Wie gravierend ist das Stickoxid-Problem?


Die deutsche Umwelthilfe hat im Stuttgarter Talkessel Messungen gemacht, um damit ihre Klage gegen die Stadt Stuttgart zu untermauern. Sie hat am Hauptbahnhof, an der Römer-Schule, am Stöckach vor dem Zeppelingymnasium, vor dem Kindergarten der Lukasgemeinde in der Schwarenbergstraße und vor dem Katharinenhospital gemessen. Dabei sind vor allem die Busse der SSB (bis zu 1200 Mikrogramm bei einem älteren Modell) auffällig gewesen und Personen-KFZ der neueren Baureihen bekannter Hersteller (der Artikel nennt Opel mit bis zu 400 Mikrogramm in Fahrt, 1000 Mikrogramm beim Anfahren).

Die Wirkung von Stickoxiden ist hier beschrieben.

Unsere Forderungen und Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe zu dem Thema, siehe auch die Pressemitteilung der DUH.

Kommentar von Holger Gayer von der StZ zu den „freiwilligen Fahrverboten„: Inkonsequente Haltung des Verkehrsministers. Der zur Zeit günstige Ölpreis, die Tatsache, dass das Auto direkt vor der Tür steht, die (nur scheinbare [* siehe Ergänzung der BI Neckartor unten]) Schnelligkeit des Autos, die Wohnzimmeratmosphäre in modernen Fahrzeugen, die sich auf Wunsch mit dem MP3-Spieler im Mobiltelefon verbinden und so die Lieblingsmusik in 3D-Klangqualität abspielen, all das führt dazu, dass der innere Schweinehund über die Vernunft siegt. Denn wir alle wissen seit COP21 in Paris, dass wir etwas tun müssen.

(*)Ergänzung der BI Neckartor: Der Autor behauptet, dass das Auto im Wettbewerb der Verkehrsmittel ist auch in punkto Schnelligkeit trotz aller Staus fast immer der Sieger ist.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit in deutschen Städten liegt aber laut Zukunft Mobilität  bei gerade einmal 30 Stundenkilometern, ein allgemeines Tempolimit von 30 km/h würde hier also den Verkehr nicht verlangsamen. In Stuttgart liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit aufgrund der hohen Anzahl an Baustellen und des immens hohen Verkehrsaufkommens aber geschätzt weit unterhalb von 30 km/h. Aktuelle und vor allem genaue Zahlen gibt es dazu aber nicht. Selbst wenn die Zahl von 30 km/h auch für Stuttgart zutreffen würde, dies schafft selbst ein halbwegs guter Radfahrer spielend und ohne elektrische Unterstützung auf ebener Strecke. Und nicht jede Steigung in Stuttgart ist so steil wie der Herdweg. Wer sich ein bisschen auskennt, findet selbst in Halbhöhenlage Strecken mit einer Steigung von maximal 7%, das ist – langsam, aber sicher – auch für Untrainierte zu schaffen. Karten der Fahrradverbände helfen beim Suchen.

Weiter kommt hinzu, dass der Tallängsweg und viele Strecken durch die Wohngebiete so gut wie ampelfrei sind und somit zügig und durchgehend befahren werden können, während die Autofahrer in der Regel einen Umweg fahren müssen. Die Behauptung des Autors darf also angezweifelt werden.

Siehe auch: Stickoxide sind auch Hamburg ein großes Problem

Advertisements

4 Antworten zu “Wie gravierend ist das Stickoxid-Problem?

  1. Pingback: Stickoxide: das große Problem | Neckartor Bürgerinitiative

  2. Pingback: Flop mit Ansage | Neckartor Bürgerinitiative

  3. Pingback: Luftreinhaltung Light | Neckartor Bürgerinitiative

  4. Pingback: Feinstaubalarm | Neckartor Bürgerinitiative

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s