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Wir laufen dem Ende entgegen


Laufdemo am Samstag, den 22.12. um 14:30 Uhr ab Hauptbahnhof mit Stationen am Neckartor, dem SWR und den Mineralbädern. Infos hier. Die BI Neckartor würde gern offiziell teilnehmen, lässt sich hier aber gern von den Parkschützern vertreten.

Stadt – Land – Fluss


Mittwoch, 06. Juni 2012, 19:00 Uhr
Typ: Infoveranstaltung
Ort: im Großen Sitzungssaal des Rathauses

Öffentlichen Podiumsdiskussion mit allen OB-Kandidaten

Die Bevölkerung soll sich ein ungefiltertes Bild von den Bewerbern machen können.

Unter dem Motto Stadt – Land – Fluss stellen wir den Kandidaten Fragen zur Stadtentwicklung und Stadtqualität, zum Verkehrs- und Mobilitätsknoten Stuttgart HBF und dessen Beziehung zum Umland sowie zur Stadtökologie mit den Schwerpunkten Grünplanung und Feinstaub, Mineralquellen und Neckar.

Die Fragen an die Kandidaten stellen

  • für die ArchitektInnen für K21 Odile Laufner,
  • für den Verkehrsclub Deutschland Klaus Arnoldi und
  • für den BUND Jürgen Döllscher.

Die Veranstaltung moderiert der Fernsehjournalist Jo Frühwirth.
Anschliessend gibt es Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum.

Veranstaltet wir diese Podiumsdiskussion vom Arbeitskreis der ArchitektInnen für K21 mit Unterstützung des BUND, der Ingenieure22, Leben in Stuttgart e.V. und dem Verkehrsclub Deutschland.

Dadurch findet an diesem Tag keine Sitzung von uns statt.

Aktualisiert (8.6.2012):

Das Video der Veranstaltung bei CamS21 oder Bambuser oder hier bei YT:
Teil 1 http://youtu.be/RTdUZ8Uk1IY
Teil 2 http://youtu.be/K7gGwWt0yvw
Teil 3 http://youtu.be/8bLe9Ihps6E
Teil 4 http://youtu.be/hLMKLSBR0hk
Teil 5 http://youtu.be/LMXSlyNTTlg
Teil 6 http://youtu.be/EcVhZIFXYXY
Teil 7 http://youtu.be/utMSb8d7498

… oder komplett als Playlist
http://www.youtube.com/watch?v=RTdUZ8Uk1IY&list=PLFEF0C7A80D9B8B1E

Hier das Video der Eingangsfrage von Jo Frühwirth, wie denn die Liebeserklärung an die Stadt aus dem Mund der einzelnen Kandidaten lauten würde http://www.youtube.com/watch?v=GX3hJCeOK54
Vielen Dank an CamS21, Herr-der-Mails, Bonatz21 und Walter Steiger.

Kommentare zu der Veranstaltung hier:
http://www.parkschuetzer.de/statements/131130
http://www.parkschuetzer.de/statements/131170
http://www.parkschuetzer.de/statements/131120

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Wir mischen uns ein (aktualisiert)


Wie bereits angekündigt mischen wir uns in die Wahl des Oberbürgermeisters ein. Wir haben die OB-Kandidaten angeschrieben und eingeladen zu einer Bürgerveranstaltung im September. Bisher haben aber nur die Kandidaten der kleinen, nicht etablierten Parteien oder Verbände geantwortet. Die Kandidaten der großen Volksparteien haben abgesagt oder gar nicht geantwortet. Alle sprechen zwar von der „Bürgerbeteiligung“ und bekunden die Absicht auf den Bürger zu hören, aber wenn der Bürger sich dann mal bemerkbar macht, stößt er nur auf Schweigen oder auf Ablehnung. Der Lift hat in seiner aktuellen Ausgabe zu diesem Thema einen satirischen Beitrag der lesenswert ist.

Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und triezen die Vertreter der Tunnelparteien weiter!

Infos dann wieder hier. Gleiche Stelle, gleiche Welle!

Grüne: Ist das ernst gemeint oder nur Wahlkampagne?


