Schlagwort-Archive: Stadtentwicklung

Weitere Bäume werden gefällt


Am vergangenen Dienstag hat der UTA weitere Baumfällungen im Rosensteinpark für das Bauprojekt Rosensteintunnel beantragt. Siehe Bericht hier auf BAA mit Präsentation.

Dabei ist jetzt schon klar, dass der Tunnel teurer werden wird und neuen Verkehr erzeugen wird. Aber niemand der verantwortlichen Ratsmitglieder ist bereit, dies zuzugeben. Der Tunnel wird sogar als Maßnahme gegen die hohe Feinstaubbelastung angeführt, siehe hier Maßnahme M16.

Siehe unter auch unsere Artikel „Das nächste Fass ohne Boden?“, „neue Straßen = weniger Stau?“ und „Rosensteintunnel? Was ist das?“

Rosensteintunnel wird teurer als geplant


Der Stadt Stuttgart entgleiten derzeit sämtliche großen Bauprojekte, S21 steht vor einer immensen Kostensteigerung von fast 2 Milliarden Euro, die John-Cranko-Ballettschule in der Werastraße wird ebenfalls etwa 60 % teurer (50 Millionen anstatt geplanten 32 Millionen), das Schauspielhaus kann nach der missglückten Sanierung immer noch nicht zurück und beim Rosensteintunnel sind ähnliche Kostensteigerungen ebenfalls schon jetzt absehbar. Beschlossen wurde am Dienstag das erste Paket, das Mehrkosten von gut 25% enthält (55 Millionen anstatt 41 Millionen). Angeblich sind diese Mehrkosten nicht vorhersehbar gewesen, sie sind mit dem schwierigen „Bau unter Verkehr“ begründet, gut 5 Millionen würden außerdem auf „zusätzlichen Leistungen und Unvorhersehbarem“ beruhen. Unter diesen Gesichtspunkten sind die veranschlagten Gesamtkosten von 200 Millionen längst Makulatur.

In der Begründung der Ratspolitiker für ihre Entscheidung wird der uralte Zusammenhang zwischen Verkehr und Wirtschaft deutlich. Nur wenn Straßen gebaut werden und der Verkehr fließen kann, kann wirtschaftliche Entwicklung stattfinden. Das ist aber aus mehreren Gründen falsch:

  • neue Straßen führen kurzfristig zu einer Entlastung weil der Verkehr sich auf eine größere Fläche verteilen kann. Langfristig aber füllen sich die neuen Straßen mit neuem Verkehr bis zu einem gewissen Verkehrs-Niveau. Dieses Niveau liegt je nach Fahrer unterschiedlich hoch, der eine ist resistent gegen Stau und plant diesen sogar in seine Fahrt ein, der andere sucht sich Ausweichstrecken oder gar ein anderes Verkehrsmittel. Dieser Stau wird dann wieder als Argument für neue Straßen hergenommen und so dreht sich der Teufelskreis aus Stau, neuen Straßen und Stau ständig schneller.
  • Die Wirtschaft braucht zur Entwicklung nicht ausschließlich nur  Straßen, vor allem keine neuen Straßen. Die Wirtschaft braucht ein Verkehrssystem, dass Transport von Waren und Rohstoffen zulässt und dass die Arbeiter morgens zur Fabrik bringt und abends wieder zurück. Dieses System muss aber nicht zwangsläufig nur aus Autos bestehen die auf Straßen fahren. Dazu gehört auch die Bahn, der regionale ÖPNV und das Fahrrad. Das haben unsere Politiker aber nicht begriffen.

Siehe dazu die Schlagwörter Rosensteintunnel und Neue Straßen.

Quotation markWikipedia: In English writing, quotation marks or inverted commas are punctuation marks surrounding a quotation, direct speech, or a literal title or name.

Ulmenallee musste weichen


Am Mittwoch wurde das neue Innenministerium zur Nutzung freigegeben und an das Land übergeben. Dafür musste die jahrzehnte-alte Ulmenallee weichen, sie wurde teilweise gefällt. An den übrig gebliebenen Bäumen wurden die Wurzeln gekappt um die Fundamente für den Klotz und eine unnütze Mauer in den Boden zu setzen. Außerdem steht das Haus unzulässig nah an den Bäumen.

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Bild: privat, aus dem 2011 während der Bauarbeiten. Stark zurückgeschnittener Baum hinter dem Ministerium.

