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Macht das Radfahren endlich sicherer!


Wer zählt noch die toten Radfahrer auf deutschen Straßen?

Der mit Sicherheit nicht letzte tote Radfahrer auf deutschen Straßen starb gestern in Hamburg als ein LKW-Fahrer ihn beim Rechts-Abbiegen übersah.

Rein statistisch stirbt jeden zweiten Tag ein Radfahrer auf deutschen Straßen. Viel an der Sicherheit hat sich bisher nicht verbessert. Diskutiert werden – mehr oder weniger öffentlich – die Radwegstreifen auf der Fahrbahn, um den Fahrradfahrer ins Blickfeld der Automobilisten zu führen. Diese werden vielerorts auch bereits umgesetzt, sprich gebaut. Diskutiert wird auch die Helmpflicht für Fahrradfahrer. Ein Helm hätte in diesem Fall allerdings wenig genützt.

Dabei wäre es sehr einfach, schon eine geänderte Ampelschaltung könnte dazu führen, dass Automobile und Radfahrer getrennt von einander die Straße überqueren. Wenn sowieso ein baulich von der Straße getrennter Fahrradweg auf oder neben dem Bürgersteig angelegt ist, womöglich noch mit Baumreihe und Parkplätzen zwischen dem Radweg und der Fahrbahn, dann ist eine zeitliche Trennung der Grünphasen angebracht. Bei Radwegstreifen auf der Fahrbahn ist dies dagegen nicht unbedingt notwendig.

Radfahrer sollen auf die Straße


Kommentar der BI Neckartor:
Welcher Grund hinter dieser Studie steckt ist schnell klar, einen weißen Strich auf eine vorhandene Fahrbahn zu malen (ohne diese zu verbreitern) ist besonders günstig. Eine vorhandene Fahrbahn zu verbreitern um dann einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer anzulegen ist teuer, noch teurer wäre ein baulich abgetrennter Fahrradweg neben der Fahrbahn. Sicher ist es sinnvoll, das wenige vorhandene Geld sinnvoll einzusetzen. Die Sicherheit irgendeines Verkehrsteilnehmers dabei zu gefährden ist allerdings nicht angebracht. Ob diese im Artikel erwähnte Studie wirklich die Situation wiedergibt und die Autofahrer vorsichtiger fahren oder ob es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handelt, dass nur zeigen sollte, was die Politik vorher schon wusste, muss sich erst noch zeigen. Hoffentlich kommt niemand dabei zu schaden.

CRITICAL MASS STUTTGART

140202_So_Akt_RadstreifenQuelle: ‚Sonntag Aktuell‘ vom 02. Feb. 2014

Anmerkungen zum Kommentar von Herrn Preiss (click öffnet PDF):

Autofahrern pauschal zu unterstellen, sie würden nicht vom Gas gehen, sobald sie die Fahrbahn mit Radfahrern teilen, ist eine gewagte Behauptung. Längst nicht alle Wagenlenker sind so rücksichtslos, wie es ihnen der Autor unterstellt. Und seine Befürchtung, mehr Platz für Radfahrer auf der Straße führe zu mehr Stau – diese Einschätzung entspringt einem alten Autofahrer-Reflex: „Da dringen Unbefugte in mein Territorium ein und nehmen mir den Platz für die freie Fahrt“. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Mehr Radler auf der Straße bedeuten weniger Autos im Straßenraum und somit weniger Stau.

Und die Fußgänger gegen die Radfahrer auszuspielen, ist ein alter Trick, der nicht mehr verfängt. Wo, bitte, wird die „Städteplanung komplett dem Drahtesel untergeordnet“? Eben.

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