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Das Jahrhundert des Automobils mit Verbrennungsmotor neigt sich seinem Ende zu. Ganz besonders die Autostadt Stuttgart braucht dringend neue Konzepte einer nachhaltigen Mobilität. Doch von einer Wende hin zu einem nachhaltigen Verkehr ist sie noch weit entfernt. In dieser Situation will die grüne Gemeinderatsfraktion Verkehrsexperten um ihren praktischen und pragmatischen Rat bitten, wie diese notwendige Wende eingeleitet werden kann und wohin sie führen muss. Die Statements des Hearings sollen dem Gemeinderat verkehrspolitische Handlungsanweisungen für den Zeitrahmen der nächsten zehn, fünfzehn Jahre nahe legen. Wir laden dazu alle verkehrspolitisch interessierten Verbände, Initiativen, Bezirksbeiräte und die Öffentlichkeit ein, auf deren Rat und Unterstützung wir kommunalpolitisch stets angewiesen sind.

Verkehrswende für Stuttgart Hearing am
Freitag, 25. Mai 2012, 14:00-18:00 Uhr
Rathaus Stuttgart
Mittlerer Sitzungssaal
Marktplatz 1
Stuttgart-Mitte

Das Programm:

  • Felix Beutler Referent für Verkehrspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
    Die Rolle der Bundespolitik für eine städtische Mobilität
  • DR. Alexander Rieck L A V A Laboratory For Visionary Architecture Wie muss der Städtebau aussehen, der eine künftige städtische Mobilität ermöglicht?
  • Thomas Schwarz Leiter des Statistischen Amtes der LH Stuttgart Bedeutsame Trends und Tendenzen des Verkehrsgeschehens in Stuttgart
  • PAUSE
  • Thomas Hachenberger Geschäftsführer des VVS, Stuttgart Notwendige Maßnahmen zur Stärkung des ÖPNV und zur Verbesserung des Modal Split
  • Josef Michl Sprecher der ARGE Nord-Ost
    Welche Maßnahmen helfen gegen den Feinstaub?
  • Dr. Walter Vogt Institut für Straßen-und Verkehrswesen, Uni Stuttgart
    Welche Maßnahmen können den Radverkehr in Stuttgart voran bringen?
  • Thomas Schweizer Fussverkehr Schweiz, Fachverband der FussgängerInnen
    Zu-Fuß-Gehen in der Stadt? Förderstrategien für den Fuß- und Radverkehr Diskussion

PS: Sie würden uns in unserer Organisation unterstützen, wenn: • Sie uns mitteilen, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen (eine kurze Nachricht an gruene.fraktion@stuttgart.de wäre schön); und wenn • Sie diese Einladung an Interessierte weiterreichen würden.

Danke dafür!

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Bündnis 90 / Die Grünen im Gemeinderat
Fraktionsgeschäftsstelle,
Marktplatz 1
70173 Stuttgart
Tel. (0711) 216-3942
Fax (0711) 216-5682
E-Mail: gruene.fraktion@stuttgart.de
www.lust-auf-stadt.de

Wir mischen uns ein!


Wir mischen uns in den Bürgermeisterwahlkampf ein und planen für September oder Oktober einen Infoabend, ähnlich der Veranstaltung vom 17. März 2011 als wir Werner Wölfle (Bündnis90/Die Grünen), Philipp Hill (CDU),
Dejan Perc (SPD), Armin Serwani (FDP) und Christoph Ozasek (Die Linke) in die Friedensgemeinde eingeladen haben um ihre Standpunkte zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept zu hören. Unsere Presseerklärung von 2011 finden sie im Archiv.

Videos von der Demo


Wir danken Tilman36 für die Aufnahmen
15.18h http://bambuser.com/v/2574273
15.31h http://bambuser.com/v/2574320
15.32h http://bambuser.com/v/2574326
15.36h http://bambuser.com/v/2574343
15.44h http://bambuser.com/v/2574380
15.48h http://bambuser.com/v/2574395
16.25h http://bambuser.com/v/2574520
16.45h http://bambuser.com/v/2574590
17.22h http://bambuser.com/v/2574699

Demo vor dem Verkehrsministerium


Bilder von der Demo

Am Sammelpunkt FriedensplatzAm Sammelpunkt Friedensplatz

ziemlich viel los!

Ziemlich viel los! Wir hatten nicht mit der Masse gerechnet. Laut Polizei waren es ca. 800, wir schätzen die 1000 haben wir bestimmt geknackt!