Hier Bilder von unserer Demo gegen das Innenministerium und die nutzlose Umweltzone im Jahr 2009.

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Neue Straßen als Mittel zum Klimaschutz?


Sind neue Straßen ein (oder das) Mittel zum Klimaschutz?
Müssen wir neue Straßen bauen, damit der zunehmende Verkehr schneller fahren kann und weniger oft im Stau steht?

In der aktuellen Liste des Luftreinhalteplans sind neue Straßen und Tunnel immer noch als Maßnahmen enthalten, so zum Beispiel die Filderauffahrt von Hedelfingen aus (M20), der Neubau eines Straßentunnels unter der B14 innerstädtisch (M18) und die Nordost-Umfahrung M19. Auch das Neckartor soll langfristig umgebaut werden, um den Verkehrsfluss zu optimieren (M21). Der Rosensteintunnel ist hier als begonnene/ umgesetzte Maßnahme enthalten (M16).

Die Verlängerung der S-Bahn-Züge wird dagegen als nicht wirtschaftlich eingestuft (M8), auch die Entstaubung der Luft aus bestehenden Tunnels ist nicht wirtschaftlich (M23).

Dieses anachronistische Denken zu Gunsten des motorisierten Individualverkehrs ist nicht hinnehmbar. Herr Dr. Reutter, der gleiche Dr. Reutter, der im Amt für Umweltschutz die Abteilung für Stadtklimatologie leitet auf dessen Seite diese Maßnahmenliste steht, schreibt an anderer Stelle auf dieser Seite:

Die Messstelle „Neckartor“ hat im Vergleich den höchsten lokalen Belastungsanteil und den höchsten Anteil „verkehrsbedingte Belastung“. An allen Messstellen hat der Straßenverkehr den größten Anteil an der Gesamtbelastung teilweise mit großem Abstand.

Daraus folgt, dass nur eine erhebliche Reduktion des Verkehrs eine Verbesserung der Luftschadstoffe bewirkt. Dann brauchen wir aber keine neuen Straßen mehr. Das ist mehr als paradox!

Ihr könnt ja noch nicht einmal eine Weiche verlegen!


Wie wollt ihr dann einen ganzen Bahnhof bauen?

Die Politik ist verantwortlich für

  • Jahresverlust von 5200 Tonnen frischen Sauerstoff aufgrund fehlender Bäume (*)
  • zusätzliches Aufkommen von 7000 Tonnen nicht durch Bäume verarbeitetem Kohlendioxid (*)
  • 350 Tonnen ungefiltertem Staub (*)
  • Stadtzerstörung
  • Parkzerstörung
  • Baustellenchaos und damit noch mehr CO, CO2, NO2, Feinstaub…

Dies ging raus an alle Gemeinderäte des Stuttgarter Rathauses.

Wir werden uns an ihr Abstimmungsverhalten erinnern. „Ihr werden uns nicht los, aber wir euch schon!“

(*) Zahlen basieren auf einem durchschnittlich gewachsenen Baum und den veröffentlichten Zahlen gefällter und noch zu fällender Bäume im Zusammenhang mit S21 und dem RSP-Autotunnel.

Wir sammeln ihre Fragen an den neuen OB Kuhn


Wir sammeln ihre Fragen an den neuen OB Kuhn und leiten diese direkt an ihn weiter. Schreiben Sie Ihre Fragen direkt hier in den Beitrag mit der Kommentarfunktion. Die Antworten werden dann hier wieder veröffentlicht.

Unser Stadtklima ist bedroht.


Wie wohl man sich an seinem Lebensmittelpunkt fühlt, hängt entscheidend vom Klima ab. Unter dem Wort „Klima“ werden allgemein Vorgänge oder Stimmungen zusammengefasst, die in einem angegrenzten Gebiet herrschen. So kann das Wort Klima das Auf und Ab an der Börse beschreiben, auch die positiv oder negativ aufgeladene zwischenmenschliche Beziehung von Ehepartnern oder Bürokollegen.

Mit Stadtklima bezeichnet man vor allem die meteorologische Situation in einer Stadt. Im Sommer, wenn es heiß ist, fällt es den Einwohnern schwer sich zu bewegen. Die Luft wabert auf den Straßen während die Sonne von oben brennt.

