Naherholungsgebiete in Gefahr


Seitdem die Bauarbeiten für S21 am 2. April 2010 offiziell gestartet wurden, sind in Stuttgart viele Naherholungsgebiete direkt oder indirekt für S21 zerstört worden.

Weitere unzählige, aber vorher nicht als Naherholungsgebiet genutzte Flächen, die aber trotzdem ein kleines Biotop waren, wurden ebenfalls zerstört. Zum Beispiel

  • stillgelegtes Güterbahnhofgelände innerer Nordbahnhof

Weitere Bauprojekte, die mit S21 nicht direkt im Zusammenhang stehen, aber nach S21 begonnen wurden, zerstören weiter die Stadt.

Jetzt wurden wir aber durch die Aktivitäten des Aktionsbündnisses „Lebenswertes Esslingen“ auf zahlreiche Bauprojekte im Stadtgebiet Esslingen aufmerksam, die ebenfalls zu einer Zerstörung von Naherholungsgebieten führen werden.

Die Stadt Esslingen versucht mit diesen Projekten ein Stück vom aktuellen Wachstum der Region abzubekommen – was ja legitim ist. Wer den Großstadtlärm Stuttgarts scheut wird sicher gerne in die Region ziehen und Esslingen ist mit seiner schönen Altstadt und der attraktiven Lage zwischen Weinbergen und am Neckar (im Gegensatz zu Stuttgart bezieht Esslingen den Neckar in das Stadtbild mit ein) sicher auch eins der Ziele vieler Neubürger.

Eine Karte mit den geplanten Baugebieten und den eventuell noch nachrückenden Projekten ist hier angehängt.

Bauprojekte

Die Karte ist dem Flugblatt zur Demo am 18. September entnommen und wurde freundlicherweise von der BI Hegensberg zur Verfügung gestellt.

Bauprojekte_Liste Bauprojekte_nachrücker

Die Bürgerinitiativen im Aktionsbündnis befürchten nun, dass der Charakter der Esslinger Vororte, die teilweise schön an Äckern, Streuobstwiesen oder als Naherholungsgebiet genutzten Flächen liegen, verloren geht, wenn diese Flächen bebaut werden. Weiterhin wird angeführt, dass diese Wiesen im Stadtgebiet einen erheblichen Anteil zum guten und frischen Klima in der Stadt beitragen. Nach Bebauung dieser Wiesen fällt dieser Frischluftanteil weg, was gerade in Sommermonaten zu einer Temperatursteigerung und Verschlechterung der Luft in Esslingen beitragen könnte.

Außerdem wird befürchtet, dass es durch die Zufahrten zu diesen Bauprojekten durch den Baustellenverkehr und später durch den Zufahrtsverkehr der Anwohner zu einer Belastung der Straßenanwohner durch Lärm, Staub und Dreck kommt. Zumindest einige dieser Projekte liegen in unmittelbarer Nähe zu alten Streuobstwiesen und idyllisch gelegenen, ruhigen Wegen.

Ein nachhaltiger Ausbau der Stadt durch Nutzung von Freiflächen, die sowieso als Bauland ausgewiesen sind, von Baulücken oder nur mit einstöckigen Baracken oder Garagen bebaute Flächen oder Nutzung von leerstehenden Gebäuden würde die Naherholungsgebiete erhalten und so den ruhigen und idyllischen Charakter der Vororte Esslingens bewahren.

Die Bewahrung dieser Naherholungsgebiete ist erklärtes Ziel einer Demo am Freitag 18. September um 17 Uhr Esslingen auf dem Marktplatz.

Demonstration Vorderseite

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s