Es geht los!

Wir danken Klangerzeuger für die Aufnahmen!

Vor dem Studentenwohnheim in der Heilmannstraße fotografiert von Susanne.

Am Landtag fotografiert von Susanne

Vor dem Verkehrsministerium fotografiert von Susanne

Pressemitteilung

Rosensteintunnel macht mehr Feinstaub

Grenzwerte einhalten – keine Verkehrszunahme!

Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger folgten am Samstag dem Aufruf der Bürgerinitiative Neckartor zu einer Demonstration gegen den geplanten Bau des Rosensteintunnels. Sie fordern, dass angesichts der weiterhin dramatischen Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und Stickoxid keine Straßenbaumaßnahmen vorgenommen werden dürfen, die zu mehr Verkehr am Neckartor und auf anderen viel befahrenen Straßen führen.

Unterstützung erhält die Bürgerinitiative dabei von BUND Kreisvorstand Joseph Michl: „Der B10-Rosensteintunnel und die 3. Röhre Leuzetunnel erhöhen die Abgas- und Lärmbelastungen für die Stuttgarter Bevölkerung. Der BUND Kreisverband fordert den Gemeinderat daher auf, die Planung einzustellen.“

Die Bürgerinitiative Neckartor richtet diese Forderungen insbesondere an die Fraktion der SPD. „Die SPD-Kreiskonferenz hat 2010 einen klaren Beschluss gegen den Rosensteintunnel gefasst. Kreisvorsitzender Dejan Perc hat im Wahlkampf im März 2011 bei einer unserer Veranstaltungen mit Vorstellungen moderner Verkehrspolitik geworben, die uns aus dem Herzen gesprochen haben. Und jetzt setzt die SPD-Fraktion im Gemeinderat auf ein total aus der Mode gekommenes Modell einer autogerechten Stadt der 70iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Auf hohem Niveau wird die Schadstoffbelastung auf viele Jahre zementiert. Modern geht anders.“, sagt Peter Erben von der Bürgerinitiative.

Die BI Neckartor stellt den Zusammenhang her zwischen Rosensteintunnel und insbesondere der 3. Leuzetunnelröhre zur verkehrlichen Erschließung der Stuttgart 21-Flächen inklusive des ECE-Einkaufszentrums. Diese Straßenbauprojekte, die sich aus der aktuellen Verkehrslage heraus nicht begründen lassen – schließlich gibt es seit über 10 Jahren keinen Verkehrszuwachs mehr auf Stuttgarter Straßen – , zeigen dass bei der Erschließung von Stuttgart 21 verstärkt auf den motorisierten Individualverkehr gesetzt wird.

Die Bürgerinitiative Neckartor freut sich über die vielen Teilnehmer an der Demonstration auf der B14 vom Friedensplatz über die Messstation am Neckartor zum Verkehrsministerium am Österreichischen Platz. „Mit so Vielen hatte keiner von uns gerechnet. Das zeigt, dass hier doch die Sorge besteht, der Gemeinderat könnte sich unbemerkt über die berechtigten Einsprüche seiner Wähler hinwegsetzen“, sagt Rita Krattenmacher. Sie demonstriert in einem „Gehzeug“, einem Holzgestell, mit dem die Fußgängerin den Platzbedarf eines Automobils simuliert.

Der derzeit betriebene Ausbau der B10 zu einer Art Autobahn, belastet die Neckarvororte und insbesondere Zuffenhausen. Bei der Zwischenkundgebung an der Messstation weißt Annemarie Raab, Sprecherin der Schutzgemeinschaft Krailenshalde, auf die prekäre Verkehrsentwicklung in Zuffenhausen hin. Diesen Stadtteil trifft der Zuwachs des Verkehrs mit aller Wucht. Bis zu 30.000 Fahrzeuge werden dort täglich mehr fahren, würde der Rosensteintunnel wie geplant vierspurig gebaut. „.Die Politiker verweigern einen Erörterungstermin, sie ignorieren die zahlreichen Einsprüche. Für die Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen entlang der Bundesstraßen ist ein entschiedenes Nein zum Rosensteintunnel/Leuzetunnel notwendig“, fordert Raab.