Autos und ihre Schadstoffe sind vor allem die entscheidenden  Faktoren, die für das Stadtklima eine Rolle spielen, aber auch andere Einflüsse sind entscheidend:

  • Parkanlagen inkl. der Pflanzen und Bäume
  • Spielplätze
  • Straßen
  • Gebäude

Um nur einige Faktoren zu nennen.

Nun dürfen wir seit einigen Jahren den Trend verfolgen, dass in der Stadt immer mehr Grün verschwindet.

  • der mittlere Schloßgarten wurde gerodet
  • der Rosensteinpark steht kurz davor gerodet zu werden, damit der Rosensteintunnel für den Autoverkehr und der Rosensteintunnel für die S-Bahn- und Fernverkehrsgleise gebaut werden können
  • im Park der Villa Berg sollen die alten Bauten des SWR verschwinden und durch eine neue Wohnbebauung ersetzt werden
  • im Killesbergpark wurde ein großer Teil des alten Messeparks (inkl. der beliebten Wasserspiele) abgerissen und durch eine fragwürdige Mondlandschaft ersetzt
  • In der Lindenspürstraße wurde ein Hinterhofpark gerodet, damit dort ein neues Wohnhaus gebaut werden kann
  • die John-Cranko-Ballettakademie plant einen Neubau auf dem Gelände des Wasserwerks zwischen Wera- und Urbanstraße (neben Paul-Löbe-Staffel, Karte)

Durch diese Neubauten wurde oder wird Grünfläche vernichtet, die so dringend benötigt wird in dieser Stadt.

Zitat aus Wikipedia: Ein europäischer Laubbaum trägt durchschnittlich 30.000 Blätter, die zusammen eine enorme Transpirationsleistung ergeben. An warmen Sommertagen kann der Baum mehrere hundert Liter Wasser verdunsten. Beispiel einer 80-jährigen, allein stehenden Rotbuche: In diesem Lebensalter ist der Baum 25 m hoch, und seine Baumkrone mit einem Durchmesser von 15 m bedeckt eine Standfläche von 160 m². In ihren 2.700 m³ Rauminhalt finden sich 800.000 Blätter mit einer gesamten Blattoberfläche von 1.600 m², deren Zellwände zusammen 160.000 m² Fläche betragen. Pro Stunde verbraucht diese Buche 2,352 kg Kohlenstoffdioxid, 0,96 kg Wasser und 25.435 Kilojoule (Solarenergie) (die Energieangabe bezieht sich auf die in Form von Traubenzucker gespeicherte Energie, die eingestrahlte Sonnenleistung ist ca. siebenmal größer); im gleichen Zeitraum stellt sie 1,6 kg Traubenzucker her und deckt mit 1,712 kg Sauerstoff den Verbrauch von zehn Menschen. Die 15 m³ Holz des Baumes wiegen trocken 12.000 kg, allein 6.000 kg davon sind Kohlenstoff.

Bei den bereits im mittleren Schloßgarten gefällten und im Rosensteinpark noch zu fällenden insgesamt rund 350 Bäumen bedeutet dies ein Jahresverlust von 5200 Tonnen frischen Sauerstoff und ein zusätzliches Aufkommen von 7000 Tonnen nicht verarbeitetem Kohlendioxid, was die Atemluft in der Stadt erheblich verschlechtert.

Aktualisierung: Wir haben weiter recherchiert und ein Baum filtert im Jahr rund 1 Tonne Staub aus der Luft. Es kommen also noch einmal insgesamt 350 Tonnen Staub hinzu.

Aktualisierung 2015: Da inzwischen weitere Bäume („vegetative Überbemöbelung“) entfernt wurden, dürften sich die Zahlen inzwischen folgendermaßen verändert haben: bei inzwischen rund 600 gefällten Bäumen (geschätzt) etwa 9000 Tonnen fehlender Sauerstoff im Jahr, 12.000 nicht verarbeitetes Kohlendioxid im Jahr und etwa 600 Tonnen ungefilterter Feinstaub.

Für diese Luftverschmutzung sind die willfährige Politik und die Handlanger in den Ämtern und der Verwaltung verantwortlich! Aber was sind schon 5200 Jahrestonnen frischer Sauerstoff für 10 Menschen gegenüber den wirtschaftlichen Interessen der Bauwirtschaft?

