Schlagwort-Archive: Wagenburgtunnel

Anfrage der Bürgerinitiative Freunde des Wagenburgplatzes


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Damen und Herren Bezirksbeiräte,

anläßlich der Diskussion in der letzten Bezirkbeitratssitzung Ost, die interimsweise Nutzung der ehemaligen hauswirtschaftlichen Schule am Stöckach durch das Wagenburggymnasium verzögere die Umgestaltung des Stöckachplatzes, möchten wir zu Bedenken geben, dass bei der Entscheidung eine Vielzahl von gewichtigen Argumenten Beachtung verdienen. Leider hat aus unserer Sicht folgender Umstand bislang noch keine öffentliche Diskussion erfahren. Weiterlesen

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Anfrage der Freunde des Wagenburgplatzes an den Gemeinderat


Diese Anfrage der Freunde des Wagenburgplatzes liegt uns vor. Sie ging an den OB Fritz Kuhn, an die Leiterin des Schulverwaltungsamtes Karin Korn, an die Gemeinderatsmitglieder Alexander Kotz (CDU), Martin Körner (SPD), Anna Deparnay-Grunenberg (Grüne), Tom Adler und Hannes Rockenbauch (SÖS-Linke-PLuS) und Jürgen Zeeb (FW).  Weitere Empfänger waren Mitglieder des Bezirksbeirates Stuttgart Ost und die Lokalredaktion -Ost der Stuttgarter Zeitung. Die Verknüpfungen wurden von uns (BI Neckartor) hinzugefügt, da wir bereits über das Thema Bebauung des Wagenburgplatzes mit Raumcontainern als Übergangslösung für eine Schulsanierung im Wagenburggymnasium berichtet haben. Weiterlesen

Sanierungsgebiet 29


Wir berichteten bereits über das Sanierungsgebiet 29. Ein Sieger im Architektenwettbewerb steht weiterhin nicht fest. Anfang März wurde bekannt, dass das Preisgericht keinen ersten Platz aber dafür zwei zweite Plätze gekürt hat. Die Entwürfe sehen kein großes Gebäude an Stelle der Hauswirtschaftlichen Schule vor sondern ein Ensemble aus kleinen Blöcken. Ein Entwurf sieht außerdem den Rückbau des Stöckachplatzes und damit eine Verlegung des Autoverkehrs in den Schienenraum der SSB (wie in der Hackstraße) vor. Die beiden zweitplatzierten Architekturbüros haben Zeit bis etwa Mitte oder Ende April ihre Entwürfe zu überarbeiten, damit ein Sieger gekürt werden kann.

Weiterhin wurde eine Konfliktsituation bekannt, die die Anwohner und Grundstückeigentümer in die Bredouille bringt. Das Sanierungsgebiet wurde geplant um den Stadtteil aufzuwerten und sanierungsbedürftige Gebäude mit Fördermitteln aus diversen Töpfen schneller wieder auf „Vordermann“ zu bringen. Da der Stuttgarter Osten durch die Bahn vom Wagenburgtunnel bis zur Neckarunterquerung in Wangen aber untertunnelt wird, gilt eigentlich für die betroffenen Grundstücke eine Veränderungssperre. Ein Teil der Grundstücke liegt aber auch im Sanierungsgebiet 29 und damit können die Eigentümer eigentlich keine geförderten Sanierungsmaßnahmen auf ihren Grundstücken durchführen. Das Amt für Stadtplanung gibt sogar zu, dass den Eigentümern aufgrund der Sanierungsmaßnahmen in der Nachbarschaft sogar eine Forderung zur Zahlung eines Ausgleichsbeitrags ins Haus flattern könnte, da ja der Wert der Umgebung und der Gebäude durch die Sanierung gestiegen ist. Da das eigene Gebäude aber nicht saniert werden konnte, sind die Eigentümer der betroffenen Gebäude doppelt gekniffen. Aber sie erhielten ja die Ausgleichszahlung der Bahn, argumentiert Herr Holch vom Stadtplanungsamt in der aktuellen Ausgabe von „Ihr Stadtteil aktuell“. Man werde aber eine Lösung für das Problem finden, zur Not auch über Sondergenehmigungen.