Bei der Abschlusskundgebung vor dem Verkehrsministerium zeigt Joseph Michl vom BUND Auswege aus dem verkehrspolitischen Irrweg: „Da die Schadstoff-Grenzwerte in Stuttgart deutlich überschritten werden, sind Maßnahmen notwendig, damit der Verkehr weniger und umweltverträglicher wird. Hierzu ist eine flächendeckende Höchstgeschwindigkeit des Straßenverkehrs auf maximal 30 km/h für das gesamte Stadtgebiet das beste Mittel.“ Das kürzlich vom Regierungspräsidium vorgestellte Gutachten zu Tempo 40 könne die Wirksamkeit von Geschwindigkeitsreduzierungen nicht entkräften.

Grünen-Stadtrat Peter Pätzold beklagt das geringe Interesse, dass die Stadt und der gegenwärtige Oberbürgermeister Schuster am Thema Luftreinhaltung zeigen – obwohl sie nach EU-Gesetzen dazu verpflichtet wären. Schließlich seien die Grenzwertüberschreitungen kein Kavaliersdelikt. „Jeder der sich mit dem Thema Luftreinhaltung beschäftigt weiß, dass nur solche Möglichkeiten wirksam sind, die den Verkehr verringern. Wir Grüne wollen die Luft verbessern, unabhängig an welcher Position wir stehen. Ob als Bezirksbeirat, Stadtrat, als Minister oder vielleicht auch als neuer OB“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat. Die Stadt habe mehr verdient als die dreckigste Stelle Deutschlands am Neckartor. Man wolle endlich einen Luftreinhalteplan der seinem Titel gerecht würde.

An der Demonstration nehmen viele Stuttgart 21-Gegner und Parkschützer teil. Aus ihrer Sicht ist es unverzeihlich, einen Park zu verwüsten, dort wo gesetzeswidrig die Luft so stark belastet ist, wie sonst nirgendwo in Deutschland. „Insgesamt wurden uns rund um den Bahnhof 400 Bäume weg genommen, auf die das Stadtklima hier an Ort und Stelle der hohen Luftbelastung so dringend angewiesen wäre“, sagt eine Parkschützerin.

Entscheidende Verbesserung der Luftsituation ist nach Auskunft des Städtischen Umweltamts nur erreichbar über eine deutliche Reduzierung des Verkehrs auf den vielbefahrenen Straßen. So kommt es, dass in diesem Zusammenhang Einschätzung und Forderungen von städtischen Verkehrsplanern und städtischem Umweltamt im krassen Gegensatz stehen. Die einen planen den gezielten Ausbau der B10 zu einer Art Stadtautobahn. Die anderen haben das verpflichtende Ziel, die Grenzwerte von gefährlichen Luftschadstoffen einzuhalten.

Peter Erben für die BI Neckartor

 