Und so geht es gerade weiter, selbst wenn S21 nicht gebaut werden würde, die Stadt ist im Würgegriff von Partikularinteressen. Es werden neue Einkaufszentren errichtet, Straßen neugebaut und exorbitant teurer Wohn- und Gewerberaum, der Bau von Sozialwohnungen geht dagegen seit Jahren zurück.

S21 fressen Stadt auf


Aus dem Parkschützerforum:

Jetzt tritt der befürchtete Staubsaugereffekt in Kraft. Es wurde ja immer verneint „und wir können das alles gleichzeitig stemmen“, „alles kein Problem“. Aber das es eben doch zum Problem wird schildert Heike:

Auswirkungen von S21:

Das Friedrich-Eugens-Gymnasium in Stuttgart-West soll eine neue Turnhalle mit darunter liegender Tiefgarage mit Anwohnerstellplätzen bekommen.

Nach vielen Jahren Wartezeit wurde jetzt in den Sommerferien die alte Turnhalle abgerissen und der Bolzplatz ebenfalls in eine Baustelle verwandelt.

Eigentlich dachten wir, dass der Neubau jetzt in Kürze beginnt.
Aber im Brief an die Eltern schrieb der Direktor:
„Wir hoffen, dass die Stadt bald die nötigen Mittel freigibt, dass der Bau von Sporthalle und Tiefgarage dann beginnen kann.“

Auf Nachfrage, ob das bedeutet, dass jetzt vielleicht erstmal ein Jahr nicht gebaut wird, sagte der Direktor, dass wegen der vielen Bauprojekte in der Stadt wie Stuttgart 21 und den vielen neuen Einkaufzentren die Baupreise um 30-50% gestiegen seien und die Baufirmen ausgelastet seien.
Die bewilligten Kosten für den Neubau können daher offenbar nicht eingehalten werden. Die Stadt muss jetzt alle Bauabschnitte neu ausschreiben und hoffen, dass sie billigere Firmen findet, die die Turnhalle bauen. Das kann dauern….

Ich reg mich tierisch auf. Die Schüler haben jetzt eine Stunde weniger Sportunterricht pro Woche und auch keinen Bolzplatz mehr, und der Neubau der Turnhalle wird womöglich für längere Zeit aufgeschoben – nicht zuletzt wegen dem Murksprojekt Stuttgart 21!

Neue Straßen = weniger Stau?


Wir haben bereits im Juni über das Thema neue Straßen geschrieben. Inzwischen haben sich neue Situationen ergeben. Die IHK der Region Stuttgart beklagt, dass der Straßenneubau stark rückgängig ist und praktisch nur noch in den Erhalt bestehender Straßen investiert wird. Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern der IHK Region Stuttgart erteilen 70% der Befragten den Straßen in der Region die Note mangelhaft bis ungenügend.

„Der begrüßenswerte Kurs der Landesregierung, beim Erhalt der Landesstraßen einen Schwerpunkt zu setzen, darf allerdings nicht bedeuten, dass Neubaumaßnahmen deshalb erst, wie angekündigt, im Jahr 2015 oder noch später begonnen werden“

Zitat IHK-Präsident für die Region Stuttgart Dr. Herbert Müller.

Bundesstraßen und Autobahnen werden nach der Umfrage durchschnittlich mit befriedigend bis ausreichend benotet. 53% würden eine City-Maut ablehnen, die einheitliche Maut für alle [wahrscheinlich ist damit die bundeseinheitliche Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen gemeint BI-Neckartor] wird dagegen von knapp 75% der Befragten befürwortet.

Der Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt vom 18. Juli 2012 im Ganzen:

Darüber hinaus erreichten uns in den letzten Tagen Meldungen des deutschen Transportgewerbes wonach es zuwenig Rastplätze gibt. Aus unserer Sicht kann das nur bedeuten, dass die Zahl der auf deutschen Straßen verkehrenden LKW insgesamt deutlich zugenommen hat. Bundesverkehrsminister Ramsauer will deshalb bis 15.000 neue Stellplätze an deutschen Autobahnen bauen lassen.
Hier einige Medienberichte dazu:
Pressemeldung der IHK Mittelfranken: http://www.ihk-nuernberg.de/
Meldung der NGZ Grevenbroich aus dem Jahr 2010: http://www.ngz-online.de/
Meldung der LN Lübeck aus dem Jahr 2011: http://www.ln-online.de/
Im Netz gibt es zahlreiche weitere Meldungen zu überfüllten LKW-Rastplätzen.