Baulärm kommt auch ins Kernerviertel


Heute hat das Kommunikationsbüro S21 angekündigt, dass ab Montag auf der Tunnelbaustelle am Wagenburgtunnel ab Montag 7 Uhr gesprengt wird, da man auf härteres Gestein gestoßen sei, dass angeblich mit dem Bagger nicht bewältigt werden kann.

Vor allem vor dem Hintergrund des simulierten Baufortschritts ist dieser Zettel als politisch zu verstehen. Er sagt, dass es jetzt voran geht, es wird gearbeitet, Umkehr ist sinnlos genauso wie jeglicher Protest.

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Haus in der Schützenstraße um 17,5 mm abgesunken


Wir berichteten bereits im Januar diesen Jahres über das Haus in der Schützenstraße. Jetzt wurde bekannt, dass das Haus weiter abgesunken ist, auf bis zu 17,5 mm. Über die Entschädigung ist man sich allerdings uneinig, einem Angebot von rund 30.000 Euro steht ein Gutachten mit einer Schadenssumme von 77.000 Euro gegenüber. Klar ist aber wohl, dass die Schäden durch den Tunnelbau, der nur wenige Meter unterhalb des Gebäudes stattfand, verursacht wurden. Der Tunnel sei inzwischen ausgebaut, die Setzungen haben aufgehört, deshalb bestehe kein akuter Handlungsbedarf.

Quelle StN

Weitere Informationen:

Geologie-21

Netzwerke-21

LKW-Stau, SSB und S21


In der ehemaligen Busspur am Landespavillion/ Planetarium stauen sich zur Zeit die LKW’s zur Baustelle am Wagenburgtunnel. Es wurden an einem Abend mehr als 10 Fahrzeuge gezählt. Siehe Bilder BePXTSxIMAAz_C4.jpg BePZeJtIEAEUrUQoder die Mediathek von Bahnhof201268 auf Twitter.

Dabei ist dies nur die LKW-Schlange, die den Aushub aus dem Rettungsstollen abtransportieren soll, der zur Zeit gebaut wird.

Da das Baukonzept ja bekanntermaßen geändert wurde und zuerst zwei parallele Röhren vom Fasanenhof bis etwa Degerloch gebaut werden sollen und die eine dann in Richtung Wagenburgtunnel verlängert wird, wird das letzte Stück der zweiten Röhre dann erst vom Wagenburgtunnel bergaufwärts gebaut. Das große Abraum-Chaos erwartet uns also erst noch, wenn die Tunnelbohrmaschine umgedreht wird und wieder Richtung Degerloch fährt.

In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen (PDF) (gestellt von Nikolaus Tschenk) aus dem Jahr 2012 heißt dazu nur lapidar:

Am sogenannten Angriffspunkt Rettungszufahrt Hauptbahnhof Süd (am Wagenburgtunnel) ändert sich der Massenanfall gegenüber der Planfeststellung nicht.

Das bedeutet, dass es auch weiterhin im Bereich Innenstadt und da besonders am Wagenburgtunnel zu Behinderungen kommen wird, egal aus welcher Richtung gebohrt wird.

Aber was ist mit dem Umbau der Haltestelle Staatgalerie? Dass es zu erheblichen Einschränkungen kommen wird, ist bereits seit einigen Monaten bekannt. Der Westen wird durch die Kappung der Durchfahrt am Hauptbahnhof und der damit verbundenen Umleitungen abgehängt betonte damals schon Hannes Rockenbauch und Hans Heydemann ergänzte, dass der Rückfall auf den 15 Minuten-Takt drohe – auch tagsüber in der Hauptverkehrszeit, in der zur Zeit alle 10 Minuten eine Bahn einer Linie fährt.

