Schlagwort-Archive: Netzwerk Kernerviertel

geologische Risiken ausgeräumt?


Ursprünglich war das Rohrnetz zum Grundwassermanagement so geplant, dass über drei Stränge blauer Rohre im Kernerviertel Grundwasser in Brunnen gegeben wird um so den fehlenden Gegendruck durch das entnommene Wasser im Schloßpark auszugleichen. Ein Strang verläuft zur unteren Urbanstraße, einer die Sängerstaffel hoch bis zur Werastraße und der dritte verläuft über die Paul-Löbe-Staffel zur Werastraße.

Aus dieser Präsentation vom 02. Mai 2011 (externe Seite der Projektbetreiber Bahnprojekt Stuttgart Ulm).

Das Netzwerk der von S21 betroffenen Anwohner meldete dazu im November 2013 noch:

Nach der Stellungnahme des Amts für Umweltschutz vom 31.07.2013 (Seite 20 Nr. 3.3.4) sollte auf diesen Infiltrations-brunnen wegen geologischer Risiken (Hohlraumbildung durch Sulfatauslaugung) verzichtet werden. Die Stadt hatte die Bahn seit 2009 auf das Risko hingewiesen. 

Danach wird auf den Brunnen 202 als Infiltrationsbrunnen verzichtet bzw. er wird nur noch als Steuerpegel genutzt. Damit entfällt der zweite Teil des ursprünglich geplanten Rohrstrangs vom schon angeschlossenen unteren Brunnen 201 entlang der Sängerstaffel über den Schützenplatz bis hinauf zur Werastraße. Das Netzwerk hatte auch in den Einwendungen zur Planänderung GWM auf das Risiko einer Hohlraumbildung durch Sulfataulaugung hingewiesen.

Das scheint jetzt alles hinfällig zu sein, denn die Firma Hölscher ist wieder unterwegs und baut jetzt die Rohrbrücke über den Schützenplatz.

Sind die geologischen Risiken jetzt nicht mehr vorhanden? Wir bleiben dran!

 

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S21 hat Narrenfreiheit


Mit jedem Tag, der auf den S21-Baustellen ins Land zieht, wird die dramatische Beeinträchtigung für uns als Anwohner, Verkehrsteilnehmer, Bahnfahrende und unbeteiligte Passanten immer deutlicher. Weiterlesen

Sprengungen ab Montag 9. Feb.


Ab Montag, den 9. Februar sollen mit Hilfe von Sprengungen unter dem Kernerviertel der Rettungstunnel und das sogenannte Verzweigungsbauwerk in den Berg getrieben werden. Darauf weist das Netzwerk Kernerviertel hin.

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Der Weg ist frei


Der Gemeinderat hat am 29. Januar den Bebauungsplan des alten Wasserwerks zwischen der Urban- und der Werastraße geändert. Damit ist der Weg frei für die Rodung des Geländes und den Bau der neuen John-Cranko-Schule. Allerdings wurde die Baustelle so umgeplant, dass nicht mehr alle Bäume, die vom Gebäude eigentlich gar nicht betroffen sind, der Logistikfläche zum Opfer fallen. Nur noch 67 Bäume müssen gefällt werden, 29 davon sind geschützt.

Damit kommt jetzt die nächste Baustelle auf das Kernerviertel zu, das bereits durch S21 und die Baustelle Stadtmuseum mit Dreck und Lärm zu kämpfen hat.

Zum Thema Stadtbäume siehe auch hier den Artikel Bäume als Stadtmöbel und speziell zu den Bäumen am Wilhelmspalais siehe hier den Artikel Bäume sind vegetative Überbemöbelung.

Baulärm kommt auch ins Kernerviertel


Heute hat das Kommunikationsbüro S21 angekündigt, dass ab Montag auf der Tunnelbaustelle am Wagenburgtunnel ab Montag 7 Uhr gesprengt wird, da man auf härteres Gestein gestoßen sei, dass angeblich mit dem Bagger nicht bewältigt werden kann.

Vor allem vor dem Hintergrund des simulierten Baufortschritts ist dieser Zettel als politisch zu verstehen. Er sagt, dass es jetzt voran geht, es wird gearbeitet, Umkehr ist sinnlos genauso wie jeglicher Protest.

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S21 und Feinstaub


Wir berichteten bereits über dieses Thema.

Inzwischen ist klar, dass in den Phasen mit den höchsten Bautätigkeiten ca. 1000 und mehr LKW in der Stunde nur für die S21-Baustellen durch die Stadt fahren werden. Ob der Verkehr auf den nicht öffentlichen Baulogistikstraßen oder auf öffentlichen Straßen abgewickelt wird, ist für die Luftschadstoffentwicklung nicht entscheidend. Die getrennte Verkehrsführung führt lediglich zu einer Entlastung des „normalen“ Verkehrsaufkommens.

Wenn man das vor dem Hintergrund des Blauen Briefs aus Brüssel betrachtet und weiterhin berücksichtigt, dass ein LKW einen höheren Kraftstoffverbrauch und damit auch einen höheren Luftschadstoffausstoß hat, dann ist klar, dass wir uns die großen Baustellen in der Stadt eigentlich überhaupt nicht leisten können. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden um die Luftschadstoffbelastung zu senken, dann ist zu erwarten, dass die Grenzwerte weiterhin massiv überschritten werden oder die Belastung sogar ansteigt. Deshalb mahnen auch die Netzwerke-21 die Ergreifung von Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte ein. Wir warten gespannt auf die Stellungnahme von Verkehrsminister Hermann, die für Montag erwartet wird.

Aktualisiert am 22.01.2015:
Die Stellungnahme des Verkehrsministeriums ist veröffentlicht worden. Die Umweltgruppen VCD, BUND, KUS und BI Neckartor bereiten dazu eine Reaktion vor. Wir werden Sie aktuell informieren. haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht.
Bericht des SWR vom 19.01.2015.

Lesen Sie auch:

OB Kuhn forderte den Einsatz von elektrischen Baumaschinen.

Stadt lässt ihre Bürger in Sachen Lärmschutz bei S21 allein


Wie wir bereits berichtet haben, hatte die Grünen-Fraktion im Gemeinderat die Kritik des Netzwerks Kernerviertel  in einer Anfrage an die Stadt aufgegriffen und die Überprüfung eine Prüfung der Lärmgutachten des Bahngutachters, die Offenlegung aller Lärmgutachten (einschließlich zum passiven Schallschutz) sowie regelmäßige Messungen durch die Stadt Stuttgart bzw. das Umweltamt gefordert. Weiterlesen