Nicht neue Straßen und auch keine neuen Rastplätze sind die Antwort auf das Stauproblem in Deutschland. Neue Straßen helfen weder der Wirtschaft noch den Menschen, schon garnicht der Natur. Was der Wirtschaft wirklich hilft, sind staufreie Straßen. Neue Straßen sind für eine mehr oder weniger kurze Übergangsfrist staufrei, dann aber haben immer mehr Auto- und LKW-Fahrer von den neuen Straßen gehört und schon gibt es wieder die ersten Staus. Das hat mehrere Gründe, zum einem ziehen neue Straßen den Verkehr aus der Umgebung ab (dort, wo es noch Stau gibt, weichen die Autos aus), zum anderen wird das Fahren insgesamt attraktiver und die Zahl der Autos steigt. Der Teufelskreis aus neuen Straßen und zunehmendem Verkehr.

Die TU Wien rechnet vor, dass neue Schienenwege volkswirtschaftlich mehr Effekt haben als der Autobahnbau, meldet die Allianz Pro Schiene.

Gerechnet in Beschäftigtenjahren pro investierte Milliarde Euro kommt der Autobahnbau auf rund 10.000 Beschäftigte. Der Bau von Bahnhöfen schafft bei gleicher Investition rund 17.400 Arbeitsplätze, der Eisenbahnstreckenbau, Arbeiten im Bereich des ÖPNV und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bringen es auf jeweils 16.000 Arbeitsplätze pro Milliarde Euro.

Auch eine deutsche Studie wurde mit vergleichbarem Ergebnis ausgewertet. Danach bringt es der Eisenbahnbau ebenfalls auf rund 17.000 Beschäftigte, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung schaffen sogar bis zu 25.000 neue Jobs. Damit, so das Fazit der Wiener Verkehrswissenschaftler, bringt jeder Steuer-Euro 1½ bis 2½ Mal so viel Beschäftigung, wenn man ihn in die Eisenbahn, den ÖPNV oder in die nicht-motorisierten Verkehrsträger investiert.

Deutschland investiert nur 47 Euro pro Kopf in sein Schienennetz und rangiert damit weit hinten.

Quelle: Allianz pro Schiene auf Basis von BMVBS (Deutschland), VöV (Schweiz), BMVIT (Österreich), alle anderen SCI Verkehr.

Im Gegensatz dazu investierte Österreich 205 Euro in das Schienennetz.
Das ist aus unserer Sicht ein Armutszeugnis für die deutsche Verkehrspolitik. Unter dem Gesichtspunkt der aktuell anstehenden Protzprojekte S21 und Rosensteintunnel, die sowohl veraltet als auch noch unnütz sind, sind die wenigen investierten Euro auch noch an der falschen Stelle investiert und verpuffen ohne Wirkung.

Baumerkundungs-Spaziergang durch den Rosenstein mit Bruno Baumann am 14.7.2012


Siehe auch hier.

Am 14.7. fand einer der Baumerkundungs-Spaziergänge statt.

Hintergründe des geplanten B10/Rosensteintunnel:
Der ca. 1,2 km lange vierspurige Straßentunnel soll in der Neckartalstraße auf Höhe der heutigen Stadtbahnhaltestelle Wilhelma beginnen, mit einer Steigung von ca. 4 % den Rosensteinpark unterfahren und auf Höhe der bestehenden Stadtbahnhaltestelle Rosensteinpark in die Pragstraße münden.Die Portalbereiche mit Betriebszentralen und Zu- und Abfahrtsrampen sollen in offener Bauweise errichtet werden. Der bergmännische Tunnel soll aus zwei getrennten Tunnelröhren die durch Querschläge miteinander verbunden sind bestehen. Die Tunnelabluft soll in ! der Wilhelma auf Höhe des Schaubauernhofes ungefiltert (!) über drei 8 m hohe Kamine abgeleitet werden. Die Häuser an der Pragstrasse auf Höhe des Tunnelmundes sollen fremdbelüftet (!) werden!

Viele wunderschöne Bäume und ein nicht unerheblicher Teil des unter Denkmalschutz stehenden Parks stehen auf dem Spiel. weiterlesen → mit Video!