Aber ein Aspekt ist bei diesen Betrachtungen bisher außer Acht gelassen worden: der Zulieferverkehr zur und der Abtransport von der Baustelle Staatsgalerie. Auch hier bei diesem Einzelprojekt fallen große Mengen an Aushub und Schutt an, gerade weil nicht nur die Station neu gebaut wird sondern weil die Station neben der alten (ungefähr an Stelle des ehemaligen und jetzt abgerissenen Landespavillion) neu gebaut wird und die zuführenden Tunnel ebenfalls neu gebaut werden müssen. Gr_nDadurch ergibt sich ein erheblicher Aufwand an Erdbewegungen. Hier auf der Karte kann man den Verlauf der neuen Tunnel als gepunktete Linie von rechts oben nach unten sehen. Und das Verkehrschaos wird noch dadurch verstärkt, dass die Bundesstraße 14 an dieser Stelle mit einem Deckel unter der Erde verschwinden soll, der ähnlich wie am Charlottenplatz zu einer kleinen Grünfläche werden soll.

Das alles wird zu einem Baustellen-Ausweich-Verkehr durch das Kernerviertel und Stuttgart Ost führen. Wer heute aus Richtung Nord kommt und beispielsweise nach Sillenbuch möchte, der kann die B27 benutzen. Die führt aber an mehreren Stellen über S21-Baustellen (unter anderem Um- und Neubau Haltestelle Staatsgalerie und Baugrube Tiefbahnhof). B10/ B14 ist durch den Rosensteintunnel und die S21-Baustellen am Neckar ebenfalls blockiert. Was bleibt da noch übrig? Die Schleichwege durch die Wohnviertel in Nord und Ost, beispielsweise Robert-Mayer-Straße, Türlenstraße, Wolframstraße (die gerade ausgebaut wird) und dann Urbanstraße, Kernerstraße, Haussmannstraße. Frank Schweizer hat dies heute in seiner Rede auf der 206. Montagsdemo klar dargestellt.

Und ein weiterer Aspekt findet bisher ebenfalls wenig Beachtung: die Kosten. Es fahren zwar immer mehr Bewohner mit der Straßenbahn und den Bussen, aber werden die Fahrgastzahlen weiter steigen, wenn die Baustellen auf Hochtouren laufen und es zu Streckensperrungen und Verspätungen kommen wird, wie Hannes Rockenbauch und Hans Heydemann sie vorhersagen? KarteWird die SSB dann weiterhin Mehreinnahmen verzeichnen können? Wie bei jedem Bauprojekt ist auch hier mit großer Wahrscheinlichkeit mit Mehrkosten zu rechnen. Geologie21 schreibt dazu im Artikel zum Nesenbachdüker:

Denn auch die SSB-Stadtbahnhaltestelle ‚Staatsgalerie‘ muss komplett neu gebaut werden, weil auch sie dem Tiefschiefbahnhof im Weg liegt. Aber auch der SSB-Neubau mit den Tunnelumlegungen ist ausgesprochen kompliziert. Jedoch ist die SSB dabei vom unzuverlässigen Zeitplan der Bahn AG abhängig, die den Nesenbach-Abwasserkanal verlegen will und den Nesenbachdüker bauen wolle, jedoch bis heute nicht wisse, wie dies konkret umgesetzt werden soll und auch noch keine Genehmigung dafür hat.

Die enge Situation aus der existierenden und zukünftigen Bebauung im Bereich Arnulf-Klett-Platz und Gebhard-Müller-Platz und der dicht befahrenen Straße, die man nicht sperren kann, machen es nicht gerade einfach, dort mal eben so eine neue Haltestelle zu bauen. Hinzu kommen weitere Bauprojekte, wie der Neubau der Haltestelle Wilhelma im Rahmen des Neubaus des Rosenstein-Auto-tunnels, die U12 und der abgeschlossene Bau am Fasanenhof, die ein großes Loch in die Kasse reißen wie die StN schreiben. Außerdem sinken die Unterstützungen aus Land und Bund.

Weitere Informationen zum Stadtbahnchaos auch hier in der Rede von J. Schwab auf der 204. Montagsdemo

Ein Fass ohne Boden


Aus einer Nachricht von Werner Sauerborn, Gewerkschafter gegen S21, die uns gerade erreicht hat. Die Bitte um Weiterleitung erfüllen wir gern.

