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S21-Brunnen übergelaufen


Es ist ein S21-Schluckbrunnen übergelaufen. Wolfgang Rüter hat Bilder gemacht. Nachdem es bereits im September in der Urbanstraße in der Nähe eines Brunnens zu einem Wasserschaden in einem angrenzenden Keller gekommen ist, der offiziell durch eine beschädigte Dichtung verursacht wurde, ist diesmal das Wasser im Rosensteinpark in der Nähe des alten Bolzplatzes ausgetreten. Es kam niemand zu Schaden. Auf Seiten den S21-Widerstands vermutet man hier eine falsche Schaltung der Steuerungselektronik, die trotz gefülltem Brunnen immer wieder ein Ventil öffnete oder eine Pumpe einschaltete und weiter Wasser in den bereits gefüllten Brunnen floss.

Pelzgeschäft wird wiederbelebt


Das ehemalige Pelzgeschäft am Kernerplatz wird wiederbelebt. Nach etwa einem Jahr Leerstand wird es dort in etwa 2 bis 3 Wochen süße Kuchen, Tee und Kaffee und andere Leckereien geben. Ein entsprechender Anschlag am alten Schaufenster kündigt ein Cafe an und im Inneren wird bereits kräftig renoviert.

FotoEin Cafe mit außenliegenden Sitzgelegenheiten hat es im Kernerviertel bisher nicht gegeben. Das wird dem Kernerplatz sicher zu Gute kommen und die Aufenthaltsqualität steigern. Und ein Gegengewicht zu den „durchgestylten“ Hochglanzcafes ist das alte Gebäude alle Mal.

Was bedeutet der geplante Abriss der IHK für das Kernerviertel?


Die StN berichtet, dass das Projekt S21 durch die immer noch fehlenden Genhmigungen zum Flughafenbahnhof (PFA 1.3) und zum Tunnelbau Richtung Feuerbach in Zeitnot geraten könnten. Im September soll eigentlich der Tunnelbau nach Feuerbach beginnen, aber die Unterfahrung des Gebäudes der IHK ist weiter ungeklärt. Werden sogenannte Hebungsinjektionen mit einem bodenverstärkenden Mittel gemacht oder wird das Gebäude abgerissen? Es wurden 3,8 Millionen Euro für das Gebäude geboten, die zuletzt sogar auf 6 Millionen Euro erhöht wurden. Anscheinend ist der Abriss und Neubau günstiger als das Abstützen. Was bedeutet das für das Kernerviertel? Dort sollen auch Häuser relativ knapp unterfahren werden und mit Hebungsinjektionen gegen Abrutschen und Absacken gesichert werden.

Ist hier das Heben günstiger als der Abriss oder nicht opportun?

Siehe dazu unter anderem auch:

Netzwerke-21: IHK-Gebäude: Bahn drängt auf Abriss – geplante angeblich sichere Hebungsinjektionen nicht umsetzbar?

Netzwerke-21: Ferpress: Bahn bietet IHK 6 Millionen für Abriss – Gerüchte über weitere Setzungen der Landeswasserversorgung

Geologie-21: Albekanntes Risiko kommt verzögert „völlig überraschend“ Stuttgart 21 – oder wurde der DB-Aufsichtrat gezielt getäuscht!

Das System21 ist überall!


Das System21 ist auch in kleinen Projekten zu finden, zum Beispiel im Neubau der John-Cranko-Schule. Auf dem Gelände des denkmalgeschützten Wasserwerks in der Werastraße (unterhalb der Jugendherberge) soll der Neubau entstehen. Dafür müsste das Wasserwerk zumindest teilweise weichen. Aber bereits jetzt – noch vor Baubeginn – steigen die Baukosten ins Unermessliche. Und da sind die Parallelen zu S21 durchaus sichtbar.

Mit Verweis auf irgendeine europäische Magistrale pocht OB-Kuhn auf das Weitermachen, ist sogar verärgert darüber, dass der Rechnungshof das Projekt kritisiert.

„Es geht nicht, dass man eine Ballettschule von internationalem Rang mit dem Bau eines normalen Gymnasiums verglichen wird.“

„Wir zählen weltweit zu den Top-5-Ballettstädten. Die John-Cranko-Schule bildet mit dem Internat das Rückgrat.“

Beide Zitate OB-Kuhn aus dem schwäbischen Tagblatt.

Der Autor des Artikels im Tagblatt kommt zu dem Schluß, dass die Schule wahrscheinlich doch wie geplant gebaut wird. Man läuft also wieder – wie bei S21 – sehenden Auges in das Chaos hinein und winkt eine Kostensteigerung nach der anderen durch, opfert dabei wieder einmal nur zu Prestigezwecken ein denkmalgeschütztes Gebäude und bezeichnet dies als notwendigen Kollateralschaden. Und die äußerst wichtige Luftschneise zum Gebhard-Müller-Platz und zum HBF würde mit diesem Gebäude auch wegfallen. Nachdem bereits auf der anderen Seite mit dem Neubau der IHK-Gebäudes eine wichtige Luftschneise wegfällt, rücken die Ziele der Luftverbesserung im Talkessel damit erneut in weite Ferne.

Aber es gibt doch einen Unterschied zu S21. Eine neue Ballettakademie zu bauen wäre sicher sinnvoller als einen neuen Bahnhof zu bauen. Aber auch hier gilt: Kostentransparenz und Beteiligung der Anwohner VOR Projektstart und nicht irgendwann danach. Aber den Fehler zuzugeben und alles auf Null zurückzusetzen um neu zu planen geht der Politik und der Stadtverwaltung gegen die Ehre. Da macht man lieber weiter wie geplant.

Ergänzung am 1.8.2013: gerade in den letzten Tagen spürt man die Folgen dieser Baupolitik (Nachverdichtung, Bebauung von ehemaligen Grünflächen und Fällen von Innenstadtbäumen) wieder einmal deutlich am eigenen Leib. Um das Klima im Talkessel zu verbessern sollten Bäume gepflanzt werden und nicht gefällt. Bäume spenden Schatten, sorgen mit der Verdunstung von Wasser für ein angenehm kühles Klima und sie filtern Staub und Luftschadstoffe aus der Umgebungsluft. Unser Ziel sollte also sein, die Innenstadt zu vergrünen und nicht den Wohnraum zu verdichten! Leider stehen Bäume aber den Interessen der Gewinnmaximierung und der schnellen Rendite im Weg.

GWM-Arbeiten im Kernerviertel


Hinweis auf Bei Abriss Aufstand

Anwohnerappell (PDF)

Bilder zur Doku der Bauarbeiten und Lage der Brunnen von Wolfgang Rüter

Bilder von Synnie Do (Zugang nur möglich nach vorheriger Anmeldung im Parkschützerforum): 1. Bild, 2. Bild und 3. Bild