnhaus hat bereits seit längerem geschlossen, der Supermarkt in dem Bürohaus wird bald schließen und an der Metzstraße neu eröffnen. Bis 2016 soll dann ein großes Bürohaus mit einer Tiefgarage mit etwa 90 Stellplätzen errichtet werden, das dann von der Heimstiftung genutzt werden soll. Zwischenzeitlich wird die Heimstiftung in Neckarstraße ein Interimsquartier beziehen.

Stafflenbergstraße/ Gerokstraße

Auch die Diakonie in der Stafflenbergstraße/ Gerokstraße ist ausgezogen und das Areal soll nach dem Auszug des Interimsmieters Staatsministerium abgerissen werden. Dort soll ein exklusives Wohnhaus entstehen.

Die Bilder stammen ebenfalls von Gablenberger Klaus.

Haussmannstraße

Das Bürogebäude in der Haussmannstraße gehörte dem paritätischen Wohlfahrtsverband und wurde angeblich an eine Wohnungsbaugesellschaft aus der Region verkauft. Das Bild wurde von Andreas H. gemacht und uns freundlicherweise überlassen.

DSCF1999-1Die Haussmannstraße liegt zentral und verkehrsgünstig in Mitte und ist in der Vergangenheit – ebenso wie die Alexanderstraße oder Olgastraße – durch höher- oder hochwertige Bauprojekte aufgefallen.

In diesem Zusammenhang denkt man schnell an eine Gentrifizierungswelle, die über unsere Stadt hinweg rollt. Und tatsächlich, in diesen drei Fällen – die exemplarisch für viele weitere Projekte stehen – wird Raum in der Stadt, der für günstigen Wohnraum hätte zur Verfügung stehen können umgewandelt in Büro und Geschäftsraum und so für Jahre der Nutzung als Wohnraum entzogen.

Dazu aus einem Antrag der Fraktion SÖS/ Die Linke aus dem April 2013:

In Stuttgart herrscht Wohnraumnot. Die Mieten explodieren und immer mehr Menschen werden durch Spekulation und Mietwucher aus ihrem Wohnumfeld verdrängt.

Das Pestel-Institut sieht in einer Studie von 2012 ein
Wohnraumdefizit von 8.000 Wohneinheiten in Stuttgart, das Statistische Landesamt in der regionalen Wohnbedarfsvorausrechnung aus dem Jahr 2011 ein Defizit von 16.000 Wohnungen.

Wohnraumnot wird so für viele Menschen zur existenziellen Bedrohung, denn viele wenden bereits heute 50 % und mehr ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen auf.
Neuer Wohnraum entsteht aber noch immer vorwiegend in privilegierter und flächenintensiver Bauweise, anstatt in anspruchsvollem Geschosswohnungsbau. Bauland wird so verschwendet.

2013-04-30_Antrag Wohnraumversorgung ist Aufgabe kommunaler_-Daseinsvorsorge

Stuttgarts Engagement auf dem Wohnungsmarkt übernimmt die SWSG. Ein Kommentar zur derzeitigen SWSG und der hohen Bonuszahlungen an die Geschäftsführung ist hier in der StZ und der Bericht zu der derzeitigen öffentlichen Diskussion ist hier.

Kuhns Programm der Konzeptvergaben zur Förderung des Wohnungsbaus sieht einen geringeren Profit für die Stadt beim Verkauf von stadteigenen Grundstücken vor – weil unter anderem auch sozialer Wohnungsbau verpflichtend vorgeschrieben wird auf diesen Grundstücken. Dadurch sinkt der Wert der Grundstücke und die Stadt hat weniger Profit aus diesen Verkäufen.

Branchenkenner sagen aber, dass der veranschlagte Rückgang beim Gewinn zu gering ist. Die Stadt müsste hier aktiver werden und mehr Geld in die Hand nehmen. In Doppelhaushalt sind das aktuell 10 Millionen pro Jahr für 2014 und 15. 10 Millionen, das reicht gerade mal für das Areal Rote Wand auf dem Killesberg. Kritisiert werden Kuhn und die Stadt unter anderem auch von Hannes Rockenbauch und der SÖS. Ohne eigenen Besitz könne die Stadt nicht bestimmen, was gebaut wird. Auch vom Mieterverein Stuttgart kommt Kritik.

Das meldet die StZ.

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Stadtteilerneuerung Stöckach


Der Bereich zwischen Hackstraße, Ostendstraße, Werderstraße und Neckarstraße soll innerhalb der nächsten 14 Jahre städtebaulich saniert werden. Dadurch ergeben sich für die Anwohner Möglichkeiten Einfluß auf ihren Stadtteil zu nehmen, Haus- und Grundbesitzer können Fördermittel zur Sanierung ihrer Fassaden beantragen und insgesamt soll alles schöner werden.

Informationen:

Stadt Stuttgart: Abgrenzungsplan Sanierung Stuttgart 29 -Teilbereich Stöckach- (PDF – 1,8 MB)
Stadt Stuttgart: Maßnahmenplan Sanierung Stuttgart 29 -Teilbereich Stöckach- (PDF – 453 KB)
Stadt Stuttgart: Broschüre Stuttgart 29 Teilbereich Stöckach- (PDF – 1,6 MB)
Stadt Stuttgart: Dokumentation Sanierung Stuttgart 29 -Stöckach- 27.02.2013 (PDF – 11 MB)

12012014

Seite zum Projekt (betrieben vom HGV-Ost): stadterneuerung-stoeckach.hgv-stuttgart-ost und hier die (ebenfalls HGV-Ost): Sanierungsziele aus Gemeinderatsdrucksache 362
Ansprechpartnerin: Martina Schütz, Gemeinwesenarbeit Jugendamt Stadt Stuttgart, Stadtteil- und Familienzentrum Stöckachstraße.

Sanierungsgebiet 29


Das Sanierungsgebiet 29 im Teilbereich Stöckach ist am 27. Februar 19 Uhr Thema in der Erörterung in der hauswirtschaftlichen Schule am Stöckachplatz, Eingang über das Stäffele zur Landhausstraße (Karte). Die Moderation übernimmt Bezirksvorsteher Martin Körner (SPD). Das Sanierungsgebiet erstreckt sich vom unteren Schloßgarten und der Villa Berg bis zur Hackstraße. Öffentliche und auch private Baumaßnahmen mit bis zu 60% bezuschusst werden. Problemfelder sind unter anderem der Stöckachplatz und der Kreisverkehr bei der Heilandskirche (Werder-, Sick- und Schwarenbergstraße). An dem Abend anwesend sein werden außerdem Andreas Klöpfer vom Stadtplanungsamt und Martina Schütz vom Stadtteil- und Familienzentrum in der Stöckachstraße (ehemalige Polizeiwache).

Weitere Infos im Blog vom Gablenberger Klaus

Wir wünschen uns für die Neckarstraße eine Verlegung der stadtauswärts führenden Fahrspur auf die linke Seite der Stadtbahntrasse. Dadurch wird rechts Platz für eine großzügige Fussgängerzone vor den Geschäften in der Neckarstraße. Außerdem würde das zu einer Verkehrsberuhigung der Neckarstraße führen, die bei Stau auf der Cannstatter Straße gern als Ausweichstrecke genutzt wird. Diese Maßnahme ist nicht neu, sie wurde schon einmal offiziell in Betracht gezogen und zwar bei dem Umbau der Straßenbahnhaltestelle Stöckach.

Außerdem wünschen wir uns, dass man den Stöckachplatz wieder als Platz im wahrsten Sinne des Wortes wahrnehmen und nutzen kann.