Liebe FreundInnen,

Jetzt also 11,3 Mrd. Soviel soll Stuttgart 21 nach internen Berechnungen der Bahn am Ende kosten. Nicht die Spekulation eines aufgeregten Stammtischs von S 21 Gegnern, sondern Informationen von Anton Hofreiter, Nachfolger von Winnie Hermann als Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Bundestags (demnächst auf der MoDemo) und von Thomas Wüpper, den wir als verlässlichen Journalisten mit besten Infoquellen bei der Bahn kennen http://www.stuttgarter-zeitung.de/stuttgart21. Zu vermuten ist, dass die neuen Zahlen, die auch eine Bauzeitverlängerung bis mindestens 2025 implizieren, von der Fa. PWC PricewaterhouseCoopers stammen, die die Bahn zur externen Überprüfung der Kosten beauftragt hatte. Jetzt ist Feuer unterm Dach, Termine purzeln, auch die Baumfällungen im Rosensteinpark: erst einmal abgesagt (*). Als Hofnarr der Bahn tritt Herr Dietrich auf und verkündet, dies ändere nichts am Zeitplan und sei ein generöser Schritt auf uns zu:

BI Neckartor: Glasauge sei wachsam! Sich jetzt auf die faule Haut legen, ist das falsche Signal. Gerade jetzt müssen wir im Park Präsenz zeigen und auf der Hut sein!

„Uns ist eine Lösung im Dialog sehr wichtig“. Man fragt sich, was in dieser Lage Herr Kefer wohl in Stuttgart besprechen will, Montag mit dem Lenkungskreis, Dienstag mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats, Landtags und Regionalparlaments? Bevor die Bahn sich nicht berappelt und auf eine Antwort verständigt hat, wird er außer Diavorträgen nichts sagen können. Und Weglächeln wird bei diesen Zahlen selbst bei hart gesottenen Prolern nicht mehr verfangen. Den Termin mit Kefer können sie sich sparen. Denn auf Kefer kommts jetzt nicht mehr an. Letztlich auch nicht auf Grube und den Aufsichtsrat, jetzt gehts ums Ganze, jetzt muss der Eigentümer der Bahn eingreifen und das ist der Bund, vertreten durch die Bundesregierung. Bemerkenswert hierzu: Hermann Abmayr in der aktuellen Ausgabe von http://www.kontextwochenzeitung.de/.

Also Merkel. Die hatte, ist schon länger her, die „Zukunftsfähigkeit Deutschlands“ von Stuttgart 21 abhängig gemacht. Wenn man es schon so hoch hängen will, dann stellt sich dieser Zusammenhang jetzt grad umgekehrt dar: Deutschlands Zukunftsfähigkeit hängt eher von der Beendigung von Stuttgart 21 ab. Denn dieses Fiasko, genauso das des kleinen Bruders Flughafen Berlin, passt so gar nicht zum Bild des europäischen Musterschülers Deutschland, mit dem Merkel gerade punktet. Schon bei einem Auftritt vor 2400 Unternehmern Anfang des Jahres in Villingen  http://www.welt.de/newsticker/news3/article112686867/Merkel-spricht-sich-fuer-grosse-Infrastrukturprojekte-aus.html klang es schon eher, als müsse Deutschland nicht mit, sondern trotz S 21 weiter in der Lage sein, Großprojekte zu bauen.

Schmid & Schmiedel & friends werden jedenfalls dumm aus der Wäsche gucken, wenn Merkel schneller springt als sie gucken können. Das hatten wir doch schon mal.

Eine Option haben sie alle zusammen jedenfalls nicht mehr: aussitzen und es soweit kommen lassen wie in Berlin, wo der Steuerzahler vollends der Betreibergesellschaft ausgeliefert ist. Die Konsequenz der Berliner Politiker, die jetzt die Zerknirschten geben ist: in Stuttgart aussteigen!

Und um den Reifungsprozess dieser Einsichten zu beschleunigen, machen wir weiter & mehr Druck, zum Beispiel um 18 Uhr jetzt am Montag 21. Jan., auf der 157. Montagsdemo auf dem Marktplatz. Danach Demo zum Wagenburgtunnel, denn es ist ein Jahr her, dass die Bäume vor dem Wagenburgtunnel unnötigerweise gefällt wurden. Gebaut wurde dort bis heute nicht.