Demo am 21.4. am Friedensplatz


Hier unser Flugblatt zur Demo für alle Freunde der BI

Flugblatt zur Demo am 21.4.2012

Pressemitteilung der BI Neckartor

14.April 2012
FEINSTAUB MACHT KRANK!
ROSENSTEINTUNNEL MACHT MEHR FEINSTAUB
Jetzt kündigt das Regierungspräsidium an, 150 Meter vor der Messstation eine sogenannte Pförtnerampel aufzustellen um den Verkehrsstrom zu verflüssigen. Wohlgemerkt, den Verkehrsstrom an der Messstation. Damit dort, wo gemessen wird, bessere Feinstaubwerte erreicht werden. Aber die zu hohe Feinstaubbelastung ist nicht nur ein Problem des Neckar-tors. Nach den Berechnungen des städtischen Umweltamts wird der Grenzwert von Feinstaub (PM10) an allen vielbefahrenen Straßen der Stadt in ähnlicher, unzulässiger Weise überschritten wie am Neckartor. Mit einer Pförtnerampel an der Messstation werden nur die dortigen Messwerte verschönert. Die Schadstoffbelastung der Stuttgarter Luft in der Fläche wird dadurch nicht verringert. Denn das Verkehrsaufkommen bleibt das gleiche. Die Behörden scheinen das Ziel zu haben, die Bürger mit inszenierten Ergebnissen zu täuschen.
Die Fachleute vom städtischen Umweltamt wissen, wie an Stuttgarts vielbefahrenen Straßen die Grenzwerte eingehalten werden können. Sie sagen uns, dass dies nur durch Reduzierung des motorisierten Verkehrs um mindestens 50% gelingen kann. Durch Maßnahmen, die alle innerstädtischen Bundesstraßen und deren Querverbindungen entlasten, und nicht durch manipulative Einzelmaßnahmen am Neckartor.
Jede Straßenbaumaßnahme, die zu noch mehr Verkehr führt, verbietet sich angesichts dieser hohen Vorbelastung eigentlich von selbst. Würde sie doch das erklärte Ziel der Stadtverwaltung, die gesetzlichen Grenzwerte dauerhaft einzuhalten, in unerreichbare Ferne rücken.
Aber genau so ein Straßenbauprojekt droht jetzt Wirklichkeit zu werden! Geplant ist der Bau eines vierspurigen Rosensteintunnels und der dritten Leuzetunnelröhre. Beide zusammen führen mit der Aufsiedelung des Stuttgart 21-Geländes zu prognostizierten 28.000 Fahrzeugen täglich mehr auf Stuttgarter Straßen.
Verkehrswissenschaftler wissen: Mehr Straßen führen zu mehr Verkehr. Und: Ohne Straßenaus- und –neubau keine Verkehrszunahme. Stuttgart führt den Beweis: Seit über 10 Jahren gibt es keinen Verkehrszuwachs mehr auf unseren Straßen. Womit also werden die Pläne für den vierspurigen Rosensteintunnel, für den autobahnähnlichen Ausbau der B 10 auf Stuttgarter Boden begründet? Wer steckt hinter diesen Plänen?
An der Messstation Neckartor wurden schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres an 40 Tagen die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung überschritten. Zulässig wären maximal 35 Überschreitungstage im ganzen Jahr. Was sich damit auch für 2012 wieder abzeichnet, ist: Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen gegen die zu hohe Luftschadstoffbelastung können die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Menschen nicht erfüllt werden.
In wenigen Wochen will der Gemeinderat über den Bebauungsplan der beiden Straßentunnelbauwerke abstimmen. Es gab zwei Planauslegungen in zwei Jahren. Über 1.600 schriftliche Einsprüche von betroffenen Anwohnern liegen auf dem Tisch. Die Fronten im Gemeinderat sind klar gezogen. Eine entscheidende Rolle wird die SPD-Fraktion spielen. In der Kreiskonferenz der Stuttgarter SPD im Jahr 2010 hat die Mehrheit der Delegierten gegen den Bau gestimmt und einen entsprechenden Beschluss herbeigeführt. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat will sich aber nicht nach dem Beschluss der eigenen Basis richten und plant für den Bau zu stimmen.
Wir meinen, wer hier mit ja stimmt, handelt verantwortungslos. Er oder sie gefährdet unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder. Verantwortungslos ist das auch in finanzieller Hinsicht: Voraussichtlich 200 – 300 Millionen Euro sollen für ein vorsintflutliches Verkehrskonzept hinausgeworfen werden. Millionen, die fehlen für moderne Maßnahmen, die uns allen eine ökologisch verträgliche Mobilität ermöglichen, eine Mobilität, die die Gesundheit der Menschen nicht gefährdet.
Auch vom Projekt Stuttgart 21 ist nichts Gutes für die Luftqualität im Stuttgarter Talkessel zu erwarten. Die Macher von Stuttgart 21 behaupten, sie brächten mehr Verkehr auf die Schiene. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Stuttgart 21 bedeutet:
– Rückbau von Schieneninfrastruktur. Weniger Eisenbahn, mehr Straße.
– Täglich 20.000 Fahrzeuge mehr am Neckartor durch den Rosensteintunnel zur Erschließung
des S21-Geländes inklusive des von OB Schuster durchgedrückten ECE-Einkaufszentrum.
– Weniger Bäume, mehr Beton.
– Wir spüren es heute schon: Verwüstung statt Park dort, wo – gesetzeswidrig – die Luft so stark belastet ist wie nirgendwo sonst in Deutschland.
Wir sagen Schluss jetzt.

