Schlagwort-Archive: Stuttgart

Stellungnahme zum Entwurf des Luftreinhalteplans für Stuttgart


Diese Stellungnahme zum Entwurf des Luftreinhalteplans für Stuttgart wurde heute dem Regierungspräsidium zugestellt. Der Luftreinhalteplan konnte bis zum 09. Juni im Rathaus eingesehen werden. Noch bis zum 23. Juni kann gegenüber dem Regierungspräsidium Stellung zum LRP genommen werden. Die Adressen sind auf der städtischen Seite oben veröffentlicht.

Weitere Stellungnahmen haben bereits die Deutsche Umwelthilfe und der ADFC BW Stellungnahme Lufreinhalteplan veröffentlicht.

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SommerSMOG


Die erste Hitzeperiode des Jahres 2017 im Südwesten brachte auch gleich, wie erwartet, die erste Periode mit Sommersmog. Los ging es am Freitag, 26.5. mit Überschreitungen des Zielwertes des 8-h-Mittelwerts von 120 µg/m3 für Ozon an einigen Stationen in Baden-Württemberg (Quellen: LUBW/UBA). Danach stiegen die Werte von Tag zu Tag bis zum Höhepunkt am Montag, 29.5 an und allmählich wurde ein Großteil von Deutschland erfasst. Die Ursache war die hohe Zahl an Sonnenscheinstunden und die Wärme, da Ozon erst unter Lichteinwirkung entsteht.

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Feinstaubalarm in Stuttgart


Die Stadt Stuttgart appellierte mal wieder und bereits das dritte Mal wirkungslos an die Vernunft der Kraftfahrer. Je öfter ausgerufen aber nur halbherzig umgesetzt, umso weniger interessiert sich der Bürger logischerweise für diesen Running Gag der Stuttgarter Politik. Nach dem Motto „Wasch mich aber mach mich nicht nass“ versucht die Stadt Stuttgart ein ernstes Thema ohne wirklichen Willen zu wirkungsvollen Veränderungen anzugehen.

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Feinstaubalarm – Maßnahme zum Gesundheitsschutz oder politischer Aktionismus ?


Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Ziele des Feinstaubalarms wurden nicht erreicht. Der EU-Grenzwert für PM 10 kann auch im Jahr 2016 trotz sehr günstiger Wetterbedingungen im Jahresverlauf nicht eingehalten werden.
  • Die Erkennung von Alarmierungssituationen war unzuverlässig. Bis zum Oktober 2016 wurde bei 40 Tagen mit Grenzwertüber-schreitung nur an 19 Tagen tatsächlich Alarm ausgelöst. Die ausschließliche Fixierung der Alarmkriterien auf die meteorologische Situation ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Messwerte hat sich nicht bewährt.
  • Der Alarm ist nur auf die Konzentration von PM10 ausgerichtet. Andere Schadstoffe wie NO2 oder Ozon bleiben außen vor, obwohl insbesondere bei NO2 die EU-Grenzwerte noch wesentlich deutlicher überschritten werden als bei Feinstaub.
  • Massive Gesundheitsprobleme gibt es auch unterhalb der von der EU vorgeschriebenen ‘politischen‘ Grenzwerte, d.h. Maßnahmen wie die Alarmierung, die nur auf die Einhaltung der EU-Grenzwerte ausgerichtet sind, können das grundsätzliche Schadstoff-Problem nicht lösen. Im Übrigen tragen hohe Schadstoffkonzentrationen auch zur Klimaerwärmung bei.
  • Noch feinere Stäube wie PM2,5 oder Ultrafeinstäube werden nicht berücksichtigt und noch nicht einmal gemessen, obwohl die Gesundheitsgefahr steigt, je kleiner die Partikel sind. Moderne Motoren stoßen gerade im untersten Größenbereich ungefiltert besonders viele Feinstaubpartikel aus.
  • Der Alarm und die Maßnahmen sind sehr stark auf die Stadt Stuttgart ausgerichtet. Es ist aber der gesamte Ballungsraum betroffen, wie die Messwerte zeigen.

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Du sollst nicht fliegen!


Bio-Lebensmittel, regionale Lebensmittel, Elektromobilität, Fahrradfahren, Urban Gardening, Ökostrom, Klima-Camps mit diversen Teilnehmern und Beschlüssen – alles schön und gut. Wir können uns all diese ganzen Bemühungen aber sparen, wenn wir weiter so viel und so oft fliegen, wie wir das im Moment tun. Weiterlesen

Bürgerarbeit bei der Bahn


Mit Bürgerarbeit bezeichnet man im Allgemeinen ehrenamtliche Tätigkeiten zum Gemeinwohl, für die kein regulärer Arbeitsmarkt besteht.

Nun setzt die Bahn anscheinend vermehrt auf ehrenamtliche Bürger, die Schäden an Bahnhöfen melden und auf Sauberkeit achten sollen. Im VVS-Gebiet gibt es schon 47 solcher ehrenamtlichen Helfer. Quelle: BAA

Generell ist natürlich nichts dagegen zu sagen, dass sich Bürger engagieren und auf ihre Umwelt achten. Auch die Stadt Stuttgart bietet ihren Bürgern mit den „Gelben Karten“ an, sich zu beteiligen und Schäden, Verschmutzungen an die Stadt zu melden oder auch um allgemeine Fragen zu stellen.

Wenn Bürger aber dauerhaft als Helfer eingesetzt werden bzw. wenn ihr Engagement quasi erwartet und eingeplant wird – somit also reguläre „Hausmeister-„Stellen (heute neudeutsch „Facility Manager“) in den Bahnhöfen (siehe oben), Reinigungs- und Lehrerstellen in Schulen oder in anderen öffentlichen Einrichtungen, etwa bei der Stadt, gestrichen werden – ist etwas faul. Dann wird nämlich Bürgerarbeit als Ersatz für reguläre Arbeitsplätze eingesetzt und ist damit ein Mittel, um zu sparen – auf Kosten der Bürger.

Autos in der Stadt


Hier ist ein interessanter Artikel zum Thema „Besitzen junge Menschen wirklich weniger Pkw? Oder: Spaß mit Statistik“ zu finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Altersklasse unter 40 Jahren in Stuttgart immer weniger Autos besitzt, die Alterklasse über 50 besitzt dagegen mehr Fahrzeuge als noch vor 10 Jahren, oft auch noch einen Zweitwagen. Das könnte durch geringere Einkommen und geringere Vermögen bei jüngeren Menschen und höheres Vermögen bei Rentnern erklärt werden, der demografische Wandel wird dies noch verstärken. Hinzu kommt sicher auch, dass das Auto heute nicht mehr so „DAS“ Statussymbol ist wie früher. Mit einem Auto fällt man heute nicht mehr auf, es braucht andere Dinge um sich von der Masse zu unterscheiden. Fahrräder, Uhren, Stereoanlage, Multimediageräte beispielsweise, das Auto ist dabei nur noch ein Fortbewegungsmittel von Vielen. Da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass die großen Autohersteller so massiv in Elektromobilität, Gemeinschaftsautos (= „Car-Sharing“) und Multimedia-Anwendungen investieren. Diese richten sich nämlich vorallem an junge Menschen, deren ideelle Bindung eher zu ihrem mobilen Telefon besteht als zu ihrem Fahrzeug.

Danke an Carl vs. Karl für den Hinweis