Wir fordern:

  • Keine SPD-Stimme im Gemeinderat für den Rosensteintunnel.
  • Kein Stuttgart 21.
  • Schluss mit Placebo-Maßnahmen wie Klebstoff und Umweltplaketten.
  • Keine Maßnahmen, die nur am Standort der Messstation wirken.
  • Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte durch Halbierung des Verkehrsaufkommens (PKW / LKW).
  • Massive Verbesserung des ÖPNV-Angebots (Preise runter, Takt rauf).
  • Mehr Straßenraum für Fußgänger und Fahrradverkehr.

Die Bürgerinitiative Neckartor veranstaltet am Samstag, den 21.April 2012 aus aktuellem Anlass eine Demonstration. Um 15 Uhr setzt sich am Friedensplatz der Demozug in Bewegung. Erstes Ziel ist die Messstation am Neckartor. Dort findet eine erste Kundgebung statt.
Danach geht es weiter auf der B 14 bis zum Landesverkehrsministerium am Österreichischen Platz. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.
Für die BI Neckartor Peter Erben

Demo geplant


Aktualisiert am 10. April:

Jetzt ist sie angemeldet. Die Demo findet statt am Samstag, 21. April. Treffpunkt ist der  Friedensplatz, von dort geht es zur Messstation am Neckartor und dann zum Verkehrsministerium.

Unser Plakat mit dem Demoaufruf zum Ausdrucken: Demoaufruf 2012-21-4

Wegbeschreibung zum Friedensplatz: mit der U1, U2, U4, U9 oder U14 bis Neckartor und dann den Ausgang Richtung Kernerstraße Schubartstrasse nehmen und die Schubartstrasse etwa 150 Meter hochlaufen. Der Friedensplatz ist dann links.
Oder Alternative: mit dem Bus 42 bis zur Haltestelle Friedenstraße fahren und dann die Friedensstaffel zur Kirche hinuntergehen. Siehe Karte vom Friedensplatz.

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Aktualisiert am 05. April:

Die Planungen zur Demo nehmen Gestalt an.

Aber die Abstimmung im Gemeinderat über den Rosensteintunnel steht ebenfalls unmittelbar bevor. Und obwohl die Kreiskonferenz der SPD am 12.05.2010 beschlossen hat, dass die Planungen zum Bau des Tunnels nicht weiter verfolgt werden, steht die Parteispitze der Stuttgarter SPD weiterhin zum Tunnel. Der Wortlaut des Beschlusses (Verknüpfung siehe oben) ist eindeutig, die Kreiskonferenz fordert die Gemeinderatsfraktion auf, alle Beschlüsse zur Realisierung des Tunnels abzulehnen.

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Die BI plant eine Demo in den nächsten Wochen um auf das Problem der Verkehrsbelastung und der damit verbundenen Schadstoffbelastung am Neckartor im Speziellen, aber auch in ganz Stuttgart im Allgemeinen hinzuweisen.

Themen werden unter anderem sein:
Wie geht es weiter mit den Maßnahmen zur Luftreinhaltung?
Was hat S21 mit der Luft in Stuttgart zu tun?
Was sind die Auswirkungen vom geplanten Rosensteintunnel auf die Luft? und
Was können wir tun?

Siehe dazu auch unseren Bericht vom 2. Ratschlag

Weitere Infos hier!

Bericht vom großen Ratschlag


Bericht aus unserer Arbeitsgruppe vom großen Ratschlag am 17.03.2012

Bild von hier: https://picasaweb.google.com/lh/photo/BuENSqvlOL3prP-sT_IKsNMTjNZETYmyPJy0liipFm0

Fotografiert von https://picasaweb.google.com/112478480755709713158

Ausgangspunkt unserer Überlegungen war die Frage, wie man den Verkehr in der Stadt wirksam reduzieren kann. Diese Frage wurde am 24.10.2011, ebenfalls im Rathaus, von Herr Dr. Reuter aufgeworfen, Leiter des städtischen Umweltamtes. Herr Reuter hielt an diesem Tag einen Vortrag im Rathaus und die Kernaussage war, dass der innerstädtische Verkehr um mindestens 50 oder mehr Prozent reduziert werden muss um die von der EU geforderten Grenzwerte für Luftschadstoffe einzuhalten. Wir wollten mit unserer Arbeitsgruppe Ideen entwickeln, wie eben diese Reduzierung erreicht